Corona-Virus

Die Folgen der Corona-Pandemie in Neu-Ulm

Der schwäbische Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Klaus Holetschek, hat Neu-Ulm besucht. Hier hat er sich über die Auswirkungen der von der Staatsregierung erlassenen Präventivmaßnahmen angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus informiert. Was sich in Neu-Ulm seit der Krise verändert hat.

Klaus Holetschek war am Montagmorgen zu Besuch in Neu-Ulm bei Dr.-Ing. Sandra Schnarrenberger, der ehrenamtlichen Präsidentin des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO). Bei dieser Gelegenheit erkundigte er sich über die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen durch den Corona-Virus. Im Rahmen einer kurzen Fahrt mit dem Bus der Linie 84x nutzte er die Gelegenheit und fragte auch nach den Sorgen und Nöten der – seit den letzten Tagen deutlich dezimierten –Fahrgäste im Neu-Ulmer Stadtverkehr und der Fahrer.

Zunehmend zum Erliegen kommendes öffentliches Leben

Schnarrenberger skizzierte bei einem Rundgang über das Betriebsgelände ihres Omnibusunternehmens Gairing die besondere Betroffenheit der Verkehrsunternehmen vom zunehmend zum Erliegen kommenden öffentlichen Leben. Hier nahmen auch der Busunternehmer und LBO-Bezirksvorsitzende Franz Zenker aus Ichenhausen sowie LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl teil. Schnarrenberger erklärte: „Wir alle kämpfen mit dramatisch einbrechenden Fahrgastzahlen. Mit meinem Unternehmen beispielsweise betreiben wir eigenwirtschaftliche Linien, wodurch wir auf den Fahrkartenverkauf und die Schülerbeförderung als einzige Einnahmequellen angewiesen sind. Die Schließung der Schulen und die Empfehlung, den Öffentlichen Personalverkehr weitestgehend zu meiden, bringt uns deshalb in eine existentielle Schieflage.“

Kein Unternehmen soll dauerhaften Schaden durch Corona erleiden

Staatssekretär Holetschek versprach volle Unterstützung seines Hauses für Wirtschaft und Unternehmen. „Unser Anspruch als Staatsregierung ist, dass kein Unternehmen dauerhaften Schaden durch die Corona-Pandemie erleiden darf. Deshalb arbeiten wir im Ministerium intensiv und in enger Abstimmung auch mit dem LBO an tragfähigen Hilfsmaßnahmen für die Verkehrsunternehmen.“ Als erste bereits umgesetzte Hilfe zur Sicherung der Liquidität der Unternehmen wies er auf die Anordnung seines Hauses hin, die Abschlagszahlungen an Busunternehmen, die diese vom Freistaat als Ausgleich für verbilligte Schülertickets im Linienverkehr jährlich im Juli erhielten, vorzuverlegen und baldmöglichst auszubezahlen. Dies sei, so Schnarrenberger, zwar nur ein kleiner erster Schritt, aber er könne einigen Unternehmen die in den kommenden Wochen dringend benötigte Liquidität sichern, umbeispielsweise ihr Personal halten zu können.

Es bedürfe weiterer Hilfe

LBO-Geschäftsführer Rabl wies darauf hin, dass es dennoch weiterer Hilfe bedürfe. „Allein das Einstellen des Schulbusverkehrs kostet die Unternehmen pro ausgefallenem Schultag bayernweit zwei bis drei Millionen Euro täglich“, warnte LBO-Bezirksvorsitzender Zenker. Deshalb sei es dringend nötig, dass die Unternehmen für die Vorhaltung ihrer Leistung entsprechende Aufwandszahlungen während dieser Zeit erhielten, so der Unternehmer weiter. Umso mehr, führte Rabl aus, da auch der Reiseverkehr, der für viele Unternehmen ein weiteres wirtschaftliches Standbein sei, auf Monate hinweg quasi zum Erliegen gekommen sei. „Wir sehen uns mit Stornierungen in Höhe von 90 Prozent und mehr bis weit in das Jahr hinein konfrontiert. Gelingt es uns nicht, gemeinsam schnell Hilfspakete zu schnüren, rechnen wir in den nächsten Wochen und Monaten mit einer Reihe von Insolvenzen.“

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