Konjunkturindex

Wirtschaft im Unterallgäu kämpft mit dem Ausbildungsmarkt

Trotz sinkender Corona-Zahlen muss sich die Wirtschaft im Unterallgäu einigen Herausforderungen stellen. Das ist das Fazit einer Befragung der IHK Schwaben. Warum es zu Problemen auf dem Ausbildungsmarkt kommt – und warum immer wieder Lieferengpässe auftreten.

Die Wirtschaft im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen hat sich nach dem starken Einbruch zu Beginn der Pandemie weiter deutlich erholt. Das meldet die Industrie- und Handelskammer Schwaben. Der IHK-Konjunkturindex holt demnach seit Herbst 2020 um 8 Punkte auf und landet damit aktuell bei einem Wert von 110 Punkten. 41 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage mit gut, ein sehr guter Wert im regionalen Vergleich. Die Auftragsrückgänge aus dem Herbst konnten wieder stabilisiert werden. Noch ist jedoch kein Wachstum zu erkennen. Für die kommenden Monate sind die Unternehmen unsicher, wie sich ihre Geschäftslage weiterentwickelt. Die Mehrheit (57 Prozent) erwartet keine Veränderung. Wachstumsimpulse werde eher aus dem Ausland als vom Inlandsmarkt erwartet. Die Investitions- und Beschäftigungspläne sind sehr zurückhaltend und spiegeln die große Skepsis der regionalen Wirtschaft wider.

Tourismus in der Krise, Industrie auf Erholungskurs  

Der erneute Lockdown bringt das Reise- und Gastgewerbe unterdessen weiter in große Bedrängnis. 95 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage. Besonders die Allgäu Top Hotels schlugen deshalb bereits Alarm. Das wirkt sich auch auf den Einzelhandel aus. 41 Prozent der Einzelhändler beklagen die schlechte Geschäftslage. Die Prognosen sind ungewiss und abhängig von den pandemiebedingten Einschränkungen. Im Handel befürchtet man, Kunden dauerhaft für die stationären Geschäfte verloren zu haben, erklärt eine Mitteilung der IHK Schwaben.

Die Industrie konnte sich hingegen sehr gut erholen. 46 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut. Zusätzliche Aufträge kamen sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Die Erwartungen sind recht zuversichtlich. 36 Prozent gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage verbessern wird. Die gute Stimmung überträgt sich allerdings nur zum Teil auf die unternehmensnahen Dienstleistungsunternehmen, so das Ergebnis der IHK Umfrage.

Andrea Thoma-Böck: Lieferschwierigkeiten werden zum Problem

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„Trotz der anhaltenden Coronakrise hält die Konjunktur an ihrem Erholungskurs fest. Unsere robuste Industrie zieht die Konjunktur nach oben. Allerdings beherrschen enorme Verluste und große Unzufriedenheit das Hotel- und Gastgewerbe und den Einzelhandel in Sortimenten, die nicht zum täglichen Bedarf gehören“, fasst IHK-Regionalvorsitzende Andrea Thoma-Böck die Ergebnisse prägnant zusammen. „Allerdings werden Lieferschwierigkeiten zunehmend zum Problem unserer Wirtschaft. Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten hemmen vor allem im Bau, Einzelhandel und Industrie zunehmend das wirtschaftliche Wachstum. Gründe hierfür sind Logistikprobleme, Corona-bedingte Störungen in den Produktionsabläufen sowie die inzwischen wieder erhöhte Nachfrage, die erst sukzessive durch Ausweitung von Produktionskapazitäten gedeckt werden kann“, weist IHK-Vizepräsident Dr. Albert Schultz auf eine große Herausforderung für die Wirtschaft hin. Dazu komme die aggressive Preisentwicklung insbesondere bei Rohstoffen, die aktuell teilweise auch spekulationsgetrieben sei.

Schwierigkeiten auf dem Ausbildungsmarkt

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In der Corona-Krise ist der Ausbildungsmarkt in Bayerisch-Schwaben massiv unter Druck geraten. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im vergangenen Jahr im Landkreis Memmingen/Unterallgäu um 11,4 Prozent gesunken. Auch für das im September beginnende Ausbildungsjahr zeichnet sich ein Rückgang ab. Allerdings ist Andrea Thoma-Böck überzeugt: „Die gegenwärtigen Zahlen sind nur Momentaufnahmen. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit unsicheren Lage zahlreiche Ausbildungsverhältnisse kurzfristig geschlossen werden und in den kommenden Monaten noch viel Dynamik in den Ausbildungsmarkt kommen wird. Die bislang von den Unternehmen gemeldeten Ausbildungsplatzangebote liegen derzeit über dem Vorjahresniveau und geben für das im September beginnende Ausbildungsjahr Anlass zur Zuversicht.“

Während die Zahl der Ausbildungsbetriebe schwabenweit mit 4.800 zuletzt nahezu konstant geblieben ist, erweisen sich auf Bewerberseite Corona-bedingte Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung als Hemmnis. „In den Branchen, die vom Lockdown unmittelbar betroffen sind, wie Gastronomie oder Handel, sind derzeit deutliche Rückgänge bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen zu verzeichnen. Auch im Bereich Lager/Logistik ist der Trend rückläufig. Dagegen sind die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, in anderen Branchen nach wie vor sehr gut“, erklärt Thoma-Böck.

IHK Schwaben sieht Probleme bei Schulschließungen

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Mit großer Besorgnis beobachtet IHK-Vizepräsident Dr. Albert Schultz den Corona-bedingten Wegfall des Präsenzunterrichts in Schulen in den vergangenen 14 Monaten. „Kinder- und Jugendärzte bezeichnen Schulschließungen als „wirklich letzte Option“ und warnen vor geistigen, gesundheitlichen und sozialen Defiziten bei Kindern und Jugendlichen. Etwa die Schweiz, Frankreich und andere Länder mit teilweise deutlich höheren Inzidenzen hatten seit der zweiten Welle keine bzw. viel kürzere pauschale Schließungen. Dies ist offensichtlich möglich und auch wir brauchen Präsenzunterricht nun dringend wieder nach den Pfingstferien“. Herausforderung wird es daher sein, potenzielle Bewerber, die aufgrund der Corona-Auflagen und Schulschließungen derzeit nur schwierig zu erreichen sind, für eine duale Ausbildung zu begeistern. Die IHK Schwaben bemühe sich deshalb mit digitalen Formaten, Kampagnen und gezielten Vermittlungsaktionen Bewerber und Unternehmen zusammenzubringen.

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Die Wirtschaft im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen hat sich nach dem starken Einbruch zu Beginn der Pandemie weiter deutlich erholt. Das meldet die Industrie- und Handelskammer Schwaben. Der IHK-Konjunkturindex holt demnach seit Herbst 2020 um 8 Punkte auf und landet damit aktuell bei einem Wert von 110 Punkten. 41 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage mit gut, ein sehr guter Wert im regionalen Vergleich. Die Auftragsrückgänge aus dem Herbst konnten wieder stabilisiert werden. Noch ist jedoch kein Wachstum zu erkennen. Für die kommenden Monate sind die Unternehmen unsicher, wie sich ihre Geschäftslage weiterentwickelt. Die Mehrheit (57 Prozent) erwartet keine Veränderung. Wachstumsimpulse werde eher aus dem Ausland als vom Inlandsmarkt erwartet. Die Investitions- und Beschäftigungspläne sind sehr zurückhaltend und spiegeln die große Skepsis der regionalen Wirtschaft wider.

Tourismus in der Krise, Industrie auf Erholungskurs  

Der erneute Lockdown bringt das Reise- und Gastgewerbe unterdessen weiter in große Bedrängnis. 95 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage. Besonders die Allgäu Top Hotels schlugen deshalb bereits Alarm. Das wirkt sich auch auf den Einzelhandel aus. 41 Prozent der Einzelhändler beklagen die schlechte Geschäftslage. Die Prognosen sind ungewiss und abhängig von den pandemiebedingten Einschränkungen. Im Handel befürchtet man, Kunden dauerhaft für die stationären Geschäfte verloren zu haben, erklärt eine Mitteilung der IHK Schwaben.

Die Industrie konnte sich hingegen sehr gut erholen. 46 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut. Zusätzliche Aufträge kamen sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Die Erwartungen sind recht zuversichtlich. 36 Prozent gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage verbessern wird. Die gute Stimmung überträgt sich allerdings nur zum Teil auf die unternehmensnahen Dienstleistungsunternehmen, so das Ergebnis der IHK Umfrage.

Andrea Thoma-Böck: Lieferschwierigkeiten werden zum Problem

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Während die Zahl der Ausbildungsbetriebe schwabenweit mit 4.800 zuletzt nahezu konstant geblieben ist, erweisen sich auf Bewerberseite Corona-bedingte Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung als Hemmnis. „In den Branchen, die vom Lockdown unmittelbar betroffen sind, wie Gastronomie oder Handel, sind derzeit deutliche Rückgänge bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen zu verzeichnen. Auch im Bereich Lager/Logistik ist der Trend rückläufig. Dagegen sind die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, in anderen Branchen nach wie vor sehr gut“, erklärt Thoma-Böck.

IHK Schwaben sieht Probleme bei Schulschließungen

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