Vortragsreihe

Wie setzen Ulmer Unternehmer die Digitalisierung um?

Erfolgreicher Start der neuen Vortragsreihe des Vereins „initiative.ulm.digital“: Regionale Firmenchefs und Entscheider erzählten vor knapp 250 Zuhörern, wie sie mit der Digitalsierung umgehen.

In der ersten Veranstaltung der neuen Vortragsreihe „10 x 10 digital.konkret“ des Vereins „initiative.ulm.digital“ referierten regionale Firmenchefs und Entscheider vor knapp 250 Zuhörern in einem kurzen Vortrag von zehn Minuten darüber, was konkret in ihrem Unternehmen im Rahmen der digitalen Transformation geschehen ist – und geschieht. 

Mitarbeitern „mehr Freiräume ermöglichen“

Gerhard Kaminski, Geschäftsführer der Schwenk Zement KG, betonte in seinem Impulsvortrag, sein Unternehmen beschäftige sich „seit Jahrzehnten mit digitalen Lösungen“. Grundsätzlich versuche die Schwenk Zement AG durch die Digitalisierung Prozessabläufe zu vereinfachen und dadurch den Mitarbeitern „mehr Freiräume zu ermöglichen“. Zudem sind sowohl bei Kaminski als auch bei Harald Seifert, Inhaber und Geschäftsführer von Seifert Logistics, sind im Unternehmen Drohnen im Einsatz.

„Die Innovationsgeschwindigkeit wird immer schneller“ 

Thomas Herrmann, Vorstand der ZwickRoell AG, wies auf die Entwicklung intelligenter Prüfmittel hin. So könne eine Insulin-Spritze heute auch Daten sammeln und übermitteln. Das Unternehmen in Ulm-Ersingen, das mit seinen Maschinen für Werkstoff- und Materialprüfung in 56 Ländern tätig ist, arbeitet seit vielen Jahren mit Sensoren.

Markus Kress, Inhaber und Geschäftsführer des in Neu-Ulm und Witten ansässigen Gartengeräteherstellers „Gloria“, erläuterte den Einsatz von digitalen 3 D-Druckern für die Produktion. „Die Innovationsgeschwindigkeit wird immer schneller“, so Kress.

Ziele der Digitalisierung der IHK
Interne Prozesse beschleunigen und den Service für die Mitglieder verbessern. Das sind die Ziele der Digitalisierung der IHK, erläuterte Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK. Die knapp 50 000 Mitglieder ergeben große Datenmengen. „Der Datenschutz ist sehr wichtig“, so Sälzle. Mit der Digitalisierung könnten interne Prozess auch neu ausgerichtet werden.

Sparkasse Ulm: Präsenz vor Ort und Ausbau der Internetfiliale 
Gastgeber Stefan Bill machte klar, dass die Sparkasse Ulm sowohl in die Präsenz vor Ort als auch in den Ausbau digitaler Angebote investiert. „Wir sind für unsere Kunden über denjenigen Kommunikationsweg erreichbar, den sie bevorzugen. Egal, ob persönlich in unseren Filialen, telefonisch oder digital“. Die Digitalisierung sieht Bill als große Chance, dem Kunden dank neuer Kommunikationswege noch bessere und einfachere Lösungen bieten zu können.

„Digitalisierungsstrategie“ der Stadt Ulm 

Den Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch treibt die Frage an: „Wie können wir die Stadt mit digitalen Techniken lebenswerter machen“. Die Stadt Ulm verfolge eine „Digitalisierungsstrategie“. Neben dem Pilotprojekt „Verschwörhaus“ arbeiten in einem Büro Nerds, Beamte und Vertreter der Universität an digitalen Projekten und Strategien.

Die Digitalisierung, dazu zählt auch der geplante Ausbau des Glasfasernetzes in der Innenstadt, sei aktive städtische Wirtschafts- und Standortpolitik, so der Rathauschef. „Wir wollen Steuereinnahmen. Diese bekommen wir aber nur, wenn es den Unternehmen gut geht“, sagte Czisch unter großem Beifall.

Folgen der zunehmenden Digitalisierung

Einen nachdenklichen Schlusspunkt setzte Professor Dr. Frank Kargl. Der frühere Dekan für Informatik der Universität Ulm machte auf die Folgen der zunehmenden Digitalisierung aufmerksam. „2025 werden in Deutschland Computern mehr Arbeitsstunden verrichten als Menschen“. Laut Kargl entwickelt sich auch das Thema Künstliche Intelligenz rasant.  Die Technik übernehme immer mehr Entscheidungen.

„Es waren konkrete, offene und informative Einblicke in die Unternehmen und in deren Digitalstrategien“, freute sich Heribert Fritz, Vorsitzender des Vereins „initiative.ulm.digital“, über die gelungene Veranstaltung.

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Markus Kress, Inhaber und Geschäftsführer des in Neu-Ulm und Witten ansässigen Gartengeräteherstellers „Gloria“, erläuterte den Einsatz von digitalen 3 D-Druckern für die Produktion. „Die Innovationsgeschwindigkeit wird immer schneller“, so Kress.

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„Digitalisierungsstrategie“ der Stadt Ulm 

Den Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch treibt die Frage an: „Wie können wir die Stadt mit digitalen Techniken lebenswerter machen“. Die Stadt Ulm verfolge eine „Digitalisierungsstrategie“. Neben dem Pilotprojekt „Verschwörhaus“ arbeiten in einem Büro Nerds, Beamte und Vertreter der Universität an digitalen Projekten und Strategien.

Die Digitalisierung, dazu zählt auch der geplante Ausbau des Glasfasernetzes in der Innenstadt, sei aktive städtische Wirtschafts- und Standortpolitik, so der Rathauschef. „Wir wollen Steuereinnahmen. Diese bekommen wir aber nur, wenn es den Unternehmen gut geht“, sagte Czisch unter großem Beifall.

Folgen der zunehmenden Digitalisierung

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