Konjunkturumfrage

Corona hat Allgäuer Tourismus weiter fest im Griff

Die IHK-Konjunkturumfrage zeigt: Der Tourismus ist weiter in Bedrängnis. Die Wirtschaft im Oberallgäu und in Kempten leidet unter der Corona-Krise und kann Erholungskurs nicht fortsetzen. Was die Zahlen besagen und mit welchen Problemen der Ausbildungsmarkt zu kämpfen hat.

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft im Landkreis Oberallgäu und in der Stadt Kempten weiter fest im Griff. Die rasche Erholung, die sich im vergangenen Herbst gezeigt hat, setzte sich im Frühjahr nicht mehr fort. Das zeigt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage deutlich. Der IHK-Konjunkturindex gab um 10 Punkte nach und liegt nun bei 101 Punkten.

Alamierende Lage im Reisegewerbe

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„Insbesondere die Lage des Reise- und Gastgewerbes im Allgäu ist alarmierend. Nach einer ersten Erholung im Sommer 2020 sind die Betriebe seit über einem halben Jahr im zweiten Lockdown“, sagt IHK-Vizepräsident Robert Frank. „Die reine Fixierung auf den Inzidenzwert bei der geplanten Öffnung und der wachsende Fachkräftemangel werden für die Tourismusbranche zu einer immer größeren Herausforderung.“

Große Unterschiede zwischen den Branchen

Doch nicht alle Branchen trifft die Krise gleichermaßen. Dementsprechend gibt es im Oberallgäu und in der Stadt Kempten eine breite Streuung bei der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage. Ein gutes Drittel der Unternehmen äußerte sich in der Konjunkturumfrage zufrieden, in etwa derselbe Anteil beurteilt die Situation kritisch. Der erneute Lockdown trifft vor allem das Reise- und Gastgewerbe, aber auch den Einzelhandel stark. Die Industrie und davon abhängige Unternehmen konnten sich hingegen gut erholen, ihnen kommt die gute Nachfrage auf den Auslandsmärkten zugute.

Wachstumsimpulse aus dem Ausland

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Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der konjunkturellen Lage für das gesamte Allgäu: 29 Prozent der Unternehmen sprechen von einer schlechten Lage. 38 Prozent sind zufrieden. Wachstumsimpulse kamen zuletzt eher aus dem Ausland, bei der Inlandsnachfrage konnten die Allgäuer Unternehmen keine Steigerungen verzeichnen. Trotz vieler Unsicherheiten bezüglich der weiteren Einschränkungen sind die Unternehmen tendenziell optimistisch. 27 Prozent hoffen, dass sich die Geschäftslage in den nächsten Monaten verbessern wird.

Hat der Handel die Kunden dauerhaft verloren?

Die Umsatzprognosen für das Jahr 2021 sind getrübt. Ein Drittel der Unternehmen befürchtet einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Dabei spielt vor allem die schwierige Lage für das Reise- und Gastgewerbe im Allgäu eine große Rolle: 98 Prozent der Unternehmen sprechen von einer schlechten Geschäftslage. Das wirkt sich auch auf den Einzelhandel aus. Auch wenn manche Geschäfte öffnen dürfen, fehlen die Touristen als Kunden. 42 Prozent der Einzelhändler beklagen die schlechte Geschäftslage. Die Prognosen sind ungewiss und abhängig von den pandemiebedingten Einschränkungen. Im stationären Handel befürchtet man, Kunden dauerhaft an den Online-Handel verloren zu haben.

Ausbildungsmarkt massiv unter Druck geraten

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In der Corona-Krise ist der Ausbildungsmarkt in Bayerisch-Schwaben massiv unter Druck geraten. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im vergangenen Jahr schwabenweit um rund 10 Prozent zurückgegangen, im Landkreis Oberallgäu und in Kempten war es ein Minus von 8,7 Prozent. Auch für das im September beginnende Ausbildungsjahr zeichnet sich ein Rückgang ab. Die gegenwärtigen Zahlen sind allerdings nur Momentaufnahmen. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit unsicheren Lage zahlreiche Ausbildungsverhältnisse kurzfristig geschlossen werden und in den kommenden Monaten noch viel Dynamik in den Ausbildungsmarkt kommen wird.

„Herausforderung wird es daher sein, potenzielle Bewerber, die aufgrund der Corona-Auflagen und Schulschließungen derzeit nur schwierig zu erreichen sind, für eine duale Ausbildung zu begeistern“, sagt Björn Athmer, Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben im Allgäu.

Aufatmen bei Allgäuer Hoteliers. Denn wenn die Inzidenzwerte niedrig bleiben, starten bald weitere Öffnungen. Das sind die Pläne der jeweiligen Regionen.

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Große Unterschiede zwischen den Branchen

Doch nicht alle Branchen trifft die Krise gleichermaßen. Dementsprechend gibt es im Oberallgäu und in der Stadt Kempten eine breite Streuung bei der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage. Ein gutes Drittel der Unternehmen äußerte sich in der Konjunkturumfrage zufrieden, in etwa derselbe Anteil beurteilt die Situation kritisch. Der erneute Lockdown trifft vor allem das Reise- und Gastgewerbe, aber auch den Einzelhandel stark. Die Industrie und davon abhängige Unternehmen konnten sich hingegen gut erholen, ihnen kommt die gute Nachfrage auf den Auslandsmärkten zugute.

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Hat der Handel die Kunden dauerhaft verloren?

Die Umsatzprognosen für das Jahr 2021 sind getrübt. Ein Drittel der Unternehmen befürchtet einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Dabei spielt vor allem die schwierige Lage für das Reise- und Gastgewerbe im Allgäu eine große Rolle: 98 Prozent der Unternehmen sprechen von einer schlechten Geschäftslage. Das wirkt sich auch auf den Einzelhandel aus. Auch wenn manche Geschäfte öffnen dürfen, fehlen die Touristen als Kunden. 42 Prozent der Einzelhändler beklagen die schlechte Geschäftslage. Die Prognosen sind ungewiss und abhängig von den pandemiebedingten Einschränkungen. Im stationären Handel befürchtet man, Kunden dauerhaft an den Online-Handel verloren zu haben.

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„Herausforderung wird es daher sein, potenzielle Bewerber, die aufgrund der Corona-Auflagen und Schulschließungen derzeit nur schwierig zu erreichen sind, für eine duale Ausbildung zu begeistern“, sagt Björn Athmer, Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben im Allgäu.

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