
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Die Rupp Gebäudedruck GmbH aus Weißenhorn fertigt aktuell ein zweigeschossiges Eigenheim mithilfe eines großformatigen 3D-Druckers an. Das Bauprojekt umfasst insgesamt neun Zimmer verteilt auf eine Fläche von 224 Quadratmetern und soll in einer Bauzeit von sechs Wochen fertiggestellt werden.
Es ist nicht das erste Projekt dieser Art, das Rupp in Bayerisch-Schwaben realisiert: Im Landkreis Neu-Ulm, wo das Unternehmen auch seinen Hauptsitz hat, entstand Ende 2024 das vollständig 3D-gedruckte Einfamilienhaus „Calla“.
Als Material werde herkömmlicher Trockenbeton ohne Zusätze verwendet, was eine beständig hohe Qualität während des automatisierten Schichtverfahrens ermögliche. Für die eigentliche Ausführung nutzt das Unternehmen ein modulares Drucksystem von Peri 3D Construction, das einen Arbeitsraum von 15 Metern in der Breite sowie zehn Metern in der Höhe abdeckt. Geschäftsführer Michael Oßwald ordnet die zeitlichen Abläufe wie folgt ein: „Zwar haben wir beim Aufbau des Druckers eine etwas längere Rüstzeit gegenüber anderen Drucksystemen, bis alles steht. Aber einmal eingerichtet und kalibriert, leistet der Drucker zuverlässige und zügige Arbeit, auch bei großen Baufenstern.“
Der Druck des gesamten Erdgeschosses beanspruchte demnach sechs Arbeitstage, für das obere Stockwerk sind weitere vier Tage angesetzt. Inklusive des teilweise gedruckten Kellergeschosses ist die Gesamtbauzeit für den Rohbau auf rund sechs Wochen angesetzt.
Ein weiterer Vorteil dieses 3D-Gebäudedruckverfahrens sei die Vorabplanung der Haustechnik, denn der Drucker lasse anhand des programmierten Bauplans zielgenau Schächte für Leitungen, Rohre sowie die Elektrik frei. Zum einen entfallen dadurch nachträgliche Fräsarbeiten im Mauerwerk, zum anderen lassen sich so Handwerksarbeiten im Erdgeschoss beginnen, während das obere Stockwerk noch gedruckt wird.
Zur energetischen Dämmung des Hauses wird das Schalensystem nach Vorgaben des EH55-Standards von außen isoliert. Zudem verringere die exakte Berechnung des Druckmaterials die Verschwendung von Baustoffen auf der Baustelle, so Oßwald.