Fachgespräch bei XITASO

Digitalisierung: Schwäbische Wirtschaft spielt nicht in der 1. Liga

Sind die Digitalisierung und das Internet der Dinge ein Innovationsimpuls für die bayerisch-schwäbischen Industriebetriebe oder eine Bedrohung für die Arbeitsplätze? Dieser Frage sind Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und Experten der regionalen Wirtschaft in den Räumen des Augsburger Digitalisierungsexperten XITASO auf den Grund gegangen.

In einem waren sich die Diskutanten einig: An der Digitalisierungsfront gibt es noch viel zu tun. „Zehn von 50 Preisträgern von Bayerns Best 50 kommen aus Schwaben. Das zeigt, wie innovationsstark die Region ist. Dennoch spielen wir gerade bei Themen wie der Künstlichen Intelligenz nicht in der 1. Liga“, so der Bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer. Gerade auch beim Infrastrukturausbau wie Breitband und Mobilfunk sieht der Minister noch Aufholbedarf. „Es kann nicht sein, dass man auf einer deutschen Autobahn kein längeres, störungsfreies Telefonat führen kann“, betont der Minister. Die Grundvoraussetzungen seien gerade in Bayerisch-Schwaben durchaus gegeben, doch der Ausbau geht nicht zügig genug voran.

„Es gibt immer wieder etwas Neues“

Ein Risiko, das durch die Digitalisierung und das Internet der Dinge Arbeitsplätze wegfallen könnten, sieht er aber nicht. „Es gibt immer wieder etwas Neues. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiter auch entsprechend für diese Entwicklungen qualifiziert werden. Ebenso muss die Ausstattung in den Unternehmen an den Digitalisierungsgrad angepasst werden. Es wird auf jeden Fall neue und vor allem andere Arbeitsplätze geben, es werden aber nicht unbedingt weniger“, ist sich Pschierer sicher.

Expertenrunde: So steht es um die Digitalisierung in Bayerisch-Schwaben

Lebenslanges Lernen und Weiterbildungen gewinnen an Bedeutung

Mangeln würde es aber bereits an den Lehrplänen der Schulen, ist sich Ulrich Huggenberger, Geschäftsführender Gesellschafter XITASO GmbH, sicher. Es reiche nicht, die jungen Menschen erst in der beruflichen Bildung auf die Digitalisierung vorzubereiten. Ansetzen müsse man bereits in der Schule. Doch bei der Geschwindigkeit, in der technische Innovationen auf den Markt gebracht werden, wird auch die berufliche Weiterbildung immer wichtiger. „Lebenslanges Lernen und Weiterbildungen werden immer wichtiger, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben“, betont Prof. Dr. Jens O. Brunner, Lehrstuhlinhaber für Health Care Operations / Health Information Management der Universität Augsburg.

„Die größte Herausforderung ist es, die kulturelle Veränderung zu etablieren“

Doch nicht alle Mitarbeiter sind bereit, diese Entwicklungen mitzugehen, weiß auch Manuel Kosok, Vice President Technology & Development bei manroland web systems. „Unsere Maschinen sind schon seit Jahren vernetzt. Jetzt kommt es darauf an, die Künstliche Intelligenz zu etablieren. Die größte Herausforderung dabei ist es aber, die kulturelle Veränderung zu etablieren. Erste Veränderungen klappen schon sehr gut, aber es gibt natürlich immer ein paar, die den Wandel nicht mitgehen“, so Kosok. Entscheidend sei es daher, den Mitarbeitern die Vorzüge der Digitalisierung aufzuzeigen.

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In einem waren sich die Diskutanten einig: An der Digitalisierungsfront gibt es noch viel zu tun. „Zehn von 50 Preisträgern von Bayerns Best 50 kommen aus Schwaben. Das zeigt, wie innovationsstark die Region ist. Dennoch spielen wir gerade bei Themen wie der Künstlichen Intelligenz nicht in der 1. Liga“, so der Bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer. Gerade auch beim Infrastrukturausbau wie Breitband und Mobilfunk sieht der Minister noch Aufholbedarf. „Es kann nicht sein, dass man auf einer deutschen Autobahn kein längeres, störungsfreies Telefonat führen kann“, betont der Minister. Die Grundvoraussetzungen seien gerade in Bayerisch-Schwaben durchaus gegeben, doch der Ausbau geht nicht zügig genug voran.

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Ein Risiko, das durch die Digitalisierung und das Internet der Dinge Arbeitsplätze wegfallen könnten, sieht er aber nicht. „Es gibt immer wieder etwas Neues. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiter auch entsprechend für diese Entwicklungen qualifiziert werden. Ebenso muss die Ausstattung in den Unternehmen an den Digitalisierungsgrad angepasst werden. Es wird auf jeden Fall neue und vor allem andere Arbeitsplätze geben, es werden aber nicht unbedingt weniger“, ist sich Pschierer sicher.

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Doch nicht alle Mitarbeiter sind bereit, diese Entwicklungen mitzugehen, weiß auch Manuel Kosok, Vice President Technology & Development bei manroland web systems. „Unsere Maschinen sind schon seit Jahren vernetzt. Jetzt kommt es darauf an, die Künstliche Intelligenz zu etablieren. Die größte Herausforderung dabei ist es aber, die kulturelle Veränderung zu etablieren. Erste Veränderungen klappen schon sehr gut, aber es gibt natürlich immer ein paar, die den Wandel nicht mitgehen“, so Kosok. Entscheidend sei es daher, den Mitarbeitern die Vorzüge der Digitalisierung aufzuzeigen.

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