Handwerkskammer Ulm

Rundfunkbeitrag: HWK sieht keine Entlastung

Hauptgeschäftsführer Thomas Mehlich will eine Senkung der Rundfunkgebühren für Unternehmen. Foto: HWK Ulm

Handwerksbetriebe werden in Deutschland durch die Rundfunkgebühren erheblich belastet. Die erhobene Höhe der Gebühren ist dabei oft fragwürdig. Die Handwerkskammer Ulm setzt sich jetzt für eine verbesserte Neuregelung ein.

Beim Rundfunkbeitrag werden Handwerksbetriebe nach wie vor über Gebühr belastet. Vor allem Unternehmen mit vielen Fahrzeugen und mehreren Standorten oder vielen Teilzeitkräften sind erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt. Dabei spielt die Rundfunknutzung im Betriebsalltag keine oder eine allenfalls sehr eingeschränkte Rolle. Die Handwerkskammer Ulm setzt sich daher weiter für eine sachgerechte und langfristig sichere Neuordnung der Rundfunkfinanzierung ein.

Handwerkskammer Ulm will Unternehmen schützen

„Eine Bäckerei mit 15 Standorten und 65 Mitarbeitern bezahlt rund ein Drittel mehr als ein Betrieb mit nur einem Standort“, nennt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, ein Beispiel. Das Handwerk in Baden-Württemberg begrüßt die Signale der Landesregierung und des Rundfunkrates: Mit einer Senkung des Beitrags um 48 Cent wird ein erster entsprechender Schritt gegangen. Laut Mehlich gilt es in der zweiten Evaluationsrunde, die unverhältnismäßige Belastung der Handwerksbetriebe zu überdenken. 

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk verliert Akzeptanz bei Unternehmen

Das Handwerk steht zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zur Sicherung seiner finanziellen Basis. Jetzt ist die Politik gefragt: Nachbesserungen im Staatsvertrag müssen angepackt und Systemfehler beseitigt werden: „Sonst ist die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei den Unternehmen nicht mehr gesichert. Mit der Herausnahme der gewerblichen Fahrzeuge wäre eine wesentliche Quelle der Zusatzbelastung für die Unternehmen leicht zu beseitigen“, schlägt Mehlich vor. Auch bei Betrieben mit vielen Teilzeitbeschäftigten, wie bei den Gebäudereinigern, muss eine entlastende Regelung gefunden werden. Es ist nicht einzusehen, weshalb der Betrieb volle Gebühren bezahlen soll, wenn der Arbeitnehmer nur zu einem Drittel beschäftigt ist. Nicht zuletzt führt die Erfassung von einzelnen Betriebsstätten und Fahrzeugen zu vielen Streitfällen und ausufernder Bürokratie. Mehlich zeigt sich enttäuscht: „Dabei war es ausdrücklich das Ziel, die Rundfunkfinanzierung zu vereinfachen.“ Viele Unternehmen möchten im Rahmen des drohenden Fachkräftemangels mehr Mitarbeiter einstellen. Es ist mehr als sinnvoll, die Maßnahmen zu überdenken, die diese Unternehmen erheblich belasten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Handwerkskammer Ulm

Rundfunkbeitrag: HWK sieht keine Entlastung

Hauptgeschäftsführer Thomas Mehlich will eine Senkung der Rundfunkgebühren für Unternehmen. Foto: HWK Ulm

Handwerksbetriebe werden in Deutschland durch die Rundfunkgebühren erheblich belastet. Die erhobene Höhe der Gebühren ist dabei oft fragwürdig. Die Handwerkskammer Ulm setzt sich jetzt für eine verbesserte Neuregelung ein.

Beim Rundfunkbeitrag werden Handwerksbetriebe nach wie vor über Gebühr belastet. Vor allem Unternehmen mit vielen Fahrzeugen und mehreren Standorten oder vielen Teilzeitkräften sind erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt. Dabei spielt die Rundfunknutzung im Betriebsalltag keine oder eine allenfalls sehr eingeschränkte Rolle. Die Handwerkskammer Ulm setzt sich daher weiter für eine sachgerechte und langfristig sichere Neuordnung der Rundfunkfinanzierung ein.

Handwerkskammer Ulm will Unternehmen schützen

„Eine Bäckerei mit 15 Standorten und 65 Mitarbeitern bezahlt rund ein Drittel mehr als ein Betrieb mit nur einem Standort“, nennt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, ein Beispiel. Das Handwerk in Baden-Württemberg begrüßt die Signale der Landesregierung und des Rundfunkrates: Mit einer Senkung des Beitrags um 48 Cent wird ein erster entsprechender Schritt gegangen. Laut Mehlich gilt es in der zweiten Evaluationsrunde, die unverhältnismäßige Belastung der Handwerksbetriebe zu überdenken. 

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk verliert Akzeptanz bei Unternehmen

Das Handwerk steht zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zur Sicherung seiner finanziellen Basis. Jetzt ist die Politik gefragt: Nachbesserungen im Staatsvertrag müssen angepackt und Systemfehler beseitigt werden: „Sonst ist die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei den Unternehmen nicht mehr gesichert. Mit der Herausnahme der gewerblichen Fahrzeuge wäre eine wesentliche Quelle der Zusatzbelastung für die Unternehmen leicht zu beseitigen“, schlägt Mehlich vor. Auch bei Betrieben mit vielen Teilzeitbeschäftigten, wie bei den Gebäudereinigern, muss eine entlastende Regelung gefunden werden. Es ist nicht einzusehen, weshalb der Betrieb volle Gebühren bezahlen soll, wenn der Arbeitnehmer nur zu einem Drittel beschäftigt ist. Nicht zuletzt führt die Erfassung von einzelnen Betriebsstätten und Fahrzeugen zu vielen Streitfällen und ausufernder Bürokratie. Mehlich zeigt sich enttäuscht: „Dabei war es ausdrücklich das Ziel, die Rundfunkfinanzierung zu vereinfachen.“ Viele Unternehmen möchten im Rahmen des drohenden Fachkräftemangels mehr Mitarbeiter einstellen. Es ist mehr als sinnvoll, die Maßnahmen zu überdenken, die diese Unternehmen erheblich belasten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben