Startup-Interview

Start-up Equil will Arbeiten im Büro gesünder machen

Constantin Diesch ist der CEO des Ulmer Startups Equil. Im Interview verrät er, wie er mit einem Haltungstrainer zum Anziehen die Arbeit am Bildschirm unterstützen will und welche Rolle eine App dabei spielt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Constantin Diesch, Sie sind der CEO von Equil. Worum handelt es sich bei Ihrem Startup?

Constantin Diesch: Wir sind ein smart Textile-Technologie-Unternehmen und haben das Equil Neck entwickelt, einen Haltungstrainer zum Anziehen für den Bildschirmarbeitsplatz. Das Equil Neck ist ein KI-gestütztes Sensor-Bio-Feedbacksystem zur nachhaltigen Entlastung der Schulter und Nackenschmerzen. Inbegriffen sind auch Dehnübungen, die die Muskulatur trainieren.

Wie kam die Idee dazu und was bedeutet der Name?

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21 Prozent aller Erwerbstätigen – das sind 9,6 Millionen Menschen – in Deutschland leiden an Schulter- und Nackenschmerzen. Zeitaufwändige Übungen und Besuche beim Physiotherapeuten bringen oft nur kurzzeitige Linderung. Mit diesen Problemen war auch ich während meiner Tätigkeit als Physiotherapeut regelmäßig konfrontiert. Die Verspannungen können für Betroffene sehr einschränkend sein und zu Kopfschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten führen. Daher habe ich überlegt, wie ich nicht nur die Symptome behandeln kann. Ich will das Problem an sich lösen und dort ansetzen, wo es entsteht – nämlich bei der Arbeit am Bildschirm. Der Name kommt von „equilibrium“, also Gleichgewicht.

 Welche Zielgruppe wollen Sie mit Ihrem Produkt ansprechen?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, die das Equil Neck im Rahmen ihres Gesundheitsmanagements ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen wollen. Natürlich sprechen wir aber über unseren Onlineshop auch Endkunden an, die ihren Büroarbeitsalltag ergonomischer und mit besserer Haltung verbringen möchten.

Ersetzen ein Nackencoach zum Anziehen und eine App die menschliche Beratung durch einen Physiotherapeuten?

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Nein, das Equil Neck ersetzt auf keinen Fall die Konsultation eines Physiotherapeuten und ist auch dafür nicht konzipiert, zumal es auch kein Medizinprodukt ist. Das Equil Neck soll als „Haltungscoach“ Büroangestellten helfen und ihre Körperwahrnehmung zu verbessern. Es ist somit eine alltagsintegrierte Hilfe für ergonomisches Arbeiten und kann Problemen vorbeugen. Über die App erinnert es an die so gerne vergessenen Hausaufgaben.

Wie wichtig ist für Sie das Thema Künstliche Intelligenz?

Das ist für uns ein sehr zentrales Thema. Der Algorithmus des Equil Neck ist so aufgebaut, dass er mit jeder Nutzung mitlernt. Das heißt er erkennt immer besser und feiner die Haltung des Nutzers, je häufiger dieser ihn verwendet.

Einer Ihrer Partner ist die Technische Hochschule Ulm (THU). Welche Bedeutung haben Partnerschaften für junge Unternehmen?

Partnerschaften haben für uns eine sehr große Bedeutung. Wir erfahren insbesondere durch die THU eine sehr große Unterstützung. Das fängt bei der Nutzung von Laboren sowie Geräten an und geht bis hin zur konkreten Beratung bei der Produktentwicklung durch Professoren und Mitarbeiter. Da jungen Unternehmen in der Regel das Know-how fehlt, sind Partnerschaften essenziell für das Vorankommen und den Erfolg. Das hilft Fehler zu vermeiden, die vielleicht nicht so einfach vorherzusehen sind.

Ihr Startup ist noch keine zwei Jahre alt. Vor welchen Herausforderungen standen Sie durch die Corona-Pandemie?

Aktuell stehen wir vor der Herausforderung, dass aufgrund der Corona-Pandemie in Unternehmen die Prioritäten anders gelegt werden und dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement aktuell eher weniger Bedeutung zugesprochen wird. Der Fokus wird aktuell auf Krisenmanagement und die Abmilderung der Folgen der Pandemie gelegt. Das macht es für uns schwer, Unternehmenskunden zu akquirieren, da dort aktuell wenig Kapazität und Zeit vorhanden ist, um neue Maßnahmen im BGM zu implementieren oder sich damit überhaupt auseinanderzusetzen. Des Weiteren hat sich unsere Produktion um mehrere Monate verschoben, sodass geplante Umsätze fehlen.

 Wie finanzieren Sie Ihr Unternehmen?

Wir haben bei der Gründung und Finanzierung staatliche Unterstützung erhalten. So wurden wir durch die beiden Programme Exist und Start-up BW Pre-Seed gefördert und haben in diesem Zuge bereits erste Business Angels an Board. Für unser zukünftiges Wachstum sind wir aktuell auf der Suche nach weiteren Investoren.

 Welche Ziele haben Sie sich für die nächsten Jahre gesteckt?

Unser Ziel ist es, Arbeiten im Büro gesünder zu machen. Dafür möchten wir zunächst Firmen in Ulm und Umgebung unterstützen und unsere Aktivitäten dann auf den DACH-Raum ausweiten. Daraufhin soll natürlich auch die Internationalisierung erfolgen. Zudem möchten wir das smart textile Sensorsystem um neue Funktionalitäten erweitern, sodass es auch für andere Bereiche neben dem Büro eingesetzt werden kann. Auch eine Zertifizierung zum Medizinprodukt streben wir langfristig an, sodass das Equil Neck auch im medizinischen Bereich, zum Beispiel in der Prävention, eingesetzt und so Kosten im Gesundheitssektor gesenkt werden können.

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Constantin Diesch: Wir sind ein smart Textile-Technologie-Unternehmen und haben das Equil Neck entwickelt, einen Haltungstrainer zum Anziehen für den Bildschirmarbeitsplatz. Das Equil Neck ist ein KI-gestütztes Sensor-Bio-Feedbacksystem zur nachhaltigen Entlastung der Schulter und Nackenschmerzen. Inbegriffen sind auch Dehnübungen, die die Muskulatur trainieren.

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 Welche Zielgruppe wollen Sie mit Ihrem Produkt ansprechen?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, die das Equil Neck im Rahmen ihres Gesundheitsmanagements ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen wollen. Natürlich sprechen wir aber über unseren Onlineshop auch Endkunden an, die ihren Büroarbeitsalltag ergonomischer und mit besserer Haltung verbringen möchten.

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Nein, das Equil Neck ersetzt auf keinen Fall die Konsultation eines Physiotherapeuten und ist auch dafür nicht konzipiert, zumal es auch kein Medizinprodukt ist. Das Equil Neck soll als „Haltungscoach“ Büroangestellten helfen und ihre Körperwahrnehmung zu verbessern. Es ist somit eine alltagsintegrierte Hilfe für ergonomisches Arbeiten und kann Problemen vorbeugen. Über die App erinnert es an die so gerne vergessenen Hausaufgaben.

Wie wichtig ist für Sie das Thema Künstliche Intelligenz?

Das ist für uns ein sehr zentrales Thema. Der Algorithmus des Equil Neck ist so aufgebaut, dass er mit jeder Nutzung mitlernt. Das heißt er erkennt immer besser und feiner die Haltung des Nutzers, je häufiger dieser ihn verwendet.

Einer Ihrer Partner ist die Technische Hochschule Ulm (THU). Welche Bedeutung haben Partnerschaften für junge Unternehmen?

Partnerschaften haben für uns eine sehr große Bedeutung. Wir erfahren insbesondere durch die THU eine sehr große Unterstützung. Das fängt bei der Nutzung von Laboren sowie Geräten an und geht bis hin zur konkreten Beratung bei der Produktentwicklung durch Professoren und Mitarbeiter. Da jungen Unternehmen in der Regel das Know-how fehlt, sind Partnerschaften essenziell für das Vorankommen und den Erfolg. Das hilft Fehler zu vermeiden, die vielleicht nicht so einfach vorherzusehen sind.

Ihr Startup ist noch keine zwei Jahre alt. Vor welchen Herausforderungen standen Sie durch die Corona-Pandemie?

Aktuell stehen wir vor der Herausforderung, dass aufgrund der Corona-Pandemie in Unternehmen die Prioritäten anders gelegt werden und dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement aktuell eher weniger Bedeutung zugesprochen wird. Der Fokus wird aktuell auf Krisenmanagement und die Abmilderung der Folgen der Pandemie gelegt. Das macht es für uns schwer, Unternehmenskunden zu akquirieren, da dort aktuell wenig Kapazität und Zeit vorhanden ist, um neue Maßnahmen im BGM zu implementieren oder sich damit überhaupt auseinanderzusetzen. Des Weiteren hat sich unsere Produktion um mehrere Monate verschoben, sodass geplante Umsätze fehlen.

 Wie finanzieren Sie Ihr Unternehmen?

Wir haben bei der Gründung und Finanzierung staatliche Unterstützung erhalten. So wurden wir durch die beiden Programme Exist und Start-up BW Pre-Seed gefördert und haben in diesem Zuge bereits erste Business Angels an Board. Für unser zukünftiges Wachstum sind wir aktuell auf der Suche nach weiteren Investoren.

 Welche Ziele haben Sie sich für die nächsten Jahre gesteckt?

Unser Ziel ist es, Arbeiten im Büro gesünder zu machen. Dafür möchten wir zunächst Firmen in Ulm und Umgebung unterstützen und unsere Aktivitäten dann auf den DACH-Raum ausweiten. Daraufhin soll natürlich auch die Internationalisierung erfolgen. Zudem möchten wir das smart textile Sensorsystem um neue Funktionalitäten erweitern, sodass es auch für andere Bereiche neben dem Büro eingesetzt werden kann. Auch eine Zertifizierung zum Medizinprodukt streben wir langfristig an, sodass das Equil Neck auch im medizinischen Bereich, zum Beispiel in der Prävention, eingesetzt und so Kosten im Gesundheitssektor gesenkt werden können.

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