Innovation

Deshalb setzt Firma Rupp auf Häuser aus dem Drucker

Für den Häuserbau ist die Technologie noch relativ neu. Trotzdem möchte die Firma Rupp aus dem Landkreis Neu-Ulm jetzt vermehrt auf 3D-Betondruck setzen. Inzwischen ist das Pilotprojekt fertig. Aber es ist noch mehr geplant.

„Als Familienunternehmen bauen wir schon seit mehr als 25 Jahren Häuser, aber eines aus dem 3D-Drucker war auch für uns neu“, sagt Fabian Rupp, Geschäftsführer der Michael Rupp Bauunternehmung GmbH aus Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm, die gleichzeitig Bauherr und ausführender Betrieb war. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Sebastian hat er sich dem Thema Betondruck verschrieben und plant mit der Rupp Gebäudedruck GmbH im Laufe des Jahres sogar eine neue Firma dafür gründen.

Das Ziel der Brüder: den 3D-Betondruck massentauglich zu machen, um so das Bauen insgesamt nachhaltiger zu gestalten. „Durch selbstentwickelte, nachhaltige Gebäude wollen wir der Komplettanbieter für 3D-gedruckte Häuser werden und das 3D-Druckverfahren in Deutschland und Europa als sichere, günstige, schnelle und ökologisch sinnvolle Bauweise etablieren“, erklärt Sebastian Rupp.

So sieht das neue Haus aus

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Das Mehrfamilienhaus in Wallenhausen war dafür das Politprojekt und sollte zeigen, ob der Plan funktionieren kann und welche Herausforderungen noch zu meistern sind. Herausgekommen ist ein Erstlingswerk im KfW-55-Standard: Auf drei Etagen und 380 Quadratmetern Fläche sind fünf Wohnungen entstanden, die – bis auf die Musterwohnung – bereits alle vermietet sind. „Wir wollten, dass das Haus sich optimal ins Ortsbild einfügt“, erklärt Sebastian Rupp. So erhielt das Gebäude Gauben, Fensterläden, und das Steildach wurde mit Biberschwanz-Ziegeln eingedeckt. Zu jeder der vier Zweizimmerwohnungen gehört ein Kellerraum und eine Terrasse. Die einzige Vierzimmerwohnung im Haus liegt im Dachgeschoss und verfügt ebenfalls über einen Kellerraum. Außerdem befinden sich im Keller ein Wäscheraum, der gemeinsam genutzt werden kann, sowie ein Technikraum mit Heizungsanlage und Haustechnik. „Ich fand es total spannend, als einer der Ersten in einem Haus aus einem 3D-Drucker zu wohnen“, erzählt Felix Jehle, der eine Zweizimmerwohnung in dem Mehrfamilienhaus im Ortskern bezogen hat. „Eigentlich lebt man hier aber nicht anders als in jedem anderen modernen Neubau. Nur an der Außenfassade des Hauses und im Wohnzimmer, wo man als Designelement noch ein Stück der gedruckten Wand unverputzt sehen kann, erkennt man, dass das Haus anders ist als alle anderen.“

Deshalb setzt Rupp auf 3D-Druck

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„Der große Unterschied macht sich tatsächlich bei Planung und Bau bemerkbar, nicht so sehr für die Bewohner“, erläutert Fabian Rupp, „Da sind einerseits die große Planungssicherheit und die damit verbundene Zeitersparnis. Der Drucker wird mit Daten ‚gefüttert‘, die in jeder gängigen CAD-Software erstellt wurden. Er verarbeitet diese Daten und arbeitet sie einfach nacheinander ab. Dadurch lassen sich seine Arbeitszeit und der Ablauf des Bauvorhabens exakt und verlässlich planen. Da der Drucker mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Sekunde arbeitet, kann ein typisches Einfamilienhaus beispielsweise in durchschnittlich 48 Stunden fertig gedruckt sein.“ Auch lange Trocknungs- oder Wartezeiten seien kein Thema, so dass nachfolgende Gewerke ihren Einsatz exakt planen können. Da der Drucker auch gleich alle Aussparungen und Kanäle, beispielsweise für Sanitärleitungen und Elektrik, mitdruckt, müssten diese später nicht mehr herausgebrochen oder geschlitzt werden. „All dies führt zu einer nicht unerheblichen Zeitersparnis und macht den Gebäudedruck zu einer tollen Alternative zu Fertighäusern“, ist Fabian Rupp überzeugt.

Diese 3D-Druck-Projekte plant Rupp außerdem

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Gedruckt wurde das Haus in Wallenhausen in Zusammenarbeit mit der Firma Peri aus dem benachbarten Weißenhorn. Das Unternehmen ist international einer der größten Hersteller von Schalungs- und Gerüstsystemen und verkauft und vermietet seit 2020 auch Betondrucker. Die nächsten Projekte von Rupp sind unterdessen bereits in der Pipeline. „Wir werden auf jeden Fall einen Teil unserer neuen Firmenzentrale drucken“, erklärt Fabian Rupp. Eigentlich sollte damit schon begonnen werden, allerdings spürt auch die Firma Rupp die Knappheit am Baustoffmarkt. „Wir bekommen gerade einfach nicht genug Material“, sagt Fabian Rupp. Für die nächsten Aufträge von Architekten und privaten Bauherren hofft er auf eine schnelle Entspannung der Situation. Denn die fertigen Pläne liegen bereits in der Schublade und warten nur noch auf Ihre Umsetzung.

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Deshalb setzt Firma Rupp auf Häuser aus dem Drucker

Für den Häuserbau ist die Technologie noch relativ neu. Trotzdem möchte die Firma Rupp aus dem Landkreis Neu-Ulm jetzt vermehrt auf 3D-Betondruck setzen. Inzwischen ist das Pilotprojekt fertig. Aber es ist noch mehr geplant.

„Als Familienunternehmen bauen wir schon seit mehr als 25 Jahren Häuser, aber eines aus dem 3D-Drucker war auch für uns neu“, sagt Fabian Rupp, Geschäftsführer der Michael Rupp Bauunternehmung GmbH aus Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm, die gleichzeitig Bauherr und ausführender Betrieb war. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Sebastian hat er sich dem Thema Betondruck verschrieben und plant mit der Rupp Gebäudedruck GmbH im Laufe des Jahres sogar eine neue Firma dafür gründen.

Das Ziel der Brüder: den 3D-Betondruck massentauglich zu machen, um so das Bauen insgesamt nachhaltiger zu gestalten. „Durch selbstentwickelte, nachhaltige Gebäude wollen wir der Komplettanbieter für 3D-gedruckte Häuser werden und das 3D-Druckverfahren in Deutschland und Europa als sichere, günstige, schnelle und ökologisch sinnvolle Bauweise etablieren“, erklärt Sebastian Rupp.

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Deshalb setzt Rupp auf 3D-Druck

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„Der große Unterschied macht sich tatsächlich bei Planung und Bau bemerkbar, nicht so sehr für die Bewohner“, erläutert Fabian Rupp, „Da sind einerseits die große Planungssicherheit und die damit verbundene Zeitersparnis. Der Drucker wird mit Daten ‚gefüttert‘, die in jeder gängigen CAD-Software erstellt wurden. Er verarbeitet diese Daten und arbeitet sie einfach nacheinander ab. Dadurch lassen sich seine Arbeitszeit und der Ablauf des Bauvorhabens exakt und verlässlich planen. Da der Drucker mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Sekunde arbeitet, kann ein typisches Einfamilienhaus beispielsweise in durchschnittlich 48 Stunden fertig gedruckt sein.“ Auch lange Trocknungs- oder Wartezeiten seien kein Thema, so dass nachfolgende Gewerke ihren Einsatz exakt planen können. Da der Drucker auch gleich alle Aussparungen und Kanäle, beispielsweise für Sanitärleitungen und Elektrik, mitdruckt, müssten diese später nicht mehr herausgebrochen oder geschlitzt werden. „All dies führt zu einer nicht unerheblichen Zeitersparnis und macht den Gebäudedruck zu einer tollen Alternative zu Fertighäusern“, ist Fabian Rupp überzeugt.

Diese 3D-Druck-Projekte plant Rupp außerdem

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Gedruckt wurde das Haus in Wallenhausen in Zusammenarbeit mit der Firma Peri aus dem benachbarten Weißenhorn. Das Unternehmen ist international einer der größten Hersteller von Schalungs- und Gerüstsystemen und verkauft und vermietet seit 2020 auch Betondrucker. Die nächsten Projekte von Rupp sind unterdessen bereits in der Pipeline. „Wir werden auf jeden Fall einen Teil unserer neuen Firmenzentrale drucken“, erklärt Fabian Rupp. Eigentlich sollte damit schon begonnen werden, allerdings spürt auch die Firma Rupp die Knappheit am Baustoffmarkt. „Wir bekommen gerade einfach nicht genug Material“, sagt Fabian Rupp. Für die nächsten Aufträge von Architekten und privaten Bauherren hofft er auf eine schnelle Entspannung der Situation. Denn die fertigen Pläne liegen bereits in der Schublade und warten nur noch auf Ihre Umsetzung.

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