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Die Unternehmer in Westschwaben zeigen sich gegenüber den Krisen beunruhigt
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Einschätzung

Die Unternehmer in Westschwaben zeigen sich gegenüber den Krisen beunruhigt

Staffelübergabe von Michael Mühlbacher (rechts) an Christian Harder (links) unter Anwesenheit von Gerd Stiefel (mitte).
Staffelübergabe von Michael Mühlbacher (rechts) an Christian Harder (links) unter Anwesenheit von Gerd Stiefel (mitte). Foto: CI

Das ist das Fazit der Mitgliederversammlung des Clubs der Industrie für die Region Ulm/Neu-Ulm. Welche Forderungen die Unternehmer jetzt an die Politik stellen.

Die mehrfachen Herausforderungen und Krisen – vier an der Zahl – belasten die Unternehmer der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm. Die Stimmung unter den Mitgliedern des Clubs der Industrie (CI) sei angespannt. Dazu trage die mangelnde Planungssicherung bei der Kalkulation der Energiekosten für 2023 bei. So fasste CI-Vorstandsvorsitzender Gerd Stiefel die aktuelle Situation auf der vergangenen Mitgliederversammlung zusammen. Auch personelle Veränderungen waren Thema der diesjährigen Veranstaltung. Denn nach 32 Jahren kontinuierlichem Einsatz geht CI-Geschäftsführer Michael Mühlbacher in den Ruhestand.   

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Unternehmer in Neu-Ulm sind beunruhigt 

Das Jahr 2022 lässt sich von der wirtschaftlichen Entwicklung her in zwei Hälften teilen. Zunächst herrschte große Erleichterung darüber, dass sich nach zwei Jahren Corona wieder etwas Normalität und Alltag in das Geschäftsleben einstellte. Der Nachholbedarf am Netzwerken spiegelte sich auch darin wieder, dass die nun wieder möglichen CI-Präsenzveranstaltungen durchgängig gut besucht waren, resümiert Stiefel.  

Doch spätestens seit der zweiten Jahreshälfte 2022 stellt sich bei den CI-Mitgliedern eine Ernüchterung ein. Bereits geschwächt durch die Coronapandemie sehen sich die Unternehmer nun mit vier Herausforderungen und Krisen gleichzeitig konfrontiert. Hierzu zählt Stiefel die anhaltende Coronapandemie, die Energiepreiskrise, den Ukraine-Krieg sowie die steigende Inflation. Auch wenn nicht allen dieser Ereignisse die gleiche Bedrohung innewohnt, sei die Ballung der negativen Einflüsse wirtschaftlich nur schwer verkraftbar, sagt Stiefel. Ihm ist aber auch eine differenzierte Betrachtung wichtig. So bewertet er den Ukraine-Krieg sowie die Energiesituation als Krisen, Corona und die Inflation als Herausforderungen.   

Hinsichtlich der Pandemie bekam er aus dem Mitgliederkreis die Rückmeldung, dass diese zuversichtlich und gut vorbereitet sind, um einer neuen Welle in diesem Winter mit den etablierten Maßnahmen zu begegnen. Hinsichtlich des Ukrainekriegs bleibe die Sorge, einen Ausweg aus der katastrophalen Situation zu finden, gerade weil auch Partnerschaften, personelle Verbindungen und Kundenbeziehungen in das angegriffene Land bestünden. Etwas abgemildert hätten sich die Auswirkungen auf Lieferketten, da mittlerweile zum Teil Resilienzen geschaffen werden konnten.    

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Energiekrise wird zum größeren Problem 

Neu und mit aller Wucht wurden die Unternehmer von der Energiepreiskrise erfasst. „Eine Vervier- bis Verachtfachung der Preise, das ist kaum zu verkraften“, bringt es Stiefel auf den Punkt. Eine aktuelle Umfrage der IHK Schwaben mit 131 Teilnehmern ergibt, dass 25 Prozent der befragten Unternehmen von Produktionseinschränkungen oder -ausfällen ausgehen und dabei auch ihr Geschäftsmodell existenzbedroht sehen, sofern sie angesichts der Kostenexplosion nicht auf alternative Lieferanten bei der Energieversorgung zurückgreifen können.    

Angesichts dieser angespannten Lage fordern die CI-Mitglieder eine klare Entscheidung seitens der Politik, wie das Modell für staatliche Förderungen im Bereich der Energiekosten aussieht. „Wir brauchen diesen Input spätestens bis Mitte Oktober, damit wir auf dieser Basis unsere Wirtschaftspläne für das Jahr 2023 erstellen können“, sagt Stiefel stellvertretend für die Mitglieder. Aktuell gebe es keine Planungssicherheit. Die öffentlichen Versorger hätten viele Verträge mit der Wirtschaft gekündigt. Das bedeutet nach dem Status quo, Unternehmen rutschen ab 2023 in die Grundversorgung auf einen zu den bisherigen Verhältnissen hohen Preis.  

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Wie steht es um das Wirtschaftsjahr 2023? 

Für 2023 rechnen die CI-Unternehmer nach zweieinhalb Jahren Krisenmodus mit deutlichen Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Gerade im Bereich der energieintensiven Industrien ist bei den KMU mit Insolvenzen und Übernahmen zu rechnen. Es sei überlebenswichtig, die langfristig deutlich höheren Kosten im Bereich Personal und Energie korrekt zu budgetieren und die Geschäftsmodelle gegebenenfalls entsprechend anzupassen, so der Rat der CI-Unternehmer. Aus dem Mitgliederkreis lautet der Tenor, dass sich die dort repräsentierten Unternehmen vorausschauend und agil auf die aktuelle Situation einstellen und sich dementsprechend gut vorbereitet für 2023 sehen.  

Michael Mühlbacher verlässt den Club der Industrie

Auch eine wichtige Personalie beschäftigt die CI-Hauptversammlung in diesem Jahr. Nach 32 Jahren kontinuierlichem Einsatz für den Wirtschaftsraum Ulm/Neu-Ulm wird der CI-Geschäftsführer Michael Mühlbacher in den Ruhestand verabschiedet. Stiefel würdigt sein besonderes Engagement: „Michael Mühlbacher hat das Amt des CI-Geschäftsführers bereits in jungen Jahren praktisch von einem Tag auf den anderen übernommen. Seitdem hat er eine beeindruckende Netzwerkstruktur aufgebaut und den Interessensaustausch zwischen unseren leistungsstarken Unternehmen und den öffentlich-rechtlichen sowie politischen Institutionen und Organisationen entscheidend mit vorangebracht.“ Nachfolger von Mühlbacher wird Christian Harder, Partner in der Anwaltskanzlei Mühlbacher und Partner.

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