Partnerschaft zwischen HNU und Kenyatta University

Neues Projekt: Hochschule Neu-Ulm fördert Gründergeist in Kenia

Die HNU fördert den Gründergeist in Kenia. Foto: David Manetsgruber/Hochschule Neu-Ulm
Gemeinsam mit der Kenyatta University nahe Nairobi startet die Hochschule Neu-Ulm (HNU) ein Entrepreneur-Projekt. Dieses soll Studierenden helfen, erfolgreiche Startups zu gründen. Professoren der Hochschulen und Unternehmen beider Länder wollen mit Schulungen die praxisorientierte Hochschulbildung in Kenia fördern.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten die beiden Hochschulen mit Wirtschaftspartnern zusammen. Diese geben gemeinsam mit Professoren der HNU und unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Bayer ihr Know-how an kenianische Dozenten weiter, die dieses Wissen wiederum an die Studierenden vermitteln. Als Praxispartner wirken die Raach Solar GmbH in Dettingen sowie die Booth Extrusions Ltd. in Kenia.

Neue Geschäftsideen sollen zu erfolgreichen Startups werden

In Tandems erarbeiten die kenianischen Studierenden mit Studierenden der HNU neue Geschäftsideen. Diese werden in erfolgreiche Startups, vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien, überführt. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Es wird im Rahmen des Förderprogramms „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert.

Hochschulbildung mit stärkerem Praxisbezug

Die kenianische Hochschulbildung hat in den letzten Jahren eine rasante Wachstumsphase erlebt. Heute gibt es dort sechsmal mehr Hochschulen als noch vor zehn Jahren. Laut DAAD führten demografischer Wandel und kostenlose Schulbildung dazu, dass sich die Zahl der Studierenden allein in den Jahren von 2012 bis 2014 verdoppelt hat. Im Programm „Applied Entrepreneurship and duation Aadey“ wird den Studierenden nun eine Hochschulbildung mit stärkerem Praxisbezug ermöglicht.

HNU-Studierende erfolgreich bei Startup-Wettbewerb

An der Hochschule Neu-Ulm ist der Bezug zur Praxis bereits fest etabliert. So konnte erst kürzlich ein Studierenden-Team beim Gründer-Wettbewerb „Startup Weekend Oulu“ in Finnland überzeugen. Die Studierenden haben ein Konzept für ein Programm entwickelt, das Anleitungen für 3D-LEGO-Modelle zum Nachbauen erstellt. Für die Umsetzung ihrer Idee bekommen Tim Hoffmann und Mona Faißt Unterstützung aus dem Studiengang Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation. Sie setzten sich gegen über 60 Teilnehmer zehn verschiedener Nationalitäten durch und belegten den ersten Platz.

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