Fahrdienstmarkt

Demonstration: Kolonne mit über 100 Taxis in Augsburg

Neue Regelungen könnten dem Taxigewerbe zusätzliche Konkurrenz einbringen. Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen die Taxifahrer auf ihre Situation aufmerksam machen – Augsburger Fahrdienste sind mit mehr als 100 Fahrzeugen bei der Kolonne dabei.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Fahrdienstmarkt liberalisieren. Fahrdienste wie Uber aus San Francisco würden so in Konkurrenz mit den regionalen Taxiunternehmen treten. Es heißt, konkret solle die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagen abgeschafft werden. Bislang müssen diese Wagen nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zurückkehren. Aufträge von unterwegs anzunehmen, war ihnen damit bislang nicht möglich. Dennoch soll in einem Eckpunktepapier zu den möglichen Änderungen empfohlen sein, dass ein fairer Ausgleich zwischen privaten Anbietern und Bus, Bahn sowie Taxis stattfindet.

Ein weiterer Kernpunkt des Schreibens ist, dass das sogenannte Poolingverbot für Mietwagen aufgehoben werden soll. Damit dürften private Anbieter auch Poolingdienste zur Verfügung stellen. So könnten künftig Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel gleichzeitig bedient werden.

Bundesweit Demonstrationen

In der Taxibranche sorgen die möglichen Änderungen für Aufruhr. „Es geht um die Gretchenfrage: Soll der öffentliche Personennahverkehr auch künftig für die Bürger da sein? Oder soll er zum Spielball privater wirtschaftlicher Interessen werden?“, so der Präsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen, Michael Müller. „Das Eckpunktepapier aus dem Bundesverkehrsministerium bevorteilt einseitig Uber und Co und benachteiligt Taxis. Fairer Wettbewerb geht anders!“ Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Städte an der Demonstration. Neben Augsburg haben unter anderem auch Berlin, Köln, Dortmund, Bonn, Bochum, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Dresden Aktionen geplant. In kleineren Städten sollen Mahnwachen stattfinden, in vielen Telefonzentralen wird die Vermittlung zeitweise eingestellt. „Wir wollen zeigen, was passiert, wenn kein Taxi mehr verfügbar ist. Denn die Existenz des Taxigewerbes ist direkt bedroht“, unterstrich Müller.

Aktion in Augsburg

In Augsburg hat die Taxi Augsburg eG eine Mahnwache und einen Demonstrationszug veranstaltet. Zu der Kolonne haben sich zwischen 100 und 150 Taxis angemeldet, die sich nach dem Zug gegen 14 Uhr am Augsburger Rathausplatz sammelten. Die Kolonne führte von Pfersee über die Sommestraße, Bgm.-Ackermann-Straße, Rosenaustraße, Pferseer Straße zur Viktoriastraße bis auf Höhe Bahnhofstraße. Dort wendet der Demonstrationszug zur Prinzregentenstraße, über die Fuggerstraße mit einer Schleife zum Königsplatz und führt über Grottenau, Karlstraße, Karolinenstraße, Maximilianstraße, Ulrichsplatz, Maximilianstraße zum Rathausplatz.

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