Interview

Sedelhöfe Ulm sind „mit gezogener Handbremse gestartet“

Das Unternehmen DC Developments ist der Projektentwickler des Sedelhöfe-Quartiers in Ulm. Im Interview verrät der geschäftsführende Gesellschafter Lothar Schubert, weshalb sich das Projekt bereits nach der Unterschrift beim Notar gelohnt hat und inwiefern Corona das Bedürfnis nach Offline-Shopping gesteigert hat.

B4B WIRTRSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Sedelhöfe wurden im Juli des vergangenen Jahres eröffnet. Wie resümieren Sie die ersten Monate?

Lothar Schubert: Durch den Lockdown nach der Eröffnung hatte das Quartier nur einen kurzen Zeitraum, um sich als Anlaufpunkt zu etablieren. Wir sind sozusagen mit angezogener Handbremse gestartet. Noch immer ist die Pandemie und ihre Auswirkungen für den Handel eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz wurden die Sedelhöfe gut von den Ulmern und Besuchern angenommen.

Wie hat sich Corona auf Sie und Ihre Mieter ausgewirkt?

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Die Corona-Pandemie wirkt sich auf verschiedene Bereiche der Sedelhöfe aus und schon das Soft-Opening im Juli 2020 konnte nur unter sehr strengen Auflagen stattfinden. Das fehlende Weihnachtsgeschäft stellte das Quartier und dessen Mieter vor Herausforderungen, auf die viele von ihnen mit Services wie Click & Collect, Lieferservice und Take-Away sowie ihrem Onlineshop reagierten. Auch uns von DC Developments stellt die Pandemie vor Herausforderungen, doch können wir Dank der Technik von heute Verhandlungen, Meetings und das allgemeine Tagesgeschäft größtenteils online erledigen.

Weshalb haben Sie sich für eine Kombination aus Wohnen, Gastronomie, ärztlicher Versorgung und Einzelhandel entschieden?

Unsere Vision der Sedelhöfe war ein offenes Quartier, ein Ort der kurzen Wege, der auch nach Ladenschluss belebt ist. Die Durchmischung sorgt für einen lebendigen Branchenmix, der neue Synergien hervorbringt.

Ist inzwischen die komplette Fläche vermietet?

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Nein, es sind noch einige wenige Flächen verfügbar. Obwohl wir auch während der Pandemie weitere Mieter für den Standort gewinnen konnten, wurden wir durch Corona ausgebremst. Durch die Schließungen im Handel und der Appell zum Home-Office, setzen einige Unternehmen ihre Suche nach neuen Flächen zeitweise aus. Wir führen aber weiterhin Gespräche potenziellen Mietern und freuen uns, hier bald Neuigkeiten zu verkünden.

Welche Rolle spielt für Sie die Nähe zum Hauptbahnhof?

Die Sedelhöfe sind das erste, was man sieht, wenn man den Hauptbahnhof in Ulm verlässt. Sie sind das neue Eingangstor zur Stadt. Es macht uns stolz so ein besonderes Stück Stadt gebaut zu haben. Pendler und Reisende können sich hier für ihre Weiterfahrt versorgen, die Ulmer für den Alltag. Das Quartier verbindet den Hauptbahnhof mit der Altstadt und erweitert die viel besuchte Fußgängerzone.

Rund 270 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Wann wird sich diese Summe ausgezahlt haben?

Als Eigentümer rentiert sich ein Projekt bereits nach der Unterschrift beim Notar. Wir hatten mit den Sedelhöfen die Chance, ein Eingangstor zur Stadt zu gestalten, das passiert so kein zweites Mal und ist eine unbezahlbare Erfahrung.

Der Trend geht immer mehr zum Online-Shopping. Wie konnten Sie trotzdem bekannte Mieter wie Zalando und TK Maxx überzeugen?

Der Trend zeigt jedoch auch, dass Marken, die sich bereits online einen Namen gemacht haben, vermehrt auf die Fläche ziehen. Neben der Tatsache, dass bewusster Konsum, statt massenhafte Online-Bestellungen für die Kunden immer wichtiger wird, haben die Menschen nach wie vor Spaß daran durch die Läden zu bummeln und sofort ohne Lieferzeit zu shoppen. Gerade Corona hat nochmal gezeigt, wie groß das Bedürfnis auch nach einer Offline-Shopping-Erfahrung ist.

Wie stellen Sie sich die Ulmer Innenstadt in zehn Jahren vor?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Sedelhöfe hier ein Vorbild sein können und die Ulmer Innenstadt noch stärker von Durchmischung gekennzeichnet sein wird. Aber auch, dass eventuell auch der Wohnanteil noch weiter ansteigen wird.

Wie bewerten Sie den Standort Ulm?

Der Standort ist als Oberzentrum für uns besonders spannend. Durch die Nähe zur Landesgrenze sieht sich das Einzugsgebiet über Bayern und Baden-Württemberg. Ulm befindet sich stetig im Wachstum und ist hier zukunftsweisend für die gesamte Region. Ulm bietet einen idealen Mix aus historischer Geschichte und Modernität und ist als Universitätsstadt auch bei jungen Menschen sehr beliebt.

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B4B WIRTRSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Sedelhöfe wurden im Juli des vergangenen Jahres eröffnet. Wie resümieren Sie die ersten Monate?

Lothar Schubert: Durch den Lockdown nach der Eröffnung hatte das Quartier nur einen kurzen Zeitraum, um sich als Anlaufpunkt zu etablieren. Wir sind sozusagen mit angezogener Handbremse gestartet. Noch immer ist die Pandemie und ihre Auswirkungen für den Handel eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz wurden die Sedelhöfe gut von den Ulmern und Besuchern angenommen.

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Welche Rolle spielt für Sie die Nähe zum Hauptbahnhof?

Die Sedelhöfe sind das erste, was man sieht, wenn man den Hauptbahnhof in Ulm verlässt. Sie sind das neue Eingangstor zur Stadt. Es macht uns stolz so ein besonderes Stück Stadt gebaut zu haben. Pendler und Reisende können sich hier für ihre Weiterfahrt versorgen, die Ulmer für den Alltag. Das Quartier verbindet den Hauptbahnhof mit der Altstadt und erweitert die viel besuchte Fußgängerzone.

Rund 270 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Wann wird sich diese Summe ausgezahlt haben?

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Der Trend geht immer mehr zum Online-Shopping. Wie konnten Sie trotzdem bekannte Mieter wie Zalando und TK Maxx überzeugen?

Der Trend zeigt jedoch auch, dass Marken, die sich bereits online einen Namen gemacht haben, vermehrt auf die Fläche ziehen. Neben der Tatsache, dass bewusster Konsum, statt massenhafte Online-Bestellungen für die Kunden immer wichtiger wird, haben die Menschen nach wie vor Spaß daran durch die Läden zu bummeln und sofort ohne Lieferzeit zu shoppen. Gerade Corona hat nochmal gezeigt, wie groß das Bedürfnis auch nach einer Offline-Shopping-Erfahrung ist.

Wie stellen Sie sich die Ulmer Innenstadt in zehn Jahren vor?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Sedelhöfe hier ein Vorbild sein können und die Ulmer Innenstadt noch stärker von Durchmischung gekennzeichnet sein wird. Aber auch, dass eventuell auch der Wohnanteil noch weiter ansteigen wird.

Wie bewerten Sie den Standort Ulm?

Der Standort ist als Oberzentrum für uns besonders spannend. Durch die Nähe zur Landesgrenze sieht sich das Einzugsgebiet über Bayern und Baden-Württemberg. Ulm befindet sich stetig im Wachstum und ist hier zukunftsweisend für die gesamte Region. Ulm bietet einen idealen Mix aus historischer Geschichte und Modernität und ist als Universitätsstadt auch bei jungen Menschen sehr beliebt.

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