Corona-Krise

Michael Stoiber: Das Unterallgäu bleibt wirtschaftlich stabil

Bislang kommt das Unterallgäu relativ stabil durch die Corona-Krise. Das ist das derzeitige Fazit von Michael Stoiber, Sachgebietsleiter am Landratsamt im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags. Das sind die Gründe.

Wie ist die Wirtschaft im Unterallgäu aufgestellt und wie wirkt sich die Corona-Pandemie aus? Darüber informierte Michael Stoiber, Sachgebietsleiter am Landratsamt, nun im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags. Insgesamt komme der Landkreis bislang relativ gut durch die Krise.

Im Unterallgäu gibt es 7.284 Betriebe. Große Bedeutung hat laut Stoiber das Handwerk mit 2.445 Betrieben, 11.200 Beschäftigten und einem Umsatz von 1,54 Milliarden Euro im Jahr 2019. Das Handwerk habe die Krise bisher recht gut überstanden - auch wenn dies je nach Branche unterschiedlich und zum Beispiel der Baubereich weniger stark betroffen sei als etwa Frisöre oder Optiker. „Im Großen und Ganzen sind die Auftragsbücher voll und es läuft“, sagte Stoiber.

Corona ist „Problemverstärker“

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Charakteristisch fürs Unterallgäu seien auch die umsatzstarken Industrieunternehmen. 136 Firmen mit 22.458 Beschäftigten erwirtschafteten 2019 einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie rechnen laut Industrie- und Handelskammer 70 Prozent der Unternehmen mit Umsatzrückgängen. Auch hier ist die Betroffenheit branchenabhängig, wie der Wirtschaftsförderer erläuterte. Während etwa die Verpackungsindustrie oder das Ernährungsgewerbe wenig bis gar nicht unter der Krise leiden würden, wirke sich diese zum Beispiel auf den Maschinenbau stärker aus. Bestünden in einer Branche bereits Schwierigkeiten, wie zum Beispiel bei Automobilzulieferbetrieben aufgrund des Strukturwandels in der Automobilbranche, dann sei Corona ein „Problemverstärker“. „Insgesamt kann man aber sagen, dass die Umsatzrückgänge in den meisten Fällen noch nicht existenzbedrohend sind“, resümierte Stoiber. Die große Frage sei allerdings, wie es in den kommenden Monaten weitergehe.

Ausbildungsmarkt leidet kaum

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Der Ausbildungsmarkt im Unterallgäu ist Stoiber zufolge stabil. Auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr weniger Ausbildungsplätze in der Gastronomie oder im Handel gebe, seien es insgesamt immer noch mehr Stellen als Bewerber. Unter Corona gelitten habe aber die Berufsorientierung. Wegen der Pandemie seien viele Ausbildungsmessen, auf denen sich Schüler ein Bild von den verschiedenen Berufen machen können, nicht möglich gewesen.

Die Arbeitslosenquote sei Corona-bedingt auf durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen und viele Unternehmen hätten von der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. „Wir haben aber immer noch deutschlandweit eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten,“ sagte Stoiber. Bemerkbar macht sich die wirtschaftliche Situation auch in den Gemeinden. Die Steuereinnahmen der Kommunen seien bis zum dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent zurückgegangen.

Ein wichtiges Standbein im Unterallgäu ist der Tourismus. Im Jahr 2019 kamen mehr als 300.000 Gäste ins Unterallgäu und bescherten dem Landkreis über eine Million Übernachtungen. Die Gästeankünfte gehen seit 2012 deutlich nach oben, wie Stoiber sagte. „Es machen immer mehr Leute im Unterallgäu Urlaub.“ Zwar verzeichne Bad Wörishofen einen Rückgang, nach Bad Grönenbach und Mindelheim kommen jedoch immer mehr Gäste. „Während des Lockdowns sind die Ankunfts- und Übernachtungszahlen allerdings eingebrochen“, berichtete Stoiber. „Danach sind diese zwar wieder angestiegen, jedoch deutlich unter Vorjahresniveau geblieben.“ 

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Im Unterallgäu gibt es 7.284 Betriebe. Große Bedeutung hat laut Stoiber das Handwerk mit 2.445 Betrieben, 11.200 Beschäftigten und einem Umsatz von 1,54 Milliarden Euro im Jahr 2019. Das Handwerk habe die Krise bisher recht gut überstanden - auch wenn dies je nach Branche unterschiedlich und zum Beispiel der Baubereich weniger stark betroffen sei als etwa Frisöre oder Optiker. „Im Großen und Ganzen sind die Auftragsbücher voll und es läuft“, sagte Stoiber.

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Die Arbeitslosenquote sei Corona-bedingt auf durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen und viele Unternehmen hätten von der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. „Wir haben aber immer noch deutschlandweit eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten,“ sagte Stoiber. Bemerkbar macht sich die wirtschaftliche Situation auch in den Gemeinden. Die Steuereinnahmen der Kommunen seien bis zum dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent zurückgegangen.

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