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Ausbildungszahlen: HWK Ulm stellt gesunkenes Interesse an Handwerksberufen fest
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Fachkräftemangel

Ausbildungszahlen: HWK Ulm stellt gesunkenes Interesse an Handwerksberufen fest

Rund 2.514 starten eine handwerkliche Ausbildung im Gebiet der HWK Ulm. Foto: Handwerkskammer Ulm
Rund 2.514 starten eine handwerkliche Ausbildung im Gebiet der HWK Ulm. Foto: Handwerkskammer Ulm

Das Handwerk benötigt neues Fachpersonal. Doch statt mehr Nachwuchskräften, werden es weniger. Wie die HWK Ulm junge Menschen nun versucht für eine Ausbildung zu motivieren.

Um nachhaltig zu Wirtschaften und die Klimaschutzziele so schnell wie möglich zu erreichen, braucht es qualifizierte Nachwuchshandwerker. Ohne sie, meint die HWK Ulm, könnten die dafür notwendigen Technologien nämlich nicht installiert werden. 2.514 Jugendliche im Gebiet der Handwerkskammer Ulm nehmen sich dieses Jahr der Aufgabe an. Sie haben sich für eine Lehre in einem von über 130 Handwerksberufen entschieden. Das sind im Vergleich zum Vorjahr jedoch 108 neue Auszubildende weniger.

Was spricht für einen Handwerksberuf?

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 „Eine handwerkliche Ausbildung ist eine Chance für junge Menschen. Sie können sich selbst verwirklichen und mit ihren Fähigkeiten einen Beitrag zu Umweltschutz und Mobilitätswende leisten. Weltverbesserer wird man nicht über Nacht. Azubis müssen es bis zu drei Jahre lang im Handwerksbetrieb lernen“, sagt Karine Gaule, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Ulm.

Mit Abitur starten immer mehr junge Menschen in eine handwerkliche Ausbildung. In diesem Ausbildungsjahr haben 432 Abiturienten diesen Karriereweg eingeschlagen. Das sind mehr als 17 Prozent der Azubis. 

Azubis wollen das Klima schonen 

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Viele Jugendliche interessieren sich in diesem Ausbildungsjahr für so genannte grüne Handwerksberufe. Dazu gehören beispielsweise Kfz-Mechatroniker, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder der Analagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Von der Ostalb bis zum Bodensee sind zum Start des Ausbildungsjahres rund 540 Lehrstellen frei. Eine Ausbildung müsse nicht automatisch zum 1. September beginnen. Jugendliche können auch zu einem späteren Zeitpunkt starten. Die Handwerkskammer Ulm wolle deshalb nun noch Überzeugungs- und Beratungsarbeit bei Unentschlossenen leisten. 

Handwerker als Löser von Zukunftsproblemen 

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Im Alb-Donau-Kreis haben sich 318 junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. Im Stadtkreis Ulm waren es 226 neue Azubis. 71 Lehrstellen sind im Alb-Donau-Kreis unbesetzt, 35 im Stadtkreis Ulm. „Wir brauchen in Deutschland und im Landkreis junge Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker. Sie werden tagtäglich die Energie- und Klimaschutzziele in der Region umsetzen und die Menschen vor Ort mit Handwerksleistungen versorgen. Wer sich traut und aktiv auf einen der insgesamt rund 4.200 Handwerksbetriebe im Alb-Donau-Kreis und Stadtkreis Ulm zugeht, kann auch jetzt noch eine passende Lehrstelle entdecken“, sagt Uwe Wöhrle, Kreishandwerksmeister für Ulm und den Alb-Donau-Kreis. 

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