500.000 Euro

Bund fördert Projekt der Wieland-Werke und der Hochschule Ulm

Luftbild des Wieland-Werks in Vöhringen. Foto: Wieland
Die Wieland-Werke AG hat gemeinsam mit der Hochschule Ulm ein Forschungsprojekt zur Wärmeübertragung initiiert. Dieses fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit knapp einer halben Million Euro.

Die Wärmeübertragung spielt eine wesentliche Rolle in jedem thermischen Energieprozess. Eine Verbesserung des Wärmeübergangs in Maschinen kann deren Wirtschaftlichkeit erhöhen und den Ressourcenverbrauch senken. Allerdings setzt die Produktentwicklung in der Energietechnik traditionell auf Erfahrungswissen und Experimente, was lange Entwicklungszyklen zur Folge hat und eine Optimierung erschwert. Genau hier setzt das Gemeinschaftsprojekt an.

Neue Methoden intensivieren den Wärmeübergang

Das Projekt trägt den Namen WAVIPro (Wärmeübergangsintensivierung in energietechnischen Apparaten durch virtuelle Produktentwicklung). Mit WAVIPro sollen neuartige Methoden zur Intensivierung des Wärmeübergangs entwickelt werden. Möglich wird das mithilfe moderner Simulationsverfahren durch die gleichzeitige Betrachtung des Fertigungsprozesses und der Produkteigenschaften. Die Hochschulexpertisen aus den Gebieten simulativer Produktionstechnik und Energietechnik werden hierfür kombiniert.

Gesamtbudget von rund 530.000 Euro

Die Beteiligung der Wieland-Werke AG aus Ulm als industrieller Projektpartner ermöglicht anwendungsnahe Forschung mit starkem Praxisbezug und großer technischer Expertise. Von Seiten der Hochschule forschen Professor Peter Renze (Institut für Energie- und Antriebstechnik) und Professor Ralf Voss (Institut für Konstruktion und CA-Techniken) im Projekt. das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 485.000 Euro über drei Jahre gefördert wird. Durch weitere Fördergelder steigen die Drittmittel im Projekt auf etwa 530.000 Euro.

Über die Wieland-Werke AG

Die Wieland Gruppe erzielt jedes Jahr einen Absatz von circa 500.000 Tonnen von Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen. Für die Herstellung der Bänder, Bleche, Stangen, Drähte, Rohre und Profile werden in den eigenen Gießereien vor allem Recyclingstoffe, ergänzt durch Neumetalle, eingesetzt. Die Halbzeuge finden in den Bereichen Automotive, im Elektronik- und Kälte-Klimabereich, sowie im Maschinenbau Verwendung. Insgesamt unterhält die Gruppe 15 Produktionsstandorte auf drei Kontinenten.

Entstanden ist die Wieland Gruppe 1820 in Ulm, Deutschland. In rund 200 Jahren hat sich das Unternehmen zu einer globalen Unternehmensgruppe entwickelt. Das Kerngeschäft der Halbzeugherstellung wird kontinuierlich durch neue Geschäftsfelder erweitert. Heute beschäftigt Wieland rund 7.000 Mitarbeiter, die die langfristige Zukunft des Unternehmens sichern. Das Unternehmen Wieland befindet sich bis heute in Familienbesitz.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben