E-Netz Allgäu

Von Memmingen 30 Minuten schneller nach München

Der Bahnhof in Memmingen wird zukünftig verstärkt an München und Lindau angebunden. Foto: Stadt Memmingen
Der Bahnhof Memmingen soll in Zukunft verstärkt an Bayerisch-Schwaben und an die Landes-Hauptstadt angebunden werden. Dafür wird der Abschnitt Geltendorf – Memmingen – Lindau Insel elektrifiziert. Auch der Einsatz von Express-Zügen und zusätzliche Verbindungen sind geplant.

Im Rahmen des Strecken-Ausbaus wird derzeit der Abschnitt Geltendorf – Memmingen – Lindau Insel elektrifiziert. Diese Maßnahmen nutzen die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg auch, um ab Dezember 2020 einen schnelleren Nahverkehr mit elektrischen Triebwagen zu bestellen. Damit reduziert sich die Fahrzeit von Memmingen nach München um rund 30 Minuten. Wer Betreiber des Strecken-Abschnittes werden soll, ist noch offen. Im Rahmen eines Teilnahme-Wettbewerbs im Vergabeverfahren E-Netz Allgäu soll das nun ermittelt werden. Die BEG hat dabei bereits klare Vorstellungen geäußert. Denn von diesem Projekt sollen vor allem auch Pendler profitieren.

Startschuss für Vergabeverfahren E-Netz Allgäu

Gegenstand des Verfahrens ist dabei die Strecke München – Buchloe – Memmingen – Kißlegg – Hergatz – Lindau Insel – Lindau-Reutin. Mit der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt am 8. Februar 2017 wurde der Wettbewerb offiziell eröffnet. Für das Verfahren können sich europaweit alle interessierten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen bis Ende August 2017 bewerben. Den Zuschlag wird die Bayerische Eisenbahngesellschaft dann voraussichtlich im Oktober dieses Jahres erteilen. Die Betriebsaufnahme ist laut DB Netz AG anschließend bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 geplant. Dabei sollen auch alle jetzigen Arbeitnehmer mit übernommen werden.

Schneller ins Allgäu und nach München 

Die Elektrifizierung der Strecke Geltendorf – Memmingen – Lindau Insel ist die Voraussetzung für das Ausschreibungs-Projekt E-Netz Allgäu. Mit einer neuen Verbindung im Zwei-Stunden-Takt wird Memmingen dann auch stärker an die Landeshauptstadt München angebunden. Die Züge benötigen zukünftig nur noch gut eine Stunde von Memmingen nach München. Das ist knapp eine halbe Stunde weniger als heute. Zusätzlich sollen auch vermehrt Züge zwischen Memmingen und Lindau verkehren. 

Das soll der Netz-Ausbau beinhalten

Um den Zugverkehr gerade zu den Hauptzeiten zu verbessern, sollen auch mehr Sitzplätze in den Abschnitten mit der größten Nachfrage angeboten werden. Auch auf die Barriere-Freiheit wird verstärkt geachtet. So verlangt die BEG eine rollstuhlgerechte Toilette sowie mindestens zwei Rollstuhlplätze im Fahrgastraum je Zugteil. Um die Fahrgäste besser über Ankunfts- und Abfahrzeiten zu informieren beinhalten die Pläne auch ein Echtzeit-Fahrgast-Informationssystem. Dieses soll auch Informationen über etwaige Anschlussverbindungen geben.

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