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Zerschlagung: Schreckliches Ende für Schlecker
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Schlecker

Zerschlagung: Schreckliches Ende für Schlecker

 Schlecker wird zerschlagen; Fotomontage -  Bild: B4B SCHWABEN/Fotolia

Am 01. Juni traf sich der Gläubigerausschuss der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker um über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Die Gläubiger sehen keine Zukunft für die Fortführung des Unternehmens. Daher wird Schlecker zerschlagen.

Die Ergebnisse des Gläubigerausschusses machen die Angst der Schlecker Mitarbeiter zur Wirklichkeit. Sie sehen keine Möglichkeit den insolventen Konzern Schlecker zu erhalten oder an einen Investor zu verkaufen. Konkret bedeutet dies die Zerschlagung von Schlecker. Grund für die Zerschlagung ist, wie im Schlecker-Blog mitgeteilt wird, dass die Investoren kein finanzielles und konzeptionelles Angebot im Akzeptablen Bereich vorgelegt haben. Für die Tochterunternehmen IhrPlatz und Schlecker XL soll es jedoch eine eigenständige Zukunft geben. Allein in den beiden Tochtergesellschaften sind von der Entscheidung 832 Filialen und rund 5100 Mitarbeiter betroffen.

Angebot war nicht akzeptabel

Laut Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz waren die Angebote nicht akzeptabel, da sie deutlich unter der Zerschlagung lagen.  Zwar bedaure Geiwitz die Entscheidung der Zerschlagung von Schlecker, da jetzt viele langjährige Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Geiwitz hat von Anfang an deutlich gemacht, dass eine Sanierung von Schlecker nur gelingen könne, wenn alle Maßnahmen voll wirksam ineinandergreifen. „Wir haben es geschafft, den Verlust des Unternehmens von über 200 Millionen Euro auf ca. 25 Millionen Euro Verlust zu reduzieren.“ Trotzdem steht weiterhin ein dickes Minus vor den Zahlen. Die Beschäftigten der insolventen Drogeriekette Schlecker haben mit Wut, Trauer, Entsetzen und Enttäuschung die heutige Entscheidung aufgenommen.

Weitere Gründe für die Entscheidung

Neben dem Angebot der Investoren gab es noch weitere Gründe, warum das Sanierungskonzept im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht erfüllbar war. Die Personalkosten sollten bei Schlecker extrem gesenkt werden, dies ließ sich jedoch nicht vollkommen durchsetzten. Aber auch verschlechterte Lieferantenkonditionen haben das Konzept scheitern lassen. Ein weiterer Grund sind die unzähligen Kündigungsschutzklagen mit denen Schlecker zurechtkommen muss. Diese erschwerten den Verkauf des kompletten Konzerns zudem.

Die nächsten Schritte

Es kommen harte Zeiten auf die Schlecker Mitarbeiter zu. Rund 13.200 Mitarbeiter werden voraussichtlich bis Ende Juni 2012 ihre Kündigungen erhalten. Zusammen mit dem Betriebsrat wird der Insolvenzverwalter die Verhandlungen um den Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans kurzfristig aufnehmen. Für die Schlecker Märkte bedeutet dies, dass bald eine Ausverkaufsaktion in den rund 2.800 Märkten in Deutschland stattfinden wird.

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