Strukturänderung

Club der Industrie: So gestaltet Lufthansa den Strukturwandel

Der Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm lud Heike Birlenbach von Lufthansa ein, bei der jüngsten Jahresveranstaltung zu referieren. Der Fokus lag auf der Frage, wie Unternehmen ihre Struktur zukunftsorientiert gestalten können.

Rund 90 Unternehmensvertreter aus der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm fanden sich in der Oldtimerfabrik Classic ein. Sie folgten der Einladung des Clubs der Industrie Ulm/Neu-Ulm e.V. (CI) anlässlich der diesjährigen Jahresveranstaltung. Auf Initiative von Vorstandsmitglied Marcello Danieli (Geschäftsführender Inhaber HARDER logistics GmbH & Co. KG) gab Heike Birlenbach, Vice President Sales Lufthansa, dort nämlich einen Einblick hinter die Kulissen des Konzerns.

So wirkt sich Digitalisierung auf Lufthansa aus

Zwar sind bei einem Global Player wie der Lufthansa mit 130.000 Mitarbeitern weltweit und 140 Millionen Gäste jährlich die Dimensionen größer und es liegen einige Schwerpunkte anders. Bei den aktuellen Themen Digitalisierung oder Modernisierung der IT-Systeme steht Deutschlands größte Fluggesellschaft jedoch vor den gleichen Herausforderungen wie die Unternehmen aus der Region. Birlenbach sprach daher als erstes eines der aktuellen Fokusthemen der Lufthansa an: die Balance zwischen den Anforderungen der Fluggäste, Shareholder und Mitarbeiter. Äußere Einflüsse, wie die Digitalisierung, wirken sich hier massiv aus. Neue Geschäftsmodelle seien deswegen gefragt: Als Beispiel nannte sie das biometrische Boarding, welches rein über die Gesichtserkennung erfolgt und Passagieren im Vergleich zu ausgedruckten Boarding-Pässen einen viel schnelleren Zugang zum Flugzeug erlaubt. Aktuell laufe hier noch die Testphase in den USA, die testweise Einführung an Flughäfen in Deutschland sei geplant.

Strukturwandel in Unternehmen ist gefragt

Im Mittelpunkt standen außerdem stets die Möglichkeiten, den Arbeitsalltag jedes einzelnen Lufthansa-Mitarbeiters als Bindeglied zwischen den Fluggästen und dem Unternehmen zu verbessern. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine „Customer Centricity“, also die strikte Orientierung an der Kundenperspektive, um das Handeln jedes einzelnen Mitarbeiters entsprechend abzustimmen. Unternehmen seien gefordert, ihre Angestellten dabei mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu unterstützen. Beispielsweise lassen sich laut Birlenbach „langweilige Tätigkeiten automatisieren und dadurch der Frust beim Personal begrenzen“. Die „Digital Literacy“ (Digitale Kompetenz) sei dafür ein wichtiger Faktor.

Als weiteren wichtigen Punkt nannte sie das Thema Talentmanagement, mit dem das Unternehmen bereits frühzeitig die Fähigkeiten von Bewerbern erkennen will. Dafür müssten unternehmensseitig gegebenenfalls die Strukturen angepasst werden – eine Matrixorganisation hätte etwa die Gelegenheit, Interessen zusammenzuführen oder Prozesslogiken zu etablieren.

Über den Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm

Der Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm e.V. ist eine unabhängige Vereinigung von über 100 aktiven und erfolgreichen Unternehmern mit mehr als 26.000 Mitarbeitern im Einzugsbereich der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm. Sie netzwerken auf einer Plattform für den multi- und bilateralen Erfahrungsaustausch untereinander sowie mit regionalen und überregionalen Wirtschaftsvertretern.

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Rund 90 Unternehmensvertreter aus der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm fanden sich in der Oldtimerfabrik Classic ein. Sie folgten der Einladung des Clubs der Industrie Ulm/Neu-Ulm e.V. (CI) anlässlich der diesjährigen Jahresveranstaltung. Auf Initiative von Vorstandsmitglied Marcello Danieli (Geschäftsführender Inhaber HARDER logistics GmbH & Co. KG) gab Heike Birlenbach, Vice President Sales Lufthansa, dort nämlich einen Einblick hinter die Kulissen des Konzerns.

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Zwar sind bei einem Global Player wie der Lufthansa mit 130.000 Mitarbeitern weltweit und 140 Millionen Gäste jährlich die Dimensionen größer und es liegen einige Schwerpunkte anders. Bei den aktuellen Themen Digitalisierung oder Modernisierung der IT-Systeme steht Deutschlands größte Fluggesellschaft jedoch vor den gleichen Herausforderungen wie die Unternehmen aus der Region. Birlenbach sprach daher als erstes eines der aktuellen Fokusthemen der Lufthansa an: die Balance zwischen den Anforderungen der Fluggäste, Shareholder und Mitarbeiter. Äußere Einflüsse, wie die Digitalisierung, wirken sich hier massiv aus. Neue Geschäftsmodelle seien deswegen gefragt: Als Beispiel nannte sie das biometrische Boarding, welches rein über die Gesichtserkennung erfolgt und Passagieren im Vergleich zu ausgedruckten Boarding-Pässen einen viel schnelleren Zugang zum Flugzeug erlaubt. Aktuell laufe hier noch die Testphase in den USA, die testweise Einführung an Flughäfen in Deutschland sei geplant.

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Als weiteren wichtigen Punkt nannte sie das Thema Talentmanagement, mit dem das Unternehmen bereits frühzeitig die Fähigkeiten von Bewerbern erkennen will. Dafür müssten unternehmensseitig gegebenenfalls die Strukturen angepasst werden – eine Matrixorganisation hätte etwa die Gelegenheit, Interessen zusammenzuführen oder Prozesslogiken zu etablieren.

Über den Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm

Der Club der Industrie Ulm/Neu-Ulm e.V. ist eine unabhängige Vereinigung von über 100 aktiven und erfolgreichen Unternehmern mit mehr als 26.000 Mitarbeitern im Einzugsbereich der Wirtschaftsregion Ulm/Neu-Ulm. Sie netzwerken auf einer Plattform für den multi- und bilateralen Erfahrungsaustausch untereinander sowie mit regionalen und überregionalen Wirtschaftsvertretern.

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