IHK Ulm

Konjunkturgespräch der IHK, DIHK-Chefvolkswirt zuversichtlich

Jonas Pürckhauer, Dr. Alexander Schumann und Otto Sälzle, Foto: IHK Ulm

Insgesamt zuversichtlich zeigte sich Dr. Alexander Schumann, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, beim Konjunkturgespräch der IHK Ulm: „Wir sind im Grunde genommen durch die Delle durch.“

Nach zwei Topjahren stabilisiere sich die Konjunktur derzeit bei normalen Durchschnittswerten. Allerdings warnte der Chefvolkswirt davor, die Krise als überstanden zu bewerten: „Wir befinden uns lediglich in einer anderen Phase.“ Aktuell gelte es, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Als Hauptrisiken werden von Unternehmern laut Schumann unter anderem die Energie- und Rohstoffpreise genannt.

Politische Rahmen-Bedingungen gehören zu den Hauptrisiken

Auch die politischen Rahmen-Bedingungen zählen zu den genannten Hauptrisiken. Die Euro-Krise berge ein erhebliches Risiko für die europäische Wirtschaft: „Das Rettungspaket ist auf Kante genäht. Wir können rauskommen, aber es ist nicht so stabil“, warnte der Volkswirt. Griechenland müsse dringend weitere Reformen anpacken, eine Einkommens- und Rentenkürzung vollziehen sowie seinen Beamten-Apparat verkleinern.

DIHK-Chefvolkswirt: „Wir haben keine Kreditklemme“

In Sachen Reformen ist Deutschland vor allem durch die Agenda 2010 anderen EU-Staaten um Längen voraus. Damit das so bleibt, könne sich Deutschland keinen Stillstand leisten. Nach einem Stillstand sieht es laut dem Chefvolkswirt des DIHK derzeit aber auch nicht aus. Die Unternehmen investieren. „Wir in Deutschland haben keine Kreditklemme.“ In anderen Staaten sehe das allerdings anders aus. Abzuwarten sei außerdem, ob die Europäische Zentralbank rechtzeitig den Zufluss von Geldern stoppe, um eine Inflation zu vermeiden.

Ausblick auf das Jahr 2017

Schumann wagte beim Konjunkturgespräch auch einen Ausblick auf das Jahr 2017. Die Euro-Krise spielte dabei keine Rolle, der Bevölkerungs-Rückgang hingegen schon. Die Bevölkerung schrumpft in Deutschland stärker als im europäischen Durchschnitt. „Wenn unsere Wirtschaft weiter 3,1 Prozent im Jahr wachsen soll, geht das nur durch Bildung“, prognostizierte Schumann: „Die Bildung ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen.“ Eine weitere Herausforderung sei die Frage, wie junge Menschen nach Deutschland geholt werden können.

Fachkräfte werden in der IHK-Region Ulm knapp

In der IHK-Region Ulm werden schon jetzt die Fachkräfte knapp: Die Region weist mit knapp 3,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland auf und somit beinahe Vollbeschäftigung. „Die IHK-Region Ulm ist gemessen an ihrer Entwicklung die wirtschaftsstärkste Region in Deutschland“, betonte Jonas Pürckhauer, Leiter Standortpolitik der IHK Ulm.

www.ulm.ihk24.de

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Schumann wagte beim Konjunkturgespräch auch einen Ausblick auf das Jahr 2017. Die Euro-Krise spielte dabei keine Rolle, der Bevölkerungs-Rückgang hingegen schon. Die Bevölkerung schrumpft in Deutschland stärker als im europäischen Durchschnitt. „Wenn unsere Wirtschaft weiter 3,1 Prozent im Jahr wachsen soll, geht das nur durch Bildung“, prognostizierte Schumann: „Die Bildung ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen.“ Eine weitere Herausforderung sei die Frage, wie junge Menschen nach Deutschland geholt werden können.

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In der IHK-Region Ulm werden schon jetzt die Fachkräfte knapp: Die Region weist mit knapp 3,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland auf und somit beinahe Vollbeschäftigung. „Die IHK-Region Ulm ist gemessen an ihrer Entwicklung die wirtschaftsstärkste Region in Deutschland“, betonte Jonas Pürckhauer, Leiter Standortpolitik der IHK Ulm.

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