Arbeitsmarktzahlen

In Neu-Ulm sinken die Anzeigen auf Kurzarbeit

Die Agentur für Arbeit hat den Arbeitsbericht für Neu-Ulm im Juni 2020 veröffentlicht. Der Vergleich zum letzten Jahr zeigt auf, wie stark die Corona-Krise die Wirtschaft geschädigt hat.

„Im Landkreis Neu-Ulm ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,6 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und sogar 1,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert“, berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Donauwörth. „Aktuell sind 3.677 Menschen ohne Arbeit, das sind 3,5 Prozent mehr als vor einem Monat und 73,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Monat Juni haben sich 782 Menschen neu arbeitslos gemeldet, 428 davon kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten 652 Personen die Arbeitslosigkeit, davon nahmen 248 eine Beschäftigung auf.“ Von den 3.677 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 2.492 bei der Arbeitsagentur und 1.185 im Jobcenter Neu-Ulm gemeldet.

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„Deutlich weniger neue Anzeigen“ auf Kurzarbeit

„Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt deutlich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten deutlich weniger neue Anzeigen hinzugekommen sind. Seit März 2020 bis Mitte vergangener Woche sind 1.695 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld eingegangen“, erklärt Möritz.

Massiver Rückgang bei Nachfrage nach Arbeitsplätzen

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Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf einem niedrigen Niveau. So wurden im Juni nur 180 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das bedeutet einen massiven Rückgang um rund 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Stellenbestand ist im Vergleich zum letzten Jahr rückläufig. Aktuell sind 962 offene Arbeitsstellen gemeldet. Der Stelleneinbruch ist in allen Branchen zu verzeichnen. Am Stärksten sind das verarbeitende Gewerbe, die Zeitarbeit und der Handel betroffen.

Ausbildungsmarkt

„Die Ausbildungsbereitschaft von Arbeitgebern ist erfreulicherweise weiterhin auf hohem Niveau. Die Betriebe in der Region sehen die Sicherung der Fachkräfte für „morgen“ als wichtige Aufgabe an“, erläutert Werner Möritz. Rein rechnerisch stehen jedem bisher unversorgten Bewerber noch immer 1,04 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber.

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