App-Service

Digitale Pannenhilfe von ADAC Truckservice und AIS ein Erfolg

Symbolbild. Pannenhilfe mit Hilfe der Mobile Network App. Foto: ADAC Truckservice GmbH & Co. KG
Statt Telefon, Fax und E-Mail setzten ADAC Truckservice und AIS auf eine mobile Telematik-Lösung. 550 digital abgewickelte Pannenhilfen wurden allein im ersten Quartal 2018 verzeichnet.

Als einen „Meilenstein für die Pannenabwicklung“ bezeichnet Christoph Walter, Geschäftsführer des ADAC Truckservice, die mobile Network App. Sie wurde von der AIS GmbH aus Ulm entwickelt. Seit 2015 befindet sich das System im Einsatz und wird fortwährend erweitert. Ziel der App ist, eine höhere Transparenz für Auftragnehmer und -geber zu erschaffen, die Abwicklungszeit zu beschleunigen und den „Papierkram“ zu verringern.

75 Prozent der Werkstätten nutzen System

Als die App vor einigen Jahren in den Praxistest ging, bestanden teilweise noch Vorbehalte seitens der Truckservice-Partnerwerkstätten. „Mit der App greifen wir zuweilen in die Auftragsabwicklung ein und erhalten Einblick“, zeigt Walter Verständnis. Diese Vorbehalte lösten sich jedoch schnell in Wohlgefallen auf. Besonders der Abbau von Bürokratie stieß auf positive Resonanz. Zusammen mit den positiven Rückmeldungen der Endkunden führte dies dazu, dass nun zirka 75 Prozent der Premium-Werkstätten des ADAC Truckservice bereits mit der Mobile Network App arbeiten.

Mehr Planungssicherheit für Spediteure

Die Fortschritte einer Pannenbearbeitung ist nicht nur für Fahrer und den ADAC selbst relevant. Zu einem havarierten Lkw gehört in der Regel auch ein Disponent in der Zentrale des Transportunternehmens, für den exakte Informationen wichtig sind. Denn die an Bord befindlichen Güter, welche mitunter verderblich sein könnten, müssen weitertransportiert werden. Echtzeit-Informationen verschaffen dem Disponenten eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob die Ware umgelagert werden muss/kann oder ob der Fahrer seine Tour noch wird fortführen können.

Bild-Dokumentation der Panne

Christoph Walter ist überzeugt von der Partnerschaft mit AIS. Doch die Anforderungen wachsen stetig. Zukünftig soll der Workflow zur genauen Schadensmeldung noch detaillierter werden. Fest integriert ist bereits die Fotodokumentation. Mithilfe der exakten GPS-Position gelangt der ADAC-Techniker zum Einsatzort und kann die Situation vor Ort einschätzen und über die App auch in Bildern dokumentieren. In Echtzeit erhält die Werkstatt so Informationen zu den benötigten Ersatzteilen oder ob das Fahrzeug abgeschleppt werden muss. Ersatzteils geht. Zudem lassen sich mithilfe dieser Dokumentation auch im Nachhinein die genauen Arbeiten dokumentieren, welche erforderlich waren – entscheidend bei etwaigen Rückfragen im Nachhinein.

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