Stadt Ulm

Bürgermeister Czisch: Ulm benötigt neuen Wohnraum für alle

Gunter Czisch, OB-Kandidat und Erster Bürgermeister der Stadt Ulm will für mehr Wohnraum sorgen. Foto: Stadt Ulm

Auch die Stadt Ulm steht wie andere Großstädte vor dem Problem des Wohnraum-Angebots. Die Stadt wächst, doch bezahlbarer Wohnraum ist schwer zu finden. Gunter Czisch, OB-Kandidat und Erster Bürgermeister der Stadt Ulm, fordert daher zu mehr handeln statt reden auf. Seine Wohnbauoffensive soll mehr Anreize für Investoren und Wohnbaugenossenschaften bieten, um in der Donaustadt zu bauen.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Wohnungssuch ein Ulm gestaltet sich wie in den meisten Großstädten eher schwierig. Zu wenig Wohnraum bietet die stetig wachsende Donaustadt und stellt Bürger wie Verantwortliche vor Probleme. „Deshalb benötigen wir Wohnraum für alle“, erklärt Gunter Czisch, OB-Kandidat und Erster Bürgermeister der Stadt. „Es genügt aber nicht, ambitionierte Ziele zu formulieren, sonst hätten wir schon bisher deutlich mehr erreicht. Wir müssen alles auf den Prüfstand stellen, was den Wohnungsbau bremst“, fordert er.

Czisch fordert einen Abbau der bürokratischen Hürden für Wohnungsbau

Im Klartext sollen alle Standards und Verfahren kritisch hinterfragt werden, die den Wohnbau teuer und langsam machen. „Mehr Wohnraum ist nur möglich, wenn Standards, Genehmigungsverlauf und Ansprüche – wenigstens für einige Jahre – angepasst werden“, mahnt Czisch. Interesse am Bau besteht bei Unternehmen, Handwerkern und Häuslebauern durchaus. Dieses Engagement ist auch wichtig, wie die Nachbarstadt Neu-Ulm bereits erkannte. Erfolgreicher Wohnbau „geht nur in einer konzertierten Aktion, bei der alle an einem Strang ziehen“, bekräftigt Czisch. Er kritisiert dabei auch die Bürokratischen Hürden, die die Bauherren treffen. „Wöchentlich neue Verordnungen zu jeder Kleinigkeit erleichtern die Arbeit der Bauherren nicht.“ Weniger, statt mehr Regeln seien hier nötig.

Bezahlbarer Wohnraum für alle Gehaltsklassen

Mit seiner Wohnbauoffensive sollen unter anderem Möglichkeiten für die Nachverdichtung aktueller Bebauungspläne und Anreize für Investoren und Wohnbaugenossenschaften geschaffen werden. Attraktiver Wohnraum für mittlere und bessere Einkommen dürfen dabei aber nicht vernachlässigt werden, weil „auch dies zu einer lebendigen, attraktiven Stadt wie Ulm gehört.“ Neubaugebiete und eine Wiederbelebung der Innenstadt seien laut Czisch hier der Schlüssel. Natürlich stehen aber auch bezahlbare Wohnräume für Menschen mit niedrigem Einkommen auf der Liste. „Die Mieten in Ulm dürfen nicht durch die Decke schießen und wer von der Stadt ein Grundstück für Geschosswohnungsbau bekommt, muss noch mehr bezahlbare Wohnungen anbieten“, betonte der OB-Bewerber. Mit den vorhandenen Förderprogrammen und den sehr günstigen Zinsen sei dies möglich, wenn die Stadt den Boden bereitet. In Augsburg versucht man das Problem dagegen mit der Mietpreisbremse anzugehen.

Erste konkrete Projekte: Wengenviertel, Dichterviertel und Sedelhöfe

Czisch fordert, dass die Sanierungsgebiete Wengenviertel und Dichterviertel weiter vorangebracht und die Sedelhöfe auch als Wohnquartier eingerichtet werden. „Deshalb habe ich in den Verhandlungen mit dem Investor der Sedelhöfe erreicht, dass dort weitere 100 Wohnungen gebaut werden“, so Czisch als Verhandlungsführer im Projekt. Czisch möchte mit klaren Plänen in den Ortschaften eine verstärkte Wohnbauentwicklung möglich machen. „Wohnbau ist so dringlich, dass auch maßvoll zusätzliche Flächen erschlossen werden müssen. Hier ist das Land gefordert, von seiner stringenten Linie abzurücken, nur noch auf Innenentwicklung zu setzen.“

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