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Weinig: Produktions-Aus für zwei Werke stärkt Standort Illertissen
Restrukturierung

Weinig: Produktions-Aus für zwei Werke stärkt Standort Illertissen

Der Hauptsitz der Weinig Gruppe in Tauberbischofsheim. Foto: Weinig
Der Hauptsitz der Weinig Gruppe in Tauberbischofsheim. Foto: Weinig

Nach Großinvestitionen der letzten Jahre folgt nun ein Einschnitt: Der Konzern konzentriert seine Fertigung künftig in zwei statt in vier Werken. Der Standort Illertissen wird dadurch gestärkt und übernimmt zusätzliche Aufgaben. Die Restrukturierung hat jedoch einen Preis: Rund 400 Stellen sind von den Maßnahmen betroffen.

Die Michael Weinig AG richtet sich im Zuge der Unternehmensstrategie „Transformation 2027“ neu aus. Als direkte Konsequenz soll die Produktion an zwei statt an vier Standorten gebündelt werden: In Malterdingen (Kreis Emmendingen) und Alfeld (Kreis Hildesheim) werde es künftig keine Fertigung mehr geben, bis zu 400 Stellen könnten deshalb abgebaut werden. Der Standort Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) rückt hingegen ins Zentrum der Unternehmensstrategie.

Modernisierung begann mit Großinvestitionen

In den letzten vier Jahren hat der Spezialist für Massivholzbearbeitung mehrere Großinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro getätigt. So flossen etwa 68 Millionen Euro in eine hochautomatisierte Logistik- und Fertigungsanlage am Hauptsitz in Tauberbischofsheim. 40 Millionen Euro seien hingegen in die Erweiterung des Portfolios investiert worden, wobei Weinig nicht spezifiziert, um welche Neuerungen es sich hier konkret handelt. 12 Millionen Euro kamen dem österreichischen Standort Voitsberg zugute. Dort seien Montage, Fertigung und Logistik ausgebaut worden. Ob Teile der Produktion künftig auch nach Österreich verlagert werden, kommentiert Weinig auf Anfrage der B4B-Redaktion nicht. 

Auf Investitionen folgt Stellenabbau

Andernorts wird hingegen gekürzt, denn die Produktion in Malterdingen und Alfeld soll komplett eingestellt und anschließend verlagert werden – auch nach Illertissen. Von dieser Umstrukturierung sind laut Unternehmensangaben rund 400 Personen betroffen. Zu den Details möchte sich Weinig aktuell jedoch nicht äußern, erklärt ein Unternehmenssprecher unserer Redaktion. Somit bleibt unklar, ob alle genannten Stellen abgebaut oder Teile der Belegschaft beispielsweise nach Illertissen geholt werden. Auch die Frage, ob im Zuge des Transformationsprozesses Investitionen am bayerisch-schwäbischen Standort geplant sind, bleibt unbeantwortet. 

Grundsätzlich sei der Maschinenbauer bemüht, den Stellenabbau sozialverträglich und in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der IG Metall zu gestalten. Bereits Anfang Februar kündigte das Unternehmen den Einschnitt an, ließ aber konkrete Pläne vermissen. Günter Frey, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neu-Ulm–Günzburg, fällte damals laut Illertisser Zeitung ein deutliches Urteil: „Das ist ein Sparplan, aber kein Konzept.“

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