Stadt Ulm | VGV/ME Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswertermittlung

Gutachten: Ulmer Grundstückspreise steigen weiter an

Symbolbild Ulm. Foto: Matthias Lohse  / pixelio.de

Auch in Ulm klettern die Preise für Wohnungen und Baugrund weiter nach oben. Das geht aus dem Grundstücksmarkt-Bericht 2016, den der Gutachter-Ausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten vorlegte, hervor.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Der Gutachter-Ausschuss wertete kürzlich alle 1.450 im Jahr 2015 geschlossenen Immobilien-Kaufverträge in Ulm aus. Dabei stellten die Experten einen deutlichen Preisanstieg in Ulm fest. Insgesamt gaben die Ulmer bei elf Prozent mehr Käufen 473 Millionen Euro für Immobilen aus.

34 Prozent Preissteigerung in fünf Jahren

Deutlich werden die Auswirkungen in der Preisentwicklung beim Rückblick in das Jahr 2010: Kostete der Quadratmeter Neubauwohnung im Jahr 2010 im Mittel 2.830 Euro, waren 2015 schon 3.780 Euro fällig. Dies entspricht einem Preisanstieg von 34 Prozent in nur fünf Jahren. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen fiel die Preissteigerung mit 44 Prozent noch gravierender aus (von 1.550 Euro pro Quadratmeter auf 2.230 Euro pro Quadratmeter). Durchschnittlich erwarben die Ulmer im letzten Jahr 89 Quadratmeter Wohnfläche. Diese kosteten etwa 3.820 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kamen noch ein Tiefgaragenplatz mit rund 21.000 Euro sowie die üblichen Erwerbsnebenkosten.

Preise für Einfamilienhäuser variieren stark

Bei den freistehenden Einfamilienhäusern stellten die Experten große Preisunterschiede fest. Eine solche Immobilie am Safranberg aus den 1960er Jahren kostete bei rund 550 Quadratmetern Grundstücks- und 150 Quadratmetern Wohnfläche fast eine halbe Million Euro. In den Ulmer Ortsteilen lagen die Preise für freistehende Wohnhäuser dagegen deutlich niedriger. So zahlten Käufer für eine Grundstücksfläche von rund 720 Quadratmetern und 170 Quadratmetern Wohnfläche durchschnittlich nur 350.000 Euro.

Teuerungen auch bei Gebraucht-Häusern und -Wohnungen zu verzeichnen

2015 wechselten 130 Reihen- und Doppelhäuser den Besitzer. Bei einem gebrauchten Reihenmittelhaus mit 111 Quadratmetern Wohnfläche und 207 Quadratmetern Grundstück lag der Kaufpreis bei 270.000 Euro. Käufer zahlten damit 6.000 Euro mehr als noch im Vorjahr. Gebraucht-Wohnungen hatten 2015 in allen Baujahrsbereichen mit Teuerungen von drei bis acht Prozent zu tun. Der Preis stieg auf durchschnittlich 2.230 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Preise steigen weiter

Der Gutachter-Ausschuss rechnet auch für die nahe Zukunft mit steigenden Preisen. Dies hängt mit Verschärfungen bei den energetischen Bauauflagen, zu wenig Bauland und einer ungebrochenen Nachfrage bei niedrigsten Hypothekenzinsen zusammen.

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34 Prozent Preissteigerung in fünf Jahren

Deutlich werden die Auswirkungen in der Preisentwicklung beim Rückblick in das Jahr 2010: Kostete der Quadratmeter Neubauwohnung im Jahr 2010 im Mittel 2.830 Euro, waren 2015 schon 3.780 Euro fällig. Dies entspricht einem Preisanstieg von 34 Prozent in nur fünf Jahren. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen fiel die Preissteigerung mit 44 Prozent noch gravierender aus (von 1.550 Euro pro Quadratmeter auf 2.230 Euro pro Quadratmeter). Durchschnittlich erwarben die Ulmer im letzten Jahr 89 Quadratmeter Wohnfläche. Diese kosteten etwa 3.820 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kamen noch ein Tiefgaragenplatz mit rund 21.000 Euro sowie die üblichen Erwerbsnebenkosten.

Preise für Einfamilienhäuser variieren stark

Bei den freistehenden Einfamilienhäusern stellten die Experten große Preisunterschiede fest. Eine solche Immobilie am Safranberg aus den 1960er Jahren kostete bei rund 550 Quadratmetern Grundstücks- und 150 Quadratmetern Wohnfläche fast eine halbe Million Euro. In den Ulmer Ortsteilen lagen die Preise für freistehende Wohnhäuser dagegen deutlich niedriger. So zahlten Käufer für eine Grundstücksfläche von rund 720 Quadratmetern und 170 Quadratmetern Wohnfläche durchschnittlich nur 350.000 Euro.

Teuerungen auch bei Gebraucht-Häusern und -Wohnungen zu verzeichnen

2015 wechselten 130 Reihen- und Doppelhäuser den Besitzer. Bei einem gebrauchten Reihenmittelhaus mit 111 Quadratmetern Wohnfläche und 207 Quadratmetern Grundstück lag der Kaufpreis bei 270.000 Euro. Käufer zahlten damit 6.000 Euro mehr als noch im Vorjahr. Gebraucht-Wohnungen hatten 2015 in allen Baujahrsbereichen mit Teuerungen von drei bis acht Prozent zu tun. Der Preis stieg auf durchschnittlich 2.230 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Preise steigen weiter

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