Infrastruktur-Projekt

Planung für Regio-S-Bahn Donau-Iller geht in die nächste Etappe

Bayern und Baden-Württemberg heben das länderübergreifende Projekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ auf die nächste Ebene. Nun wird eine Überprüfung anberaumt, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen soll.

Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann haben sich zu einer weiteren Stärkung des länderübergreifenden Schienenverkehrs bekannt. Gemeinsam mit dem Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch und dem Landrat des Landkreises Neu-Ulm, Thorsten Freudenberger, haben sie den offiziellen Startschuss für eine Nutzen-Kosten-Analyse des Gesamtprojekts gegeben.

Diese wird von der Region in Auftrag gegeben und von beiden Ländern zu jeweils einem Sechstel mitfinanziert. Ziel ist es, im Falle einer positiven Untersuchung, den Bund zu überzeugen, das Projekt länderübergreifend zu fördern.

„Mobilität hört nicht an Ländergrenzen auf“

„Mobilität hört nicht an Ländergrenzen auf. Ganz im Gegenteil: Der länderübergreifende Schienenpersonen-Nahverkehr ist das Rückgrat der öffentlichen Mobilität in der prosperierenden Region Donau-Iller. Deshalb freut es mich, dass wir gemeinsam mit Baden-Württemberg und der gesamten Region weiter an einem S-Bahn-ähnlichen Verkehr arbeiten und heute die nächste Etappe erreichen“, so Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart.

Und weiter: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den für Schieneninfrastruktur zuständigen Bund nicht nur mit dem verkehrlichen Mehrwert überzeugen werden, sondern gerade auch deshalb, weil wir hier gemeinsam mit der sehr engagierten Region an einem Strang ziehen.“

Das Ziel der Regio-S-Bahn Donau-Diller

Die Regio-S-Bahn Donau-Iller soll das Mobilitätsangebot in der Region verbessern und helfen, einheitliche Standards im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) zu etablieren. Dies sollte beispielsweise durch eine engere Taktung, barrierefreies Ein- und Aussteigen sowie bessere Verknüpfungen mit anderen Angeboten des Schienen- und öffentlichen Nahverkehrs geschehen. Hierfür seien Ausbauten an den Strecken Aalen – Ulm (Brenzbahn), Neu-Ulm – Memmingen (Illertalbahn), Ulm – Riedlingen (Donautalbahn) und Ulm – Aulendorf (Südbahn) sowie deren Stationen notwendig.

Das sind die Voraussetzungen für eine Förderung

Schon im Oktober 2018 haben die Länder Baden-Württemberg und Bayern jeweils mit der Region Donau-Iller eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit dieser sagten sie ihre grundsätzliche Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes zu.

Bei der nun kommenden Untersuchung wird der Nutzen, der durch dieses Projekt entstehen könnte, den Kosten für den Ausbau des Schienennetzes gegenübergestellt. Im Nutzen spielen dabei nicht nur verkehrliche Aspekte eine Rolle, sondern auch die Effekte auf Umwelt und Gesundheit. Sofern sich für das Nutzen-Kosten-Verhältnis ein Wert von mindestens 1,0 ergibt, ist das Projekt wirtschaftlich vorteilhaft; kann daher vom Bund gefördert werden.

Hier besteht sowohl in Bayern, als auch in Baden-Württemberg Handlungsbedarf

Auf baden-württembergischer Seite soll vor allem das Verkehrsangebot auf der Donautal- und Brenzbahn, wie auf der Südbahn ausgeweitet werden. Im bayerischen Bahnnetz hingegen wird das Hauptaugenmerk auf der noch eingleisigen Illertalbahn liegen. Diese soll bis nach Weißenhorn elektrifiziert werden. Die Basis hierfür lieferten einige Infrastrukturverbesserungen, die teilweise bereits umgesetzt wurden. So wurde beispielsweise die Bahnstrecke von Senden nach Weißenhorn 2013 reaktiviert, der Ausbau des Bahnhofs Senden samt Elektronischem Stellwerk und die Umsetzung von neuen Haltepunkten rund um Memmingen stehen noch bevor.

„Wir sind froh, dass wir gemeinsam in die weitere Projektumsetzung einsteigen“

„Wir freuen uns in der Region außerordentlich, dass wir nun im Schulterschluss mit beiden Ländern das Projekt der Regio-S-Bahn Donau- Iller weiter entwickeln können“, so der Ulmer Oberbürgermeister und Vorsitzende des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller, Gunter Czisch. „In den letzten Jahren haben wir hart dafür gearbeitet, dass wir dieses Projekt mit beiden Bundesländern vorantreiben können. Daher sind wir sehr froh, dass wir ab heute gemeinsam in die weitere Projektumsetzung einsteigen“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende und Landrat des Landkreises Neu-Ulm, Thorsten Freudenberger.

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Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann haben sich zu einer weiteren Stärkung des länderübergreifenden Schienenverkehrs bekannt. Gemeinsam mit dem Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch und dem Landrat des Landkreises Neu-Ulm, Thorsten Freudenberger, haben sie den offiziellen Startschuss für eine Nutzen-Kosten-Analyse des Gesamtprojekts gegeben.

Diese wird von der Region in Auftrag gegeben und von beiden Ländern zu jeweils einem Sechstel mitfinanziert. Ziel ist es, im Falle einer positiven Untersuchung, den Bund zu überzeugen, das Projekt länderübergreifend zu fördern.

„Mobilität hört nicht an Ländergrenzen auf“

„Mobilität hört nicht an Ländergrenzen auf. Ganz im Gegenteil: Der länderübergreifende Schienenpersonen-Nahverkehr ist das Rückgrat der öffentlichen Mobilität in der prosperierenden Region Donau-Iller. Deshalb freut es mich, dass wir gemeinsam mit Baden-Württemberg und der gesamten Region weiter an einem S-Bahn-ähnlichen Verkehr arbeiten und heute die nächste Etappe erreichen“, so Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart.

Und weiter: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den für Schieneninfrastruktur zuständigen Bund nicht nur mit dem verkehrlichen Mehrwert überzeugen werden, sondern gerade auch deshalb, weil wir hier gemeinsam mit der sehr engagierten Region an einem Strang ziehen.“

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Die Regio-S-Bahn Donau-Iller soll das Mobilitätsangebot in der Region verbessern und helfen, einheitliche Standards im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) zu etablieren. Dies sollte beispielsweise durch eine engere Taktung, barrierefreies Ein- und Aussteigen sowie bessere Verknüpfungen mit anderen Angeboten des Schienen- und öffentlichen Nahverkehrs geschehen. Hierfür seien Ausbauten an den Strecken Aalen – Ulm (Brenzbahn), Neu-Ulm – Memmingen (Illertalbahn), Ulm – Riedlingen (Donautalbahn) und Ulm – Aulendorf (Südbahn) sowie deren Stationen notwendig.

Das sind die Voraussetzungen für eine Förderung

Schon im Oktober 2018 haben die Länder Baden-Württemberg und Bayern jeweils mit der Region Donau-Iller eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit dieser sagten sie ihre grundsätzliche Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes zu.

Bei der nun kommenden Untersuchung wird der Nutzen, der durch dieses Projekt entstehen könnte, den Kosten für den Ausbau des Schienennetzes gegenübergestellt. Im Nutzen spielen dabei nicht nur verkehrliche Aspekte eine Rolle, sondern auch die Effekte auf Umwelt und Gesundheit. Sofern sich für das Nutzen-Kosten-Verhältnis ein Wert von mindestens 1,0 ergibt, ist das Projekt wirtschaftlich vorteilhaft; kann daher vom Bund gefördert werden.

Hier besteht sowohl in Bayern, als auch in Baden-Württemberg Handlungsbedarf

Auf baden-württembergischer Seite soll vor allem das Verkehrsangebot auf der Donautal- und Brenzbahn, wie auf der Südbahn ausgeweitet werden. Im bayerischen Bahnnetz hingegen wird das Hauptaugenmerk auf der noch eingleisigen Illertalbahn liegen. Diese soll bis nach Weißenhorn elektrifiziert werden. Die Basis hierfür lieferten einige Infrastrukturverbesserungen, die teilweise bereits umgesetzt wurden. So wurde beispielsweise die Bahnstrecke von Senden nach Weißenhorn 2013 reaktiviert, der Ausbau des Bahnhofs Senden samt Elektronischem Stellwerk und die Umsetzung von neuen Haltepunkten rund um Memmingen stehen noch bevor.

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