VernetZEN

Handwerkskammer Ulm informiert über Betriebs-Übernahme

Betriebs-Übernahmen sind eine heikle Angelegenheit bei der es viel zu beachten gilt. Deswegen lud die HWK Ulm ein, sich zu informieren. Die dabei geknüpften Kontakte der Teilnehmer sollen bei zukünftigen Übergaben hilfreich sein.

Vernetzen, Kontakte knüpfen, kennenlernen und informieren – das war das Ziel von mehr als 140 Handwerkern beim „Tag der Betriebsnachfolge“ in der Handwerkskammer Ulm. Die Handwerkskammer Ulm berät mit ihrem Zentrum für Betriebsnachfolge (ZEN) Übergeber und Übernehmer im gesamten Prozess der Betriebsnachfolge.

„Damit tragen wir dazu bei, dass möglichst wenig Handwerksbetriebe schließen müssen. Das ZEN ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Wirtschaftsstruktur in unseren Regionen“, erklärt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Roman Gottschalk: „Chancen zur Information genutzt“

Roman Gottschalk, Moderator des Zentrums für Betriebsnachfolge (ZEN) der Handwerkskammer Ulm, freut sich über die positive Resonanz: „Heute haben auch viele junge Handwerkerinnen und Handwerker die Chance genutzt, sich über die Möglichkeiten einer Betriebsübernahme zu informieren. Sie haben diskret und unkompliziert Kollegen, die ihren Betrieb übergeben möchten, kennenlernen können.

Betriebsübernahme ist eine sensible Angelegenheit 

Gottschalk motiviert die Betriebe weiterhin auf ihn zuzukommen: „Eine Betriebsübergabe ist eine sensible Angelegenheit, in die unterschiedliche Themen hineinspielen: Erbrecht, Familiensituation, bevorstehendes Ausscheiden aus dem eigenen Berufsleben in den Ruhestand, kaufmännische und steuerrechtliche Fragestellungen.“ Weiter erklärte er: „Unser Ziel ist eine maßgeschneiderte Lösung vor Ort für den Betrieb und den Übernehmenden zu finden. Jeder der Beteiligten muss sich darin wiederfinden.“

2.700 Betriebe werden momentan übergeben

Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm stehen altersbedingt circa 2.700 Betriebe mitten in oder kurz vor einer Betriebsübergabe. „Wenn uns dieser Übergabeprozess koordiniert in der Fläche gelingt, sichern wir die Beschäftigung und die Nahversorgung in unserer Region. Wir reduzieren die Auswirkungen für den Kunden in Form von steigenden Preisen oder Versorgungslücken“, erklärt Dr. Tobias Mehlich.

Die Konjunktur im Handwerk ist gut

Die konjunkturelle Lage im Handwerk ist weiterhin gut. Mehr als 70 Prozent der Handwerksbetriebe sprechen in der aktuellen Konjunkturumfrage von einer guten oder sehr guten Auslastung. Fast 85 Prozent erwarten für 2019 eine weiterhin gute oder noch verbesserte Geschäftslage.

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