Interview

Start-up Johari: Mitarbeiter-Wissen nutzen statt verpuffen lassen

Feedback, Wissen und Ideen der Mitarbeiter rechtzeitig erkennen und für das Unternehmen nutzen – das ist die Idee hinter dem Start-up Johari. Wie ihre Software Manager bei ihrer Entscheidungsfindung helfen soll und wie sie der Corona-Krise begegnen, verrät Gründer Marius Weltz im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie entstand die Idee zu Johari?

Marius Weltz: Wir haben einen Bedarf bei den Unternehmen erkannt, die wir in unserer vorherigen Tätigkeit betreut hatten. Die Lösung ist dann kontinuierlich weiter durch Kunden-Impulse gewachsen.   

Wie kam es zu dem Unternehmensnamen „Johari“? Was steckt dahinter? 

Marius Weltz: Der Name stammt vom Johari-Fenster, das die amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham entwickelt haben. Bei dem Modell geht es um Unterschiede zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Dabei stehen im Wesentlichen blinde Flecken, also Blindspots, im Mittelpunkt. 

Unser Ziel bei Johari ist es, Blindspots, die in Unternehmen vorherrschen, aufzudecken. Wir möchten wichtige Impulse, wie Ideen, Feedback und das Wissen, was oftmals direkt am im Tagesgeschehen entsteht, erkennbar und zielgeführt zielführend nutzbar machen. Wir bieten mit Johari einen Weg, um Mitarbeiter gezielt einzubinden. 

Was ist Johari und wie funktioniert es? 

Mit der Johari Digital Open Door werden Ideen- und Feedback-Workflows in Unternehmen optimiert. Mitarbeiter und Manager können zu jeder Zeit Ideen und Feedback proaktiv einbringen und einfordern. In einem weiteren Schritt werden diese initialen Impulse in digitalen Meetings innerhalb der Johari-Lösung strukturiert weiterentwickelt, um so auch abteilungs- und standortübergreifend an Lösungen zu arbeiten. Alle Inhalte werden analytisch aufbereitet und in einer unternehmensinternen Wissensmanagement- Datenbank gespeichert. Verschiedenste Analysen und Algorithmen unterstützen Manager in ihrer Entscheidungsfindung. 

Was ist eine Digital Open Door und welche Unternehmen brauchen welche?

Mit der Johari Digital Open Door schaffen es Unternehmen und deren Manager, die Impulse ihrer Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen. Die Software ist einsetzbar in allen Abteilungen eines Unternehmens, da Mitarbeiter im Tagesgeschehen laufend Ideen, Feedback, Verbesserungsvorschläge und Problemstellungen haben. Diese werden mit der Johari Digital Open Door für das Management strukturiert sichtbar gemacht. In der digitalen Meeting Struktur können diese Impulse kollaborierend über Standorte und Abteilungen hinweg sowie in agilen Teams und in verschiedenen iterativen Schritten weiterentwickelt werden. Die Digital Open Door ist auf das Erkennen, Einordnen, Weiterentwickeln und Dokumentieren von Mitarbeiterimpulsen spezialisiert und bietet den Managern und Mitarbeitern eines Unternehmens einen Ideen- und Feedback-Workflow.  

Wie wichtig ist es, alle Mitarbeiter in Prozesse einzubinden? 

Das Einbinden der Mitarbeiter direkt insTagesgeschehen ist sehr wichtig! Es braucht aber eine Plattform, um Ideen und Feedback in Echtzeit zu adressieren. So staut sich einerseits kein Frust an, andererseits werden Optimierungspotentiale rechtzeitig erkannt. Genauso muss es so einfach wie möglich sein, Mitarbeiter über verschiedene Teams hinweg gezielt in Lösungsentwicklungen miteinzubeziehen. Nur so können bei bestimmten Herausforderungen Synergieeffekte der Mitarbeiter schnellstmöglich und effizient genutzt werden.  

Welche Rolle spielen die „Impulse der Gemeinschaft“ für die Weiterentwicklung eines Unternehmens? 

Um als Unternehmen nachhaltig erfolgreich zu sein, muss es agil und flexibel arbeiten, um sich schnell auf verändernde Prozesse und neue Marktgegebenheiten einzustellen. Dafür braucht es Mitarbeiterimpulse. Mitarbeiter, die am Kern des Geschehens arbeiten, sammeln Erfahrungen und Wissen. Das macht sie zur wichtigsten Ressource des Unternehmens. Daher ist es entscheidend, diese gezielt in die unternehmensinternen Prozesse zu involvieren und so die Impulse der Gemeinschaft zu nutzen. 

In Zeiten der Digitalisierung: Wie stehen Unternehmen solchen Veränderungen gegenüber?

Das hängt sehr vom individuellen, digitalen Fortschritt des Unternehmens ab. Gerade Unternehmen, welche schon erste Digitalisierungsprojekte abgeschlossen haben, stehen einer solchen Veränderung sehr offen gegenüber. 

Viele sagen, Start-ups aus der Digitalisierung werden besser unterstützt als andere. Könnt ihr das bestätigen? 

Johari ist Mitglied im Digitalen Zentrum Schwaben. Wir genießen hier eine exzellente Betreuung. Hier haben wir größtenteils mit Start-ups aus dem digitalen Bereich zu tun. Dementsprechend haben wir wenig Erfahrung, was die Unterstützung von Start-ups in anderen Branchen angeht.  

Als Start-up seid ihr von der Corona- Krise bestimmt besonders betroffen. Wie begegnet ihr der Krise? 

Die Neukundenakquise haben wir angehalten bis der erste Sturm vorüber ist. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf bestehende Kunden und anstehende Projekte. Mit dem Fokus auf unsere Kunden und die Weiterentwicklung unserer Lösung gehen wir so gestärkt daraus hervor. 

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Wie kam es zu dem Unternehmensnamen „Johari“? Was steckt dahinter? 

Marius Weltz: Der Name stammt vom Johari-Fenster, das die amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham entwickelt haben. Bei dem Modell geht es um Unterschiede zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Dabei stehen im Wesentlichen blinde Flecken, also Blindspots, im Mittelpunkt. 

Unser Ziel bei Johari ist es, Blindspots, die in Unternehmen vorherrschen, aufzudecken. Wir möchten wichtige Impulse, wie Ideen, Feedback und das Wissen, was oftmals direkt am im Tagesgeschehen entsteht, erkennbar und zielgeführt zielführend nutzbar machen. Wir bieten mit Johari einen Weg, um Mitarbeiter gezielt einzubinden. 

Was ist Johari und wie funktioniert es? 

Mit der Johari Digital Open Door werden Ideen- und Feedback-Workflows in Unternehmen optimiert. Mitarbeiter und Manager können zu jeder Zeit Ideen und Feedback proaktiv einbringen und einfordern. In einem weiteren Schritt werden diese initialen Impulse in digitalen Meetings innerhalb der Johari-Lösung strukturiert weiterentwickelt, um so auch abteilungs- und standortübergreifend an Lösungen zu arbeiten. Alle Inhalte werden analytisch aufbereitet und in einer unternehmensinternen Wissensmanagement- Datenbank gespeichert. Verschiedenste Analysen und Algorithmen unterstützen Manager in ihrer Entscheidungsfindung. 

Was ist eine Digital Open Door und welche Unternehmen brauchen welche?

Mit der Johari Digital Open Door schaffen es Unternehmen und deren Manager, die Impulse ihrer Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen. Die Software ist einsetzbar in allen Abteilungen eines Unternehmens, da Mitarbeiter im Tagesgeschehen laufend Ideen, Feedback, Verbesserungsvorschläge und Problemstellungen haben. Diese werden mit der Johari Digital Open Door für das Management strukturiert sichtbar gemacht. In der digitalen Meeting Struktur können diese Impulse kollaborierend über Standorte und Abteilungen hinweg sowie in agilen Teams und in verschiedenen iterativen Schritten weiterentwickelt werden. Die Digital Open Door ist auf das Erkennen, Einordnen, Weiterentwickeln und Dokumentieren von Mitarbeiterimpulsen spezialisiert und bietet den Managern und Mitarbeitern eines Unternehmens einen Ideen- und Feedback-Workflow.  

Wie wichtig ist es, alle Mitarbeiter in Prozesse einzubinden? 

Das Einbinden der Mitarbeiter direkt insTagesgeschehen ist sehr wichtig! Es braucht aber eine Plattform, um Ideen und Feedback in Echtzeit zu adressieren. So staut sich einerseits kein Frust an, andererseits werden Optimierungspotentiale rechtzeitig erkannt. Genauso muss es so einfach wie möglich sein, Mitarbeiter über verschiedene Teams hinweg gezielt in Lösungsentwicklungen miteinzubeziehen. Nur so können bei bestimmten Herausforderungen Synergieeffekte der Mitarbeiter schnellstmöglich und effizient genutzt werden.  

Welche Rolle spielen die „Impulse der Gemeinschaft“ für die Weiterentwicklung eines Unternehmens? 

Um als Unternehmen nachhaltig erfolgreich zu sein, muss es agil und flexibel arbeiten, um sich schnell auf verändernde Prozesse und neue Marktgegebenheiten einzustellen. Dafür braucht es Mitarbeiterimpulse. Mitarbeiter, die am Kern des Geschehens arbeiten, sammeln Erfahrungen und Wissen. Das macht sie zur wichtigsten Ressource des Unternehmens. Daher ist es entscheidend, diese gezielt in die unternehmensinternen Prozesse zu involvieren und so die Impulse der Gemeinschaft zu nutzen. 

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Das hängt sehr vom individuellen, digitalen Fortschritt des Unternehmens ab. Gerade Unternehmen, welche schon erste Digitalisierungsprojekte abgeschlossen haben, stehen einer solchen Veränderung sehr offen gegenüber. 

Viele sagen, Start-ups aus der Digitalisierung werden besser unterstützt als andere. Könnt ihr das bestätigen? 

Johari ist Mitglied im Digitalen Zentrum Schwaben. Wir genießen hier eine exzellente Betreuung. Hier haben wir größtenteils mit Start-ups aus dem digitalen Bereich zu tun. Dementsprechend haben wir wenig Erfahrung, was die Unterstützung von Start-ups in anderen Branchen angeht.  

Als Start-up seid ihr von der Corona- Krise bestimmt besonders betroffen. Wie begegnet ihr der Krise? 

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