Universität Ulm

Quanten-Institut des DLR kommt an die Universität Ulm

Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm. Foto: Stadt Ulm
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Gelder für den Aufbau eines DLR-Institutes für Quantentechnologie auf dem Campus der Universität Ulm bewilligt.

Das neue Institut wird sich mit der Entwicklung von Quantentechnologien für Satelliten beschäftigen. Es erhält eine Finanzierung von rund 11 Millionen Euro pro Jahr. Der Bund verantwortet 90 Prozent der Summe, der Rest wird vom Land getragen. Vorausgegangen waren monatelange intensive Gespräche und Abstimmungen insbesondere mit dem DLR, der Universität Ulm, dem Bundeswirtschaftsministerium und anderen Abgeordneten.

„Harte politische Fleißarbeit“

„Der Einsatz hat sich sichtlich gelohnt“, freut sich Ronja Kemmer, MdB. „Es wurden hier keine verfrühten Weihnachtsgeschenke verteilt. Es war harte politische Fleißarbeit, die letztendlich zum Erfolg geführt hat.“ Inhaltlich wird das neue DLR-Institut für Quantentechnologie anwendungsorientiert forschen und so eine Brücke zwischen universitärer Grundlagenforschung und der industriellen Anwendung bilden. Die Rolle Ulms und der Region als Innovations-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort wird damit weiter gestärkt. Zudem soll die regionale Industrie durch den Technologietransfer profitieren.

„Entscheidung unterstreicht Ulms Innovationskraft“

„Die Entscheidung für Ulm unterstreicht die Innovationskraft unserer Heimat und stärkt gleichzeitig die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung in der Zukunft. Und wo könnte die Kombination aus Quantenphysik und Raumfahrt besser aufgehoben sein als in der Geburtsstadt Albert Einsteins?“, so Ronja Kemmer. Endgültig wird der Bundeshaushalt 2019 in der Sitzung des Bundestags am 23. November 2018 beschlossen.

Zum Hintergrund: Quantentechnologie

Die Gründung des DLR-Instituts in Ulm erfolgt im Rahmen des Programms der Bundesregierung zur Quantentechnologie, welches Ende September 2018 vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Neben dem DLR-Institut in Ulm wird auch ein DLR-Institut in Hannover und ein DLR-Kompetenzzentrum in Oberpfaffenhofen gegründet. Diese drei Institute arbeiten im Verbund. Es gilt, eine Abhängigkeit von den USA und China bei einer revolutionären Schlüsseltechnologie in diesem systemrelevanten Infrastruktursektor zu verhindern und die technologische Souveränität Europas im Bereich der Satelliteninfrastruktur zu sichern.

Die Möglichkeiten für den Einsatz der Quantentechnologie sind so groß, dass sie erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft haben und auch sicherheitspolitisch von hoher Relevanz sind. Wichtiger Einsatzbereich der Quantentechnologie ist die Satellitentechnik. In diesem Bereich steht die Quantentechnologie schon an der Schwelle der Einsatzreife.

Ende Oktober wurde ein neues DLR-Zentrum in Augsburg feierlich eingeweiht. Dieses hat seinen Schwerpunkt im Bereich Gasturbinen. Es arbeitet im Verbund mit den Standort Dresden und Hamburg.

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Das neue Institut wird sich mit der Entwicklung von Quantentechnologien für Satelliten beschäftigen. Es erhält eine Finanzierung von rund 11 Millionen Euro pro Jahr. Der Bund verantwortet 90 Prozent der Summe, der Rest wird vom Land getragen. Vorausgegangen waren monatelange intensive Gespräche und Abstimmungen insbesondere mit dem DLR, der Universität Ulm, dem Bundeswirtschaftsministerium und anderen Abgeordneten.

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Die Möglichkeiten für den Einsatz der Quantentechnologie sind so groß, dass sie erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft haben und auch sicherheitspolitisch von hoher Relevanz sind. Wichtiger Einsatzbereich der Quantentechnologie ist die Satellitentechnik. In diesem Bereich steht die Quantentechnologie schon an der Schwelle der Einsatzreife.

Ende Oktober wurde ein neues DLR-Zentrum in Augsburg feierlich eingeweiht. Dieses hat seinen Schwerpunkt im Bereich Gasturbinen. Es arbeitet im Verbund mit den Standort Dresden und Hamburg.

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