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Wegen Personalmangels bei der Autobahn GmbH lagen die Planungen für den A7-Ausbau auf Eis. Nun soll der Ausbau wieder in Angriff genommen werden. „Entsprechend der verfügbaren Personalkapazitäten hat die Autobahn GmbH des Bundes die Projektplanungen für die Erweiterung der A 7 eingeleitet“, heißt es vom Bundesverkehrsministerium auf Anfrage.
Die Autobahn GmbH teilt mit, dass der Ausbau der A7 zwischen Hittistetten und Memmingen in vier Abschnitten geplant wird. Der erste Abschnitt betrifft die 12,4 Kilometer lange Strecke zwischen Hittistetten und Illertissen sowie den Bau der neuen Anschlussstelle Bellenberg. Dieser Abschnitt ist im Bundesverkehrswegeplan mit vordringlichem Bedarf gekennzeichnet und hat laut Bundesverkehrsministerium Priorität. Die Abschnitte zwei bis vier sind im Bundesverkehrswegeplan allerdings nur als „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ gekennzeichnet.
Der zweite Abschnitt ist 10,5 Kilometer lang und führt von der Anschlussstelle Illertissen bis zur Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg bei Kellmünz. Von dort verläuft der dritte Abschnitt 9,1 Kilometer weit bis zur Anschlussstelle Berkheim. Der letzte Abschnitt ist 7,9 Kilometer lang – von Berkheim bis zum Autobahnkreuz Memmingen.
Derzeit kann die Autobahn GmbH noch keinen Zeitplan nennen. Doch in der zweiten Jahreshälfte sollen erste Schritte für den A7-Ausbau zwischen Illertissen und Hittistetten starten. Darunter eine Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung und die Vorbereitung der Ausschreibung der Planungsleistungen. „Eine verlässliche Prognose zum weiteren Planungsverlauf und der Dauer des Baurechtsverfahrens, zur Finanzierung oder zum Baubeginn ist im jetzigen, frühen Bearbeitungsstadium daher nicht möglich“, sagt das Bundesverkehrsministerium.
Eva Treu, Landrätin des Landkreises Neu-Ulm, begrüßt es, dass die Planungen für den A7-Ausbau wieder aufgenommen wurden. Sie hofft auf besseren Verkehrsfluss und weniger Ausweichverkehr auf die umliegenden Ortschaften. „Viele Verbindungen würden an Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gewinnen – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Wirtschaft“, erklärt Treu auf Anfrage. Insbesondere Lieferketten und Transportzeiten würden zuverlässiger werden. „Der Standort könnte für viele Unternehmen noch attraktiver werden, wodurch diese wachsen und weitere Arbeitsplätze schaffen können. Auch Beschäftigte und Kunden würden von einer besseren Erreichbarkeit der Unternehmen profitieren“, so Treu weiter über die Vorteile für die Region.
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Für Klaus Holetschek, CSU-Landtagsabgeordneter im Stimmkreis Memmingen, ist die Situation auf der A7 inzwischen nicht mehr akzeptabel. „Stau, Rückstau, und der Ausweichverkehr wälzt sich durch unsere Kommunen. Das geht so nicht. Wir brauchen daher den sechsstreifigen Ausbau konsequent und durchgängig bis Memmingen-Süd. Jetzt gilt auch hier: Tempo machen und Planungssicherheit schaffen“, fordert Holetschek.
Doch bevor die A7 zwischen Illertissen und Memmingen ausgebaut werden kann, muss an anderer Stelle auf der A7 saniert werden. Laut der Autobahn GmbH liegt der Fokus derzeit noch auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Ulm/ Elchingen und dem Kreuz Feuchtwangen/ Crailsheim. Diese befinde sich „in weiten Teilen in kritischem Zustand“. So wurde in den Sommermonaten 2024 und 2025 auf dem Abschnitt erstmals die Geschwindigkeit begrenzt – weil wegen der Hitze die Gefahr bestand, dass sich die Betonplatten verschieben. Motorräder durften maximal 80 km/h fahren, Autos 120. Deshalb werde auf der A7 zwischen Ulm und Feuchtwangen in den kommenden Jahren die Fahrbahn saniert.