Unternehmens-Sanierung

Das Räuchle-Insovenzverfahren ist abgeschlossen

Das Insolvenzverfahren der Firma Räuchle ist beendet. Das bestätigte der Insolvenzverwalter der Firma jetzt. Wie es mit Räuchle nun weiter geht.

Der Dietenheimer Präzisionsteilehersteller Räuchle GmbH + Co. KG befand sich seit Dezember 2018 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Durch Beschluss vom 20. November beendete das Amtsgericht Ulm nun offiziell das Insolvenzverfahren. Damit entlässt es Räuchle nach erfolgreicher Sanierung über einen Insolvenzplan aus der Insolvenz. Zuvor hatten im September 2019 die Gläubiger einstimmig einen Insolvenzplan angenommen, der für unbesicherte Gläubiger eine überdurchschnittliche Quote von voraussichtlich rund 50 Prozent erwarten lässt. 

Insolvenz durch rückläufige Abrufe

Die Räuchle GmbH + Co. KG stellt als mittelständischer Automobilzulieferer Präzisionsteile aus Stahl und Aluminium her. An ihrem Standort in Dietenheim beschäftigt das Unternehmen über 300 Mitarbeiter. Räuchle erzielt einen Jahresumsatz in einer Größenordnung von rund 50,0 Millionen Euro. Wegen rückläufiger Abrufe von Kundenseite im Sommer 2018 musste Räuchle am 6. Dezember vergangenen Jahres jedoch einen Insolvenzantrag stellen. Noch am selben Tag hatte das Insolvenzgericht Ulm die Eigenverwaltung angeordnet. Räuchle wurde seither von einem mehrköpfigen Team der Augsburger Kanzlei SGP Schneider Geiwitz um den Sanierungsexperten Christian Plail beraten. Zum Sachwalter, der das Verfahren überwachte und begleitete, wurde der Augsburger Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann bestellt. 

Investor schon im März gefunden

Bereits im März 2019 hatte Räuchle die Erfolgsmeldung verkünden können, mit der Finanzholding DUBAG eine am langfristigen Erhalt des Unternehmens interessierte Investorin gefunden zu haben. Nach weiteren Sanierungsmaßnahmen konnte der Insolvenzplan im Sommer 2019 dem Insolvenzgericht vorgelegt werden. Im Rahmen einer Gläubigerversammlung im September 2019 haben über 300 dort anwesende oder vertretene Gläubiger über den Insolvenzplan abgestimmt und diesen einstimmig genehmigt.

Matthias Hofmann: Die Zusammenarbeit verlief vorbildlich

 „Trotz hoher Komplexität konnten wir das Verfahren zu einem für die Gläubiger, aber auch für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Geschäftspartner sehr guten Ergebnis führen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen, den Beratern der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz und meinem Team und mir lief vorbildlich“, erklärte der Sachwalter Dr. Matthias Hofmann, der die Restrukturierung in den vergangenen zehn Monaten begleitet und überwacht hat. Dazu fügte er noch an: „Die gute Kooperation aller Beteiligter hat zu der letztlich erreichten Insolvenzquote von voraussichtlich rund 50 Prozent auf unbesicherte Forderungen beigetragen, mit der die Gläubiger gerade im Vergleich zu anderen Fällen sehr zufrieden sein können.“ Rechtsanwalt Christian Plail von der Augsburger Kanzlei SGP Schneider Geiwitz ergänzte dazu: „Trotz des schwierigen Marktumfelds in der Automotive-Branche konnten wir Räuchle im gesamten Verfahren gut auslasten und für die Zukunft aufstellen. Den Mitarbeitern, den am Verfahren beteiligten Banken und den Lieferanten und Kunden von Räuchle gilt unser Dank für die Unterstützung in der Eigenverwaltung.“

Gemeinsame Führung mit DUBAG

Mit Abschluss der insolvenzrechtlichen Sanierung übernimmt anstelle des in den Ruhestand scheidenden Geschäftsführers Willi Gaule der neu bestellte Geschäftsführer Mark Haberkorn die Führung bei Räuchle. Gemeinsam mit der Investorin DUBAG und deren Management-Team um Dr. Michael Schumann will Haberkorn Räuchle in die Zukunft führen. Hierzu erklärte DUBAG-Managing Director Dr. Michael Schumann: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem motivierten Team bei Räuchle. Unser gemeinsames Ziel ist es, Räuchle in den kommenden Monaten und Jahren noch besser am Markt aufzustellen – sowohl im Automotive-Bereich, als auch in anderen Branchen.“  

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