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Thermeninhaber Wund erlebt böse Überraschung bei Corona-Hilfen
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Millionenverlust durch Lockdown

Thermeninhaber Wund erlebt böse Überraschung bei Corona-Hilfen

Jörg Wund, Inhaber der Therme Bad Wörishofen. Foto: Therme Bad Wörishofen

Jörg Wund, Inhaber der Therme Bad Wörishofen, droht wegen des Lockdowns ein Millionenverlust. Er hat daher auf die zugesagten Staatshilfen vertraut. Wieso er nun aber die bereits erhaltenen Abschlagszahlungen zurückzahlen muss.

Am vergangenen Sonntag, den 7. Februar, zählte die Therme Bad Wörishofen die Bilanz von 200 Tagen im Lockdown. Durch die Corona-Pandemie musste die Therme am 17. März 2020 für 103 Tage schließen und erneut am 2. November auf noch immer unbestimmte Zeit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden an diesen 200 Tagen über 10 Millionen Euro umgesetzt, wie Inhaber Jürgen Wund auf Nachfrage mitteilt.

Jede Woche Lockdown kostet 250.000 Euro

Trotzdem fallen auch ohne Gäste weiterhin 65 Prozent der Betriebskosten an. „Eine Therme kann nicht einfach abgeschaltet und die Kosten auf Null runtergefahren werden“, erklärt er. Für die Therme Bad Wörishofen bedeute jede weitere Woche im Lockdown Kosten in Höhe von über 250.000 Euro. Daher hat Wund auf Unterstützung vom Staat gehofft. Doch die von der Bundespolitik zugesagten November- und Dezemberhilfen seien bis heute lediglich als Abschlagszahlungen in Höhe von 60.000 Euro eingegangen. Das entspreche 0,6 statt der zugesagten 75 Prozent.

Wund muss Abschlagszahlungen zurückzahlen

Die Abschlagszahlungen decken laut Wund die aktuellen Betriebskosten für zwei Tage. Für die weiteren 198 Schließtage musste er seine angesparten Rücklagen aus über zehn Jahren einsetzen. Doch der für ihn „unverständliche Hammer“ ist: Am vergangenen Dienstag wurde er vom Ministerium aufgefordert, die Abschlagszahlungen zurückzuzahlen und die Anträge neu zustellen. Die Regierung sieht die Thermenwelt Erding und das Hotel Victory zusammen mit der Therme Bad Wörishofen als ein „verbundenes Unternehmen“. Solche Unternehmen dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen stellen. Sie können dementsprechend Überbrückungshilfe insgesamt nur bis zu einer Höhe von 200.000 Euro für vier Monate beantragen.

Ohne Corona-Hilfen Millionenverlust

Für die laufenden Kosten setzt er weiterhin seine angesparten Rücklagen ein. Diese konnte er „dank sparsamen Wirtschaftens“ bilden. Ursprünglich waren diese für neue Attraktionen und Erweiterungen eingeplant. Wenn die zugesagten Hilfen nicht fließen, drohe nach derzeitigem Stand ein Millionenverlust in der Bilanz. Gleichzetig hofft er auf eine individuelle Betrachtung der Thermen bei den Entscheidungen zur Wiedereröffnung. Diese solle zeitgleich mit der Eröffnung der Gastronomiebetriebe erfolgen.

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