Jubiläum

Ulm: Donautal-Bahn feiert 150. Geburtstag

Der Landtagsabgeordnete Dr. Hans Reichhart. Foto: Rolf Poss
Die Donautal-Bahn feiert ihr 150-jähriges Jubiläum. Im Zuge der Feier sprach der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart von einer „prosperierenden Lebensader durch Bayern“.

Gestern jährte sich eine wichtige Entscheidung für das bayerische Bahnnetz. 150 Jahre zuvor, am 29. April 1869, hatte der damalige Bayerische Landtag das Gesetz zum Bau der bayerischen Donautalbahn beschlossen. Verlaufen sollte diese zwischen Regensburg und Neuoffingen.

„Das zeigt, wie vorausschauend unsere Vorfahren für das Gemeinwohl geplant haben und wie wichtig es ist, an die Infrastruktur von morgen zu denken. Davon können sich heutzutage viele eine Scheibe abschneiden“, so der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart.

Die Bahnstrecke ist noch heute Impulsgeber für die Umgebung

Die Bahnstrecke entwickelte sich schnell zum wichtigen Impulsgeber in Bayern. „Und auch heute noch trägt sie dazu bei, dass sich die Orte entlang der Strecke weiterentwickeln. Nicht von ungefähr liegen mit Regensburg, Ingolstadt und Ulm/Neu-Ulm drei der zehn am stärksten wachsenden Großstadträume Deutschlands an dieser Lebensader“, so Reichhart weiter.

Donautal-Bahn konnte in nur fünf Jahren fertiggestellt werden

Als bayerische Donautalbahn wird heute die damals beschlossene Neubaustrecke und der folgende Abschnitt weiter nach Ulm bezeichnet. Ziel war anfangs eine bessere Anbindung von Ingolstadt. Die Strecke wurde innerhalb von nur fünf Jahren geplant und fertig gebaut. „Schon damals gab es Trassendiskussionen und eine Abwägung von Nutzen und Kosten, was beispielsweise zur Streckenführung im heutigen Landkreis Kelheim an der dortigen Kreisstadt vorbeiführte“, so Reichhart.

Donautalstrecke entlastet hohe Frequentation

Die Trasse mit einem Tunnel im Jurakalk beim Donaudurchbruch wurde schließlich zugunsten einer etwas südlicheren Linienführung über Abensberg verworfen. Vor rund 40 Jahren wurde die Donautalbahn dann gänzlich elektrifiziert Sieht man vom Abschnitt zwischen Ulm und Neuoffingen ab, dient die Donautalbahn heute in erster Linie dem Schienenpersonen-Nahverkehr und vor allem auch dem Schienengüterverkehr. Außerdem nimmt die Bahn eine wichtige Bypass-Funktion für die hochbelastete Strecke zwischen Würzburg und Regensburg ein.

Mammutprojekt Bahn: Strecke Ulm-Augsburg wird saniert

Große Veränderungen gibt es für die bayerische Donautalbahn vor allem zwischen Ulm und Neuoffingen. Dort überschneidet sie sich mit der Strecke Ulm-Augsburg. Diese stellt eines der größten Ausbauprojekte der nächsten Jahre im deutschen Bahnnetz dar. Im ersten Quartal dieses Jahres begannen bereits die Vorplanung ihres Aus- und Neubaus.

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