Forschungsjubiläum

10 Jahre DLR-Zentrum für Leichtbau-Technologie in Augsburg

Rundgang im ZLP Augsburg. Foto: DLR
Am 15. Mai 2019 feierte das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) sein zehnjähriges Jubiläum. Rund 200 Gäste aus Politik, Industrie und Forschung kamen im festlichen Rahmen zusammen.

Das diesjährige Produktionstechnik-Kolloquium des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg hatte einen besonderen Anlass: sein zehnjähriges Jubiläum. „Das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie hat sich als starker Forschungspartner in der Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie etabliert – regional wie auch auf nationaler und internationaler Ebene, darauf sind wir sehr stolz. Mit der durchgängig digitalen Nutzung von Daten und dem Einsatz von KI-Werkzeugen eröffnet das ZLP Augsburg zudem neue Potenziale für den Leichtbau, so dass das DLR auch seine Position als Technologietreiber künftig weiter ausbauen kann“, freute sich Klaus Hamacher, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR.

Augsburg ist ein „wohl gewählter Standort“

Gründung und Aufbau des ZLP wurden von der Bayerischen Staatsregierung von Beginn an eng begleitet. „Das ZLP hat sich als feste Größe in Wissenschaft und Wirtschaft etabliert. In Sachen carbonfaserverstärkte Kunststoffe nimmt es eine Spitzenposition in Bayern und Deutschland ein. Augsburg ist mit dem Innovationspark ein wohl gewählter Standort. Von der engen Vernetzung von Forschung, Industrie und Lehre profitieren alle Seiten“, erklärt Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Die Stadt Augsburg, ein weiterer enger Wegbegleiter des ZLP, wurde bei der feierlichen Eröffnung des Jubiläumskolloquiums durch Bürgermeisterin Eva Weber vertreten.

Leichtbau für die Luft- und Raumfahrt

Die Anforderungen an die moderne Luftfahrt sind klar: leichter, treibstoffarm und freundlicher in der Schadstoff-Bilanz. Diese Ziele sollen durch Leichtbau erfüllt werden. Faserverstärkte Kunststoffe und andere Verbundstrukturen können ihre Eigenschaften dann optimal einbringen, wenn die Produktionsprozesse darauf abgestimmt sind. Die dazu notwendigen neuartigen Technologien und Verfahren erforscht und entwickelt das ZLP in Augsburg seit zehn Jahren industrienah mit großem Erfolg.

Um bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen auch die hohen Qualitätsanforderungen der Luftfahrt erfüllen zu können, entwickeln die Experten automatisierte Prozesse mit robotischen Greifern. So soll eine reproduzierbare Qualität gesichert und die komplexen Materialen auch kosten- und zeiteffizient verarbeitet werden, bei einer sicheren Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Vom Drei-Mann-Standort zu Laborhalle und Bürokomplex

Nach den Anfängen 2009 im SIGMA Technopark mit drei Mitarbeitern, erfolgte zwei Jahre später bereits die Gründung und der Aufbau eines eigenständigen DLR-Standortes Augsburg. Die neue Technologiehalle des ZLP wurde speziell für Forschungsarbeiten im Industriemaßstab ausgelegt und im Mai 2013 eingeweiht. Mit inzwischen insgesamt rund 60 Mitarbeitern sind die große Laborhalle und der angegliederten Bürokomplex des ZLP heute ausgelastet. Im Fokus der Arbeiten steht insbesondere die flexible, roboterbasierte Automatisierung und Digitalisierung der Leichtbauproduktion.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Forschungsjubiläum

10 Jahre DLR-Zentrum für Leichtbau-Technologie in Augsburg

Rundgang im ZLP Augsburg. Foto: DLR
Am 15. Mai 2019 feierte das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) sein zehnjähriges Jubiläum. Rund 200 Gäste aus Politik, Industrie und Forschung kamen im festlichen Rahmen zusammen.

Das diesjährige Produktionstechnik-Kolloquium des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg hatte einen besonderen Anlass: sein zehnjähriges Jubiläum. „Das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie hat sich als starker Forschungspartner in der Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie etabliert – regional wie auch auf nationaler und internationaler Ebene, darauf sind wir sehr stolz. Mit der durchgängig digitalen Nutzung von Daten und dem Einsatz von KI-Werkzeugen eröffnet das ZLP Augsburg zudem neue Potenziale für den Leichtbau, so dass das DLR auch seine Position als Technologietreiber künftig weiter ausbauen kann“, freute sich Klaus Hamacher, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR.

Augsburg ist ein „wohl gewählter Standort“

Gründung und Aufbau des ZLP wurden von der Bayerischen Staatsregierung von Beginn an eng begleitet. „Das ZLP hat sich als feste Größe in Wissenschaft und Wirtschaft etabliert. In Sachen carbonfaserverstärkte Kunststoffe nimmt es eine Spitzenposition in Bayern und Deutschland ein. Augsburg ist mit dem Innovationspark ein wohl gewählter Standort. Von der engen Vernetzung von Forschung, Industrie und Lehre profitieren alle Seiten“, erklärt Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Die Stadt Augsburg, ein weiterer enger Wegbegleiter des ZLP, wurde bei der feierlichen Eröffnung des Jubiläumskolloquiums durch Bürgermeisterin Eva Weber vertreten.

Leichtbau für die Luft- und Raumfahrt

Die Anforderungen an die moderne Luftfahrt sind klar: leichter, treibstoffarm und freundlicher in der Schadstoff-Bilanz. Diese Ziele sollen durch Leichtbau erfüllt werden. Faserverstärkte Kunststoffe und andere Verbundstrukturen können ihre Eigenschaften dann optimal einbringen, wenn die Produktionsprozesse darauf abgestimmt sind. Die dazu notwendigen neuartigen Technologien und Verfahren erforscht und entwickelt das ZLP in Augsburg seit zehn Jahren industrienah mit großem Erfolg.

Um bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen auch die hohen Qualitätsanforderungen der Luftfahrt erfüllen zu können, entwickeln die Experten automatisierte Prozesse mit robotischen Greifern. So soll eine reproduzierbare Qualität gesichert und die komplexen Materialen auch kosten- und zeiteffizient verarbeitet werden, bei einer sicheren Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Vom Drei-Mann-Standort zu Laborhalle und Bürokomplex

Nach den Anfängen 2009 im SIGMA Technopark mit drei Mitarbeitern, erfolgte zwei Jahre später bereits die Gründung und der Aufbau eines eigenständigen DLR-Standortes Augsburg. Die neue Technologiehalle des ZLP wurde speziell für Forschungsarbeiten im Industriemaßstab ausgelegt und im Mai 2013 eingeweiht. Mit inzwischen insgesamt rund 60 Mitarbeitern sind die große Laborhalle und der angegliederten Bürokomplex des ZLP heute ausgelastet. Im Fokus der Arbeiten steht insbesondere die flexible, roboterbasierte Automatisierung und Digitalisierung der Leichtbauproduktion.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben