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Pfeifer-Gruppe:  So gelingt die Unternehmensnachfolge
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Nachfolgeregelung

Pfeifer-Gruppe:  So gelingt die Unternehmensnachfolge

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Gerhard Pfeifer übergibt die operative Führung seiner Firma an Ralph Wiegand. Foto: Pfeifer Gruppe
Von Laura Cedrone

Seit Anfang des Jahres hat die Pfeifer-Gruppe mit Ralph Wiegand einen neuen CEO. Im Interview verrät er gemeinsam mit Inhaber Gerhard Pfeifer, welche Herausforderungen ein Führungswechsel mit sich bringt und mit welchen Tipps er gelingen kann.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Pfeifer, wie kam es nach 36 Jahren im aktiven Geschäft und rund 23 Jahren mit Ihnen als CEO in Ihrem Familienunternehmen nun zu diesem Wandel?

Gerhard Pfeifer: Mit 66 Jahren bin ich in einem Alter, in dem es höchste Zeit ist, seine Nachfolge zu regeln. Für meine beiden Töchter käme eine solche Verantwortung in jedem Fall zu früh. Ich hatte das Glück, dass ich Herrn Wiegand durch einen Beratungsauftrag bereits über einen längeren Zeitraum persönlich kennen und schätzen lernen konnte. Als Herr Wiegand mir schließlich signalisierte, wieder eine operative Führungsrolle übernehmen zu wollen, habe ich nur eine Nacht darüber geschlafen und mich am nächsten Morgen dazu entschlossen, ihm ein Angebot zu machen.

Wieso haben Sie sich für Herrn Wiegand – einen Vollblut-Rheinländer, der in Köln lebt – als CEO-Nachfolger für PFEIFER entschieden?

Gerhard Pfeifer: Während seiner Tätigkeit als Berater konnte ich erkennen, dass Herr Wiegand über ein ganzes Bündel sehr guter Qualifikationen und Eigenschaften verfügt. Zunächst war es beeindruckend, in welch kurzer Zeit Herr Wiegand ein feines und differenziertes Gespür für unser Haus und seine Geschäftsmodelle entwickeln konnte. Dann zeigte sich sein ausgezeichnetes strategisches Verständnis, was für die Rolle des CEOs eine wesentliche Voraussetzung darstellt. Schließlich durfte ich ihn während des Beratungsprojektes auch in seiner Art zu managen erleben. Dabei hat Herr Wiegand ganz nebenbei auch einen sehr guten Draht zu unseren Führungskräften gefunden – das waren alles in allem eigentlich ideale Voraussetzungen.

Herr Wiegand, was hat Sie an der Firma Pfeifer gepackt?

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Ralph Wiegand: Von Anfang an war Herr Pfeifer von allen Faktoren der maßgebliche, an dem sich mein Interesse für Pfeifer entzündet hat. Er hat einen sehr weiten strategischen Rahmen aufgespannt, in dem ich mit meinen Fähigkeiten unmittelbar wirksam werden kann. Ich hatte zu Beginn nicht die geringste Ahnung von Seilen – trotzdem hat mich das Potenzial der Firma beeindruckt und überzeugt. Als ich dann das Angebot von Herrn Pfeifer erhielt, die CEO-Rolle zu übernehmen, haben Herz, Kopf und Bauch zusammengespielt und pro Pfeifer gestimmt. Es ist natürlich nicht ganz gewöhnlich, in Memmingen zu arbeiten und in Köln zu wohnen – aber meine Frau und meine Familie haben gespürt, wie positiv gestimmt ich von meinem Engagement bei Pfeifer nach Hause kam. Ich kann bereits heute sagen, dass ich bis zu meiner Rente bei Pfeifer bleiben möchte.

Wie geht es nun mit dem Unternehmen weiter?

Ralph Wiegand: Unser Ziel ist es nicht, nur höhere Umsatzzahlen zu erreichen, sondern wir wollen strategisch, weltweit und nachhaltig wachsen – unser Fokus liegt dabei vor allem auf der nördlichen Halbkugel sowie im Speziellen in den USA und in China. Wir verfügen über das Potenzial, in diesen Kernmärkten zum Marktführer innerhalb unserer Nischenmärkte zu werden.

Welche Vorteile sehen Sie durch den Wechsel für Ihr Unternehmen?

Gerhard Pfeifer: Ich habe zuletzt zunehmend erkannt, dass das Unternehmen in seiner Größe und internationalen Aufstellung für die weitere Entwicklung andere Strukturen und eine andere Art der Führung benötigt. Das bedeutet jetzt für uns alle natürlich einen gewissen auch spürbaren Umbruch – aber diesen muss es auch geben. Ich bin davon überzeugt, dass Pfeifer mit diesen notwendigen Veränderungen für viele weitere Jahre eine erfolgreiche Zukunft haben wird.

Auf welchen Zeitraum ist die Übergabe angelegt?

Ralph Wiegand: Wir haben uns kein Enddatum der Zusammenarbeit gesetzt. Ich wünsche Herrn Pfeifer ein sehr langes Leben und hoffe inständig, dass er noch lange Lust hat, regelmäßig ins Unternehmen zu kommen. Pfeifer profitiert von unserer Zusammenarbeit.

Herr Wiegand, wie wird es für Sie sein, wenn Ihr Sparringspartner irgendwann fehlt?

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Ralph Wiegand: Das ist ein wichtiger Punkt, den viele Manager unterschätzen. Ich bin ein Mensch, der Expertise sehr schätzt und sich gerne Feedback einholt – dadurch kann ich mein Verständnis erweitern und Kraft schöpfen. Ich mag es mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn Herr Pfeifer nicht mehr regelmäßig vor Ort ist. Ich schätze ihn nicht nur fachlich, auch menschlich hilft mir sein Urteilsvermögen im Alltag sehr.

Herr Pfeifer, wie geht es für Sie als Inhaber weiter?

Gerhard Pfeifer: Aktuell bin ich noch sehr gerne vor Ort, trotzdem möchte ich mich nach und nach zurücknehmen und auch privaten Projekten widmen. Ich freue mich darauf, freier entscheiden zu können, ob ich ins Büro komme oder nicht. Gleichzeitig fühle ich, dass ich mit und in diesem Unternehmen aufgewachsen und deshalb mit ihm verwachsen bin. In meiner Kindheit war die Werkstatt meines Vaters mein erster Spielplatz. Das Unternehmen Pfeifer ist ein wesentlicher Teil meines Lebens und das wird es bis zum Ende meiner Tage bleiben.

Wie ein Unternehmen 440 Jahre erfolgreich bleibt, wie Unternehmensnachfolge richtig geht und was er sich für den deutschen Mittelstand wünscht, erzählt Gerhard Pfeifer bereits im Jahr 2019 im Interview.

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