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Südwestmetall hält Warnstreiks für unnötig und belastend
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Südwestmetall Bezirksgruppe Ulm

Südwestmetall hält Warnstreiks für unnötig und belastend

 Götz Maier, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall. Foto: Südwestmetall

Gewerkschaft und Arbeitgeberverbände stecken derzeit in den Tarifverhandlungen. Thema Nummer eins wie üblich: Lohnerhöhungen. Der Verband Südwestmetall bietet im Zuge der Gespräche eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent an. Das ist den Gewerkschaften jedoch nicht ausreichen. Weitere Warnstreiks und Arbeitsniederlegungen bis zur nächsten Verhandlungsrunde (11. Februar) sind angekündigt. Eine Reaktion, die seitens Südwestmetalls als „unnötig“ und „belastend für Betriebe“ bezeichnet wird.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

In den momentan laufenden Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ist kein Ende in Sicht. Trotz eines Angebots von 2,2 Prozent mehr Entgelt von Südwestmetall, wollen die Gewerkschaften mit weiteren Warnstreiks im großen Stil fortfahren. Diese kündigten an, bis zur nächsten Verhandlungsrunde (11. Februar) jeden Tag weitere Arbeitsniederlegungen zu organisieren.

Streiks laut Südwestmetall überzogen

„Warnstreiks sind unnötig und belastend für Betriebe und dies trotz eines fairen Angebots seitens der Arbeitgeber in der letzten Verhandlung“, sagt Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. „Südwestmetall bietet eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent. Mit der letzten Tariferhöhung, die noch in dieses Jahr wirkt, bedeutet dies sogar 2,53 Prozent mehr“, führt Maier weiter aus. Laut dem Arbeitgeberverband sollten Streiks, und auch Warnstreiks, das letzte Mittel des Arbeitskampfes sein.

Die Löhne steigen in den vergangenen drei Jahren bereits um 10 Prozent

Seit dem Beschäftigungstief der Wirtschaftskrise vor fünf Jahren wurden in den M+E-Unternehmen knapp 330.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies sind sogar 100.000 mehr als in der Krise abgebaut wurden – und das trotz stagnierender Produktion in den letzten zwei Jahren. „Insgesamt nimmt die Unsicherheit zu“, betont Maier. Die Konjunkturaussichten in der M+E-Industrie seien aufgrund der anhaltenden Probleme in Euro-Ländern sowie der Krisen in Nahost und der Ukraine trübe. Zudem kam es in den letzten drei Jahren bereits zu Erhöhungen von 10 Prozent. Dies entspricht im Schnitt  einem Plus von 5000 Euro jedes Jahr pro Mitarbeiter.

Wichtig beim Thema Altersteilzeit: Unterschied zwischen nicht mehr wollen und nicht mehr können

Entgegenkommende Vorschläge machte Südwestmetall der IG Metall auch beim Thema Altersteilzeit. „Die Situation bei der Altersteilzeit hat sich grundlegend verändert“, so Maier. Bei ihrer Einführung war das Ziel, junge Menschen in die Arbeit zu bringen. Nun geht es darum, ältere Mitarbeiter in den Betrieben zu halten. Stark belastete Arbeitnehmer, die in Dauernachtschicht, Dreischichtbetrieb oder unter anderen, arbeitsmedizinisch belastenden Bedingungen gearbeitet haben, sollen die Altersteilzeit natürlich weiterhin nutzen können. „Hier müssen wir ganz klar zwischen denjenigen unterscheiden, die nicht mehr arbeiten wollen und denjenigen, die nicht mehr arbeiten können“, sagt Maier.

Südwestmetall bietet einen „Sozialpakt“ bei der Bildungszeit an

Zur Thematik Bildungszeit schlug Südwestmetall den Gewerkschaften einen Sozialpakt vor. Dieser setzt an- und ungelernte Kräfte in den Fokus dieses Angebotes. So könnten diese ihre Berufsperspektiven verbessern. Bereits 86 Prozent aller M+E-Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Weiterbildungsmaßnahmen an. Bei Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es sogar ausnahmslos alle. Betriebliche Weiterbildung gehöre zum selbstverständlichen Alltag in den Betrieben. Anders wäre die Stellung der Branche auf dem Weltmarkt überhaupt nicht möglich.

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