Interview

Samway: „Masken werden auch zukünftig Teil des Alltags sein“

Das Mindelheimer Unternehmen Samway hat mitten in der Corona-Krise eine neue Marke gegründet. Franz-Josef Schöbel, Gründer und Geschäftsführer von Samway, verrät im Interview, wie die Einführung von Samway.care verlaufen ist und wie diese das Unternehmen vor Umsatzeinbußen gerettet hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Franz-Josef Schöbel, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von Samway und produzieren seit dem vergangenen Jahr OP-Masken „Made in Germany“. Wie würden Sie Ihren Alltag seit Beginn der Corona-Pandemie beschreiben?

Franz-Josef Schöbel: Wir haben uns vor fast einem Jahr entschieden, die Maskenproduktion als völlig neuen Geschäftsbereich aufzubauen. Natürlich arbeiten wir unter starken hygienischen Auflagen, dazu gehört das Tragen unserer Masken, aber auch strenge Schutzvorkehrungen in der Produktion – vom Reinraum bis zu Schutzanzügen – sind notwendig. Ansonsten ist der Alltag bisweilen sehr hektisch, um nicht zu sagen schweißtreibend, gewesen.

Ihr Unternehmen hat im August 2020 die Produktion zertifizierter OP-Masken und dreilagigen Gesichtsmasken gestartet. Wie kam es dazu?

Die Idee wurde quasi aus der Not geboren, da Samway in der Krise Einbußen hinnehmen musste. So haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und mit der Marke Samway.care innerhalb von nur wenigen Monaten eine komplette Maskenproduktion aufgebaut. Natürlich war das eine große Herausforderung. Von Null auf 1,5 Millionen monatlich produzierte Artikel. Das war sportlich und es waren einige Hürden zu überspringen – von der Materialbeschaffung bis zum Zertifizierungsprozess. Aber wir haben es gechafft. Seitdem leistet Samway einen wichtigen Beitrag für unser Gesundheitssystem.

Für wie wichtig bewerten Sie bei der Maskenproduktion „Made in Germany“?

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Das ist für uns absolut wichtig. Die ursprüngliche Idee war ja, Deutschland bei der Produktion von Asien unabhängig zu machen, dort gab es häufig miserable Verarbeitung und Materialfehler der Produkte. Zudem waren Masken mit gefälschten Zertifizierungen auf dem Markt. Unser Ziel war die Herstellung eines regionalen Qualitätsartikels, der in Deutschland verfügbar und damit schnell greifbar ist. Alle Materialien bei Samway stammen aus der Umgebung. Das heißt: kurze Lieferwege und eine Bevorratung in unserem Lager für ein halbes Jahr.

Was hat sich für Sie durch die FFP2-Maskenpflicht geändert?

Im Grunde genommen hat sich nichts verändert, da wir Kunden nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland beliefern. Die Nachfrage nach dem medizinischen Mund- und Nasenschutz von Samway.care ist groß. Wir beliefern Krankenhäuser, den Handel mit Medizinprodukten und Gewerbekunden. Bei den OP-Masken handelt es sich um Medizinprodukte, die für den Fremdschutz entwickelt sind und zum Beispiel in Krankenhäusern oder Arztpraxen zum Einsatz kommen. Das war schon vor der Corona-Krise der Fall und wird auch danach so bleiben.

Könnten Sie sich vorstellen, die Produktion von OP- auf FFP2-Masken umzustellen?

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Samway.care, also die Produktionslinie mit zertifizierten OP-Masken, wird auch künftig unser Standbein sein. Aus aktuellem Anlass haben wir aber auch FFP2-Masken in unser Programm mit aufgenommen. Damit bieten wir eine ebenfalls zu 100 Prozent in Deutschland hergestellte FFP2-Maske als Ergänzung zu unseren OP-Masken an. Diese Produkte entsprechen den deutschen und europäischen Normen mit CE-Zeichen, sie liefern eine hohe Filterleistung und ermöglichen auch das Atmen einwandfrei.

Haben Sie weitere Projekte zur Bekämpfung der Pandemie geplant?

An Ideen mangelt es uns bei Samway nicht. Natürlich blicken wir auch über den Tellerrand, um zu sehen, wie es in Zukunft weitergehen könnte. Ich bin der Meinung, dass das Thema Maske ein fester Bestandteil unseres Alltags bleibt, da uns die Pandemieerfahrung weiterhin begleiten wird. Aus diesem Grund planen wir eine weitere Linie mit einer sogenannten Cent-Maske, die beispielsweise bei größeren Veranstaltungen wie etwa Fußballspielen angeboten werden kann.

Wie stark hat Ihr Unternehmen von der Krise profitiert?

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Lassen Sie mich folgendermaßen antworten: Profitieren hört sich nach unglaublichen Umsatzzahlen an. Das haben in der Krise wohl die wenigsten geschafft, es sei denn man ist Internet-Händler. Samway hat trotz Einbußen ein solides Jahr hinter sich gebracht, da wir die Ärmel hochgekrempelt und mit der Maskenproduktion einen komplett neuen Geschäftsbereich auf die Beine gestellt haben. Darauf sind wir stolz.

Welche Ziele haben Sie sich für 2021 gesetzt?

Wir wollen weiterwachsen, die Maskenproduktion ausbauen und im Bereich Vertrieb und Marketing neue Projekte an Land ziehen.

Am Ende noch eine Schätzfrage: Wie lange wird die Corona-Pandemie Ihrer Meinung nach unseren Alltag noch beeinflussen?

Dazu kann und möchte ich nichts sagen. Keiner weiß, wie lange die Pandemie noch andauern wird. Aber eines steht wie gesagt fest: Das Thema Masken wird auch künftig aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sein.

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Das Mindelheimer Unternehmen Samway hat mitten in der Corona-Krise eine neue Marke gegründet. Franz-Josef Schöbel, Gründer und Geschäftsführer von Samway, verrät im Interview, wie die Einführung von Samway.care verlaufen ist und wie diese das Unternehmen vor Umsatzeinbußen gerettet hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Franz-Josef Schöbel, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von Samway und produzieren seit dem vergangenen Jahr OP-Masken „Made in Germany“. Wie würden Sie Ihren Alltag seit Beginn der Corona-Pandemie beschreiben?

Franz-Josef Schöbel: Wir haben uns vor fast einem Jahr entschieden, die Maskenproduktion als völlig neuen Geschäftsbereich aufzubauen. Natürlich arbeiten wir unter starken hygienischen Auflagen, dazu gehört das Tragen unserer Masken, aber auch strenge Schutzvorkehrungen in der Produktion – vom Reinraum bis zu Schutzanzügen – sind notwendig. Ansonsten ist der Alltag bisweilen sehr hektisch, um nicht zu sagen schweißtreibend, gewesen.

Ihr Unternehmen hat im August 2020 die Produktion zertifizierter OP-Masken und dreilagigen Gesichtsmasken gestartet. Wie kam es dazu?

Die Idee wurde quasi aus der Not geboren, da Samway in der Krise Einbußen hinnehmen musste. So haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und mit der Marke Samway.care innerhalb von nur wenigen Monaten eine komplette Maskenproduktion aufgebaut. Natürlich war das eine große Herausforderung. Von Null auf 1,5 Millionen monatlich produzierte Artikel. Das war sportlich und es waren einige Hürden zu überspringen – von der Materialbeschaffung bis zum Zertifizierungsprozess. Aber wir haben es gechafft. Seitdem leistet Samway einen wichtigen Beitrag für unser Gesundheitssystem.

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Das ist für uns absolut wichtig. Die ursprüngliche Idee war ja, Deutschland bei der Produktion von Asien unabhängig zu machen, dort gab es häufig miserable Verarbeitung und Materialfehler der Produkte. Zudem waren Masken mit gefälschten Zertifizierungen auf dem Markt. Unser Ziel war die Herstellung eines regionalen Qualitätsartikels, der in Deutschland verfügbar und damit schnell greifbar ist. Alle Materialien bei Samway stammen aus der Umgebung. Das heißt: kurze Lieferwege und eine Bevorratung in unserem Lager für ein halbes Jahr.

Was hat sich für Sie durch die FFP2-Maskenpflicht geändert?

Im Grunde genommen hat sich nichts verändert, da wir Kunden nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland beliefern. Die Nachfrage nach dem medizinischen Mund- und Nasenschutz von Samway.care ist groß. Wir beliefern Krankenhäuser, den Handel mit Medizinprodukten und Gewerbekunden. Bei den OP-Masken handelt es sich um Medizinprodukte, die für den Fremdschutz entwickelt sind und zum Beispiel in Krankenhäusern oder Arztpraxen zum Einsatz kommen. Das war schon vor der Corona-Krise der Fall und wird auch danach so bleiben.

Könnten Sie sich vorstellen, die Produktion von OP- auf FFP2-Masken umzustellen?

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Samway.care, also die Produktionslinie mit zertifizierten OP-Masken, wird auch künftig unser Standbein sein. Aus aktuellem Anlass haben wir aber auch FFP2-Masken in unser Programm mit aufgenommen. Damit bieten wir eine ebenfalls zu 100 Prozent in Deutschland hergestellte FFP2-Maske als Ergänzung zu unseren OP-Masken an. Diese Produkte entsprechen den deutschen und europäischen Normen mit CE-Zeichen, sie liefern eine hohe Filterleistung und ermöglichen auch das Atmen einwandfrei.

Haben Sie weitere Projekte zur Bekämpfung der Pandemie geplant?

An Ideen mangelt es uns bei Samway nicht. Natürlich blicken wir auch über den Tellerrand, um zu sehen, wie es in Zukunft weitergehen könnte. Ich bin der Meinung, dass das Thema Maske ein fester Bestandteil unseres Alltags bleibt, da uns die Pandemieerfahrung weiterhin begleiten wird. Aus diesem Grund planen wir eine weitere Linie mit einer sogenannten Cent-Maske, die beispielsweise bei größeren Veranstaltungen wie etwa Fußballspielen angeboten werden kann.

Wie stark hat Ihr Unternehmen von der Krise profitiert?

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Lassen Sie mich folgendermaßen antworten: Profitieren hört sich nach unglaublichen Umsatzzahlen an. Das haben in der Krise wohl die wenigsten geschafft, es sei denn man ist Internet-Händler. Samway hat trotz Einbußen ein solides Jahr hinter sich gebracht, da wir die Ärmel hochgekrempelt und mit der Maskenproduktion einen komplett neuen Geschäftsbereich auf die Beine gestellt haben. Darauf sind wir stolz.

Welche Ziele haben Sie sich für 2021 gesetzt?

Wir wollen weiterwachsen, die Maskenproduktion ausbauen und im Bereich Vertrieb und Marketing neue Projekte an Land ziehen.

Am Ende noch eine Schätzfrage: Wie lange wird die Corona-Pandemie Ihrer Meinung nach unseren Alltag noch beeinflussen?

Dazu kann und möchte ich nichts sagen. Keiner weiß, wie lange die Pandemie noch andauern wird. Aber eines steht wie gesagt fest: Das Thema Masken wird auch künftig aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sein.

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