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Mit dem Projekt „Azubi in spe – Berufe erproben“ der Handwerkskammer Ulm haben etwa 300 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen der Haupt- und Werkrealschulen aus der Region Donau-Iller die Chance Handwerksberufe auszuprobieren. Bei einer zweiwöchigen Berufsorientierung bietet die HWK Ulm Einblicke in den Bereichen Metall, Holz, Elektro, Bau, Bürokaufleute und Friseur.
Drei Pojekte – sechs Berufe
Kooperationen wurden bereits mit der Spitalhofschule Ulm, der Förderschule Munderkingen, der Hauptschule Erbach und der Michel-Buck-Schule Ertingen geschlossen. Die Berufsorientierung der HWK Ulm findet in der Bildungsakademie Ulm statt. Jede Schülerin und jeder Schüler durchläuft pro Woche drei Projekte und erhält so die Möglichkeit in sechs verschiedene Handwerksberufe hinein zu schnuppern und sich auszuprobieren: Wie bedient man eigentlich eine Werkzeugmaschine, wie färbt und schneidet man Haare professionell oder wie baue ich Möbel selbst?
Selbst ausprobieren und entscheiden
Mit Hilfe der Berufserprobung bereits während der Schulzeit soll den Jugendlichen der Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung im Handwerk erleichtert werden. Die Projekte sind so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Vorstellungen und Präferenzen entwickeln und ihre eigenen Kompetenzen erproben können. „Die Chance, die eigenen Fähigkeiten für einen dualen Ausbildungsberuf ausprobieren zu können, ist die beste Voraussetzung für die richtige Berufswahl“, betont der Präsident der Handwerkskammer Ulm Anton Gindele, der selbst gelernter Schreinermeister ist.
Schüler in die Arbeitswelt vermitteln
„Auch für die Betriebe ist das eine gute Gelegenheit, einfach und direkt Fachkräfte für sich zu gewinnen und noch offene Lehrstellen zu besetzen“, so Gindele. Auch dem Schulleiter der Spitalhofschule Ulm, Rolf Kessler, liegt die duale Ausbildung am Herzen: „Unsere Aufgabe ist es, die Schülerinnen und Schüler in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu bringen. Unser Ziel ist das duale System“.
Die passende Ausbildung ohne falsche Vorstellungen
Die Berufserprobung in praxisnahen überbetrieblichen Bildungsstätten ergänzt gleichzeitig die schulische Potenzialanalyse, die ab dem Schuljahr 2010 an baden-württembergischen Haupt-, Werkreal- und Förderschulen flächendeckend eingeführt worden ist. „Ziel der Berufsorientierung ist es, Ausbildungsabbrüche aufgrund falscher Vorstellungen von Beruf und Arbeitsalltag zu reduzieren“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Dr. Tobias Mehlich. „Wir zeigen dir, was man braucht, um ein guter Handwerker zu sein. In der Ausbildung legst du außerdem die Basis, um später dein eigener Chef werden zu können. Und auch im Studium können wir dich begleiten“. Auch hinsichtlich des großen Fachkräftebedarfs im Handwerk ist es wichtig, dass Betriebe und Jungendliche möglichst gut zu einander passen – Das kann bei der Berufsorientierung überprüft werden.
Das Projekt der Handwerkskammer ist eines von landesweit 13 Projekten „Azubi in spe – Berufe erproben“ und wird über drei Jahre vom Wirtschaftsministerium mit rund 194.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.
Weitere Informationen gibt es unter www.hk-ulm.de