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Memmingen: Dieses Büro gewinnt Architekturwettbewerb
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Stadtentwicklung

Memmingen: Dieses Büro gewinnt Architekturwettbewerb

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Bei der Preisverleihung: Karlheinz Bayer (i+R Wohnbau), Oliver Braun (a+r Architekten), Bürgermeisterin Margareta Böckh, Alexander Lange (a+r Architekten), Michael Gebhard (Morpho-Logic und Jury-Vorsitzender Prof. Florian Burgstaller.Fotos: Alexandra Wehr / Pressestelle Stadt Memmingen.
Von Ellen Köhler

Auf dem rund 3,9 Hektar großen Grenzhofareal in Memmingen entsteht ein Quartier mit rund 400 Wohnungen, KiTa und Gewerbeflächen. Die Stadt Memmingen und der Standortentwickler i+R Wohnbau hatten zu einem städtebaulichen Wettbewerb eingeladen. Über das Gewinnerbüro des Architekturwettbewerbes.

Als Sieger ging einstimmig der Entwurf der Stuttgarter a+r Architekten hervor. Im Kreuzherrnsaal wurden am vergangenen Freitag die Preise vergeben und die Ausstellung eröffnet. 

 


Die Entscheidung war einstimmig

Unter dem Vorsitz von Prof. Florian Burgstaller, Architekt und Stadtplaner aus München, jurierten in der vergangenen Woche Fach- und Sachpreisrichter die 14 eingereichten Entwürfe für das circa 39.000 Quadratmeter große Grenzhofareal in Memmingen. Nach mehreren Wertungsdurchgängen und intensiven Diskussionen fiel eine einstimmige Entscheidung.

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Damit überzeugte das Stuttgarter Büro

Der städtebaulich-freiraumplanerische Entwurf des Stuttgarter Büros a+r Architekten in Zusammenarbeit mit Faktor Grün überzeugte „durch fünf aufgelöste, ähnlich große Blockrandbebauungen sowie einen Bürokomplex mit städtebaulich markantem Hochpunkt, die sich mit ihrer gestaffelten Höhe und ihrem Volumen wohltuend in das nähere Umfeld integrieren“, begründete die Jury. Zudem waren für das Preisgericht ausschlaggebend: die Anbindung Richtung Osten zum Stadtpark Neue Welt sowie die Lage der grünen Mitte als zentraler Freiraum mit der KiTa in unmittelbarer Nähe als belebendes Element.


Quartier bringt Aufwertung des Stadtteils

Laut den Vorgaben für den Wettbewerb entsteht am Grenzhofareal in erster Linie Wohnbau für alle Bevölkerungsschichten, zudem eine Kindertageseinrichtung, kleinteiliger Einzelhandel, Gastronomie, haushaltsnahe Dienstleistungen, Büroflächen und attraktive Freiflächen. Die rund 400 Eigentums- und geförderten Mietwohnungen bieten ihrer künftigen Bewohnerschaft ein bis vier Zimmer.


Bürger der Stadt sollen miteinbezogen werden

Im Vorfeld des Wettbewerbs beteiligten sich rund 550 Bürger an einer Online-Befragung. „Die Bürgerbeteiligung ist für uns ein wichtiges Instrument in der Entwicklung unserer Stadt“, erklärt Fabian Damm, Leitender Baudirektor der Stadt Memmingen. „Ziel war, unter Beteiligung der Bürgerschaft, die Schaffung eines attraktiven, lebendigen, vielfältigen, durchmischten, verdichteten, nachhaltigen und durchgrünten Stadtquartiers. Diesem Ziel sind wir mit der Durchführung des Wettbewerbes einen bedeutenden Schritt nähergekommen.“

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Vier Entwürfe ausgezeichnet

Der 9-köpfigen Jury gehörten unter anderem renommierte Stadtplaner und Architekten, der Oberbürgermeister Manfred Schilder, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger sowie der Leitende Baudirektor Fabian Damm an. Ergänzt wurde das Gremium durch Bürgermeisterin Margareta Böckh und den Leiter des Stadtplanungsamtes Uwe Weißfloch sowie die Eigentümer der i+R Gruppe, Geschäftsführer und Projektentwickler der i+R Wohnbau Lindau und weitere Fachplaner und Berater. Neben dem Siegerentwurf wurden auch die Entwürfe der Büros AllesWirdGut Architektur (Platz 2), Morpho-Logic (Platz 3) und Thomas Schüler Architekten Stadtplaner (Platz 4) ausgezeichnet.


Das sagt die Geschäftsführerin von i+R Wohnbau

„Auch dieser städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb bestätigt: Unterschiedliche Herangehensweisen bringen vielfältige Ergebnisse. Diese gemeinsam mit renommierten Planern und politisch Verantwortlichen zu diskutieren, bringt uns der besten Lösung am nächsten und damit unserem Ziel, langfristig mit unseren Standortentwicklungen zur Aufwertung und Belebung von Orten beizutragen“, zeigt sich Karlheinz Bayer, Geschäftsführer der i+R Wohnbau, überzeugt.


Ausstellung und nächste Schritte

Im Rahmen der Preisverleihung eröffneten Bürgermeisterin Margareta Böckh, Jury-Vorsitzender Prof. Florian Burgstaller und Karlheinz Bayer, Geschäftsführer der i+R Wohnbau, die Wettbewerbs-Ausstellung. Bis 17. April sind alle eingereichten Entwürfe samt Modell, Lageplänen und Jurybegründung im Kreuzherrnsaal in Memmingen ausgestellt und für Interessiere frei zu besichtigen. Im nächsten Schritt werden alle vier Preisträger zu einem Verhandlungsverfahren eingeladen. Ziel ist die Auftragsvergabe zur Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses als städtebaulicher Entwurf/Rahmenplan im Sommer 2022. Dem für 2023 geplanten Aufstellungsbeschluss folgt dann das Bebauungsplanverfahren.

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