Rekordergebnisse 2017

Wieland Gruppe will Wachstum weiter fortsetzen

Die Wieland-Werke AG am Standort Ulm. Foto: Wieland-Werke AG
Die Absatzmärkte in Europa und China bescherten der Wieland Gruppe neue Rekordergebnisse. Auch 2018 soll es für die Gruppe positiv weitergehen – besonders durch zwei Zukäufe.

Der Hersteller von Halbzeugen – vorgefertigte Werkstücke aus Rohmaterial – erhöhte seinen Absatz im Geschäftsjahr 2016/17 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 485.000 Tonnen. Gemessen wurde im Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017. Haupttreiber des Wachstums waren die Absatzmärkte in Europa sowie China. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf drei Milliarden Euro. So konnte ein Gewinn von 190 Millionen Euro erzielt werden – Rekordwert.

Höhere Preise für Kupfer und Zink

Die Wieland Gruppe nannte mehrere Faktoren als Grund für diese Entwicklung. Zum einen die höhere Marktnachfrage, zum anderen der steigende Kupferpreis. Dieser lag durchschnittlich bei einem Wert von 5.250 Euro pro Tonne. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Zinkkurs notierte bei 2.460 Euro pro Tonne und lag damit 46 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Fremdwährungen, vor allem der schwache US Dollar, beeinflusste das Ergebnis allerdings gegenläufig.

Wieland investiert stark in Deutschland

Investiert wurden im Geschäftsjahr 2016/17 wie im Vorjahr insgesamt 70 Millionen Euro in Sachanlagen. Die Investitionen konzentrierten sich auf die deutschen Standorte Ulm und Vöhringen sowie auf die Gesellschaften B. Mason & Sons, Großbritannien, und Buntmetall Amstetten, Österreich.

Aktuelles Geschäftsjahr weiter positiv

Im aktuellen Geschäftsjahr setzt sich die gute Marktlage weltweit fort. Wielands Geschäftserwartung bleibt positiv dank einer weiterhin starken Nachfrage. Ebenso werden sich die Akquisitionen in den USA, Wolverine Tube Inc. und Kessler Sales & Distribution, positiv auf das Ergebnis auswirken, ist das Unternehmen überzeugt.

Die Wieland Gruppe

Gegründet 1820 in Ulm, entwickelte sich Wieland in rund 200 Jahren zu einer globalen Unternehmensgruppe in Familienbesitz. Das Kerngeschäft der Halbzeug-Herstellung wird kontinuierlich durch neue Geschäftsfelder erweitert. Mit einem Absatz von circa 500 Tausend Tonnen ist die Gruppe weltweit führender Anbieter von Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen. Für die Herstellung der Bänder, Bleche, Stangen, Drähte, Rohre und Profile werden in den eigenen Gießereien vor allem Recyclingstoffe, ergänzt durch Neumetalle, eingesetzt. Daraus entstehen Halbzeuge für unterschiedlichste Kundenanwendungen in Automotive, Elektronik- und Kälte-Klimabereich sowie im Maschinenbau. Es gibt 15 Produktionsstandorte, verteilt auf drei Kontinenten.

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