Interview mit Gutes von hier

Ulmer Start-up: Bayerisch-Schwaben ist „idealer“ Standort

Hendrik Mächler ist der Inhaber der Ulmer Gutes von hier GmbH. Im Interview verrät er, wie eine neue Ladeneröffnung kurz vor dem Lockdown „erstaunlich viele Anfragen“ herbeigezaubert hat und wie wichtig der Online-Handel auch für regionale Geschäfte ist.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Mächler, Sie sind Inhaber der Gutes von hier GmbH. Wie kam die Idee hierzu?

Hendrik Mächler: Ich habe immer versucht, beruflich Tätigkeiten auszuführen, die entweder Sinn oder zumindest Spaß machen. Die vertriebliche Unterstützung von regionalen Manufakturen kam als Idee quasi über Nacht – auch die Vision eines eigenen Ladens war so in etwa das erste Bild, das mir dazu in den Sinn kam.

 Welche Rolle spielt Regionalität für Sie?

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Natürlich eine sehr große, denn ohne Regionalität – und das derzeit große Interesse an ihr – gäbe es für unser Geschäftsmodell keine Grundlage. Unsere Lieferanten kommen ausschließlich aus der Region, aber auch die Kunden stammen zum überwiegenden Teil aus Baden-Württemberg und Bayern.

Geschenk-Sets sind immer ein gern gekauftes Weihnachtsgeschenk. Inwiefern der Lockdown Ihr Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt?

Ehrlich gesagt kaum – gerade, wenn Betriebe keine Weihnachtsfeier abhalten können, ihren Mitarbeitern aber dennoch etwas schenken möchten, können wir gut aushelfen. Der Fall, dass Firmen ihren Kunden Geschenksets zukommen lassen, den gab es im Jahr 2020 kaum.

 Sie haben zwei Läden in der Region ebenso wie einen Online-Shop. Haben Sie hier durch die Pandemie eine starke Verschiebung der Kundennachfrage erlebt?

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Das Online-Geschäft hat gut zugelegt, der Umsatz in unserem Ulmer Laden dagegen hat pandemiebedingt leicht abgenommen. Den Laden in Biberach haben wir erst im November eröffnet, da fehlen uns die Vergleichszahlen. Mit dem Start dort sind wir aber sehr zufrieden. Und es ist erstaunlich, welche Marketing-Wirkung die Eröffnung des Ladens in Biberach erzielt hat - da haben wir kaum Werbung gemacht, aber plötzlich kommen Anfragen, die wir in der Summe nicht erwartet hatten. Fakt ist, dass ein funktionierender Online-Kanal wichtiger geworden ist, und wenn es nur zum Stöbern ist.

 Wie haben Sie ansonsten die Auswirkungen der Pandemie gespürt?

In unserem Personalstamm haben wir Eltern, denen phasenweise die Betreuung der Kinder wegbricht und die uns damit nicht wie zuvor zur Verfügung stehen. Es gibt Tätigkeiten, die im Home-Office zu erledigen sind, aber für den stationären Verkauf und auch für das Packen von Geschenksets brauchen wir die Personal natürlich vor Ort. Mich bedrückt die Stimmung in den Straßen derzeit, und ich mache mir ständig Gedanken was man tun kann um dieses organisch gewachsene Netz an kleinen Betrieben zu unterstützen.

 Wie finanzieren Sie Ihr Unternehmen?

In den Anfangsjahren mussten wir kreativ sein und eigene Mittel heranziehen, zwei Dispos unserer Banken halfen zudem aus, um saisonale Belastungsmomente durchstehen zu können. Durch zwei weitere Gesellschafter kam neben kaufmännischem Know-How und Erfahrung in Lebensmittelhandel und -produktion auch weiteres Eigenkapital hinzu. Mittlerweile erwirtschaften wir Gewinne und sind - zumindest im Moment - nicht auf externe Geldquellen angewiesen.

 Wie bewerten Sie Bayerisch-Schwaben als Gründungsstandort?

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Für uns ist der Standort ideal. Über die wirtschaftliche Potenz der Region müssen wir überhaupt nicht reden, es gibt viele mittelständische Unternehmen, zudem gibt es hinreichend Manufakturen, die uns mit guten Produkten beliefern. Die Leute hier sind offen für Neues. Hilfreich ist auch, dass Bayern und Schwaben so ineinander übergehen.

 Ihre eigene Gründung ist nun bereits sechs Jahre her. Welche Tipps haben Sie für angehende Startup-Gründer?

Man sollte sich immer wieder Meinungen einholen und mit vielen Menschen angstfrei die eigene Idee besprechen. Letztlich gibt es eine innere Bauchstimme, die einem dann schon Bescheid sagt, ob das Projekt nur im Business-Plan funktioniert oder ob es auch eine wirkliche Nachfrage danach gibt. Bei Gutes von hier hatte ich auch in den schwierigsten Phasen immer das Gefühl, dass die Nachfrage eigentlich ausreichend ist und wir „nur“ unsere Hausaufgaben machen müssen um in die Rentabilität zu gelangen.

Gibt es konkrete Ziele für das neue Jahr 2021?

Es fällt schwer, eine belastbare Planung für das Jahr zu erstellen. Ein Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf der internen Seite: IT, Logistik, Personalschulungen, hier wollen wir uns weiter verbessern. Und natürlich wollen wir unseren Standort in Biberach weiter etablieren, dabei hoffen wir auf ein absehbares Ende des Lockdowns.

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Hendrik Mächler: Ich habe immer versucht, beruflich Tätigkeiten auszuführen, die entweder Sinn oder zumindest Spaß machen. Die vertriebliche Unterstützung von regionalen Manufakturen kam als Idee quasi über Nacht – auch die Vision eines eigenen Ladens war so in etwa das erste Bild, das mir dazu in den Sinn kam.

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Geschenk-Sets sind immer ein gern gekauftes Weihnachtsgeschenk. Inwiefern der Lockdown Ihr Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt?

Ehrlich gesagt kaum – gerade, wenn Betriebe keine Weihnachtsfeier abhalten können, ihren Mitarbeitern aber dennoch etwas schenken möchten, können wir gut aushelfen. Der Fall, dass Firmen ihren Kunden Geschenksets zukommen lassen, den gab es im Jahr 2020 kaum.

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 Wie haben Sie ansonsten die Auswirkungen der Pandemie gespürt?

In unserem Personalstamm haben wir Eltern, denen phasenweise die Betreuung der Kinder wegbricht und die uns damit nicht wie zuvor zur Verfügung stehen. Es gibt Tätigkeiten, die im Home-Office zu erledigen sind, aber für den stationären Verkauf und auch für das Packen von Geschenksets brauchen wir die Personal natürlich vor Ort. Mich bedrückt die Stimmung in den Straßen derzeit, und ich mache mir ständig Gedanken was man tun kann um dieses organisch gewachsene Netz an kleinen Betrieben zu unterstützen.

 Wie finanzieren Sie Ihr Unternehmen?

In den Anfangsjahren mussten wir kreativ sein und eigene Mittel heranziehen, zwei Dispos unserer Banken halfen zudem aus, um saisonale Belastungsmomente durchstehen zu können. Durch zwei weitere Gesellschafter kam neben kaufmännischem Know-How und Erfahrung in Lebensmittelhandel und -produktion auch weiteres Eigenkapital hinzu. Mittlerweile erwirtschaften wir Gewinne und sind - zumindest im Moment - nicht auf externe Geldquellen angewiesen.

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 Ihre eigene Gründung ist nun bereits sechs Jahre her. Welche Tipps haben Sie für angehende Startup-Gründer?

Man sollte sich immer wieder Meinungen einholen und mit vielen Menschen angstfrei die eigene Idee besprechen. Letztlich gibt es eine innere Bauchstimme, die einem dann schon Bescheid sagt, ob das Projekt nur im Business-Plan funktioniert oder ob es auch eine wirkliche Nachfrage danach gibt. Bei Gutes von hier hatte ich auch in den schwierigsten Phasen immer das Gefühl, dass die Nachfrage eigentlich ausreichend ist und wir „nur“ unsere Hausaufgaben machen müssen um in die Rentabilität zu gelangen.

Gibt es konkrete Ziele für das neue Jahr 2021?

Es fällt schwer, eine belastbare Planung für das Jahr zu erstellen. Ein Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf der internen Seite: IT, Logistik, Personalschulungen, hier wollen wir uns weiter verbessern. Und natürlich wollen wir unseren Standort in Biberach weiter etablieren, dabei hoffen wir auf ein absehbares Ende des Lockdowns.

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