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Multivac stellt Produktion auf Ökostrom um
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Energiewende

Multivac stellt Produktion auf Ökostrom um

 2022-04-12, Gruppenbild Zertifikatsübergabe TWS Grünstrom
Michael Ermark B4B Wirtschaftsleben Schwaben vmm Wirtschaftsverlag
Von Michael Ermark

So möchte das Unternehmen seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wie viel CO2 eingespart wird – und wie das Projekt genau umgesetzt wird.

Um den Kampf gegen die Erderwärmung zu unterstützen, setzt Multivac an seinen Produktionsstandorten in Deutschland und Österreich auf Ökostrom. Mit dieser Maßnahme soll sich der CO2-Fußabdruck des Unternehmens in den nächsten drei Jahren um mehr als 20.000 Tonnen reduzieren. Zudem wird der Ausbau von Photovoltaikanlagen vorangetrieben. Als regionaler Partner beliefern die Technischen Werke Schussental (TWS) alle deutschen Multivac Standorte mit zertifiziertem Grünstrom. Inzwischen fand die offizielle Zertifikatsübergabe in Wolfertschwenden statt. Armin Feser, TWS-Vertriebsleiter und Manuel Erens, Vertrieb Geschäftskunden bei der TWS, überreichten das Zertifikat an Christian Traumann, Geschäftsführender Direktor von Multivac, und Alexander Hauschke, Executive Vice President Corporate Strategy bei Multivac. 

Die Folgen der Erderwärmung drängen sich immer stärker ins Bewusst-sein. Um die Notbremse zu ziehen, will die Bundesregierung Deutsch­land nun schon bis 2045 klimaneutral aufstellen – ursprüngliches Ziel war 2050. Das bedeutet das schrittweise Ende für fossilen Strom aus Stein- und Braunkohlekraftwerken bis 2038. Und den Ausbau der erneu­erbaren Energien.

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Weshalb die Wirtschaft dringend miteinbezogen werden muss

„Die Industrie verbraucht rund 45 Prozent des Stroms in Deutschland. Entsprechend hoch ist der Beitrag zum Klimaschutz, den Unternehmen mit dem Umstieg auf Ökostrom leisten können“, sagte Christian Traumann, und ergänzt: „Wir wollen die Schonfristen für den Umstieg deshalb nicht ausreizen. Als Industrieunternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, den Verbrauch fossiler Energie schnellstmöglich zu reduzieren und CO2-Emissionen einzusparen. Wir steigen deshalb ab sofort an unseren Produktionsstandorten in Deutschland und Österreich auf umweltfreundlichen Ökostrom um.“

Christian Traumann, Geschäftsführender Direktor von Multivac. Foto: Multivac


Wie wird der Umstieg umgesetzt?

Um den Umstieg auf Ökostrom schnell zu bewerkstelligen, hat Multivac einen Zulieferervertrag mit der TWS geschlossen, die seit Januar 2022 als regionaler Partner alle deutschen Standorte mit zertifiziertem Grünstrom mit Herkunftsnachweis und Reinvest in erneuerbare Energien beliefern. Das Unternehmen mit Sitz in Ravensburg betreibt 27 Stromerzeugungsanlagen. Mit diesen Anlagen erzeugte die TWS im Jahr 2021 rund 72 Millionen Kilowattstunden Ökostrom.

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„Für die Jahre 2022 bis 2024 wird uns die TWS für unsere Standorte in Wolfertschwenden, Bruckmühl, Enger, Markt Einersheim und Nettetal 45.000.000 Kilowattstunden grünen Strom zur Verfügung stellen, die österreichische Wels Strom GmbH für unseren Standort in Lechaschau zusätzliche 5.600.000 Kilowattstunden im Jahr 2022“, erklärtChristian Traumann. „Mit diesem Ökostrom können wir den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens deutlich verbessern und rund 20.300 Tonnen CO2 einsparen.“ Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Menge, die rund 29.000 Fichten mit einer Höhe von 35 Metern in 100 Jahren speichern.

Archivbild. Der Allgäuer Standort von Multivac in Wolfertschwenden. Foto: Multivac


Strom aus Eigenerzeugung fließt mit ein

Multivac lässt sich Ökostrom allerdings nicht zu 100 Prozent zuliefern. Einen Teil produziert das Unternehmen mit eigenen Photovoltaikanlagen. So hat das Verpackungsunternehmen an fünf seiner Standorte Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.600 Kilowattpeak installiert. Weitere Eigenerzeugungsanlagen sind in Planung. Zuletzt wurden am Standort Lechaschau auf einer Fläche von 2.330 Quadratmetern 1.330 Photovoltaikmodule aufgestellt. Sie erzeugen eine Jahresleistung von knapp 496.000 Kilowattstunden. Christian Traumann erläuterte hierzu: „Dank der Kraft der Sonne gelingt es uns, weitere 300 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einzusparen.“ Zudem setze das Unternehmen für die Gewinnung von Wärme auf eigene Blockheizkraftwerke (BHKW).

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