Umweltfreundliche Energieversorgung

LEW startet neues Wärmekonzept in Bad Grönenbach

LEW startet in Bad Grönenbach ein neues Wärmekonzept. Mit einem System aus Wärmesonden und Wärmepumpen soll umweltfreundlich gewirtschaftet werden. Wie Bauherren davon profitieren.

Bad Grönenbachs Bürgermeister Bernhard Kerler hat kürzlich gemeinsam mit LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann den Startschuss für die Realisierung einer klimafreundlichen Nahwärmeversorgung gegeben. Denn im Neubaugebiet an der Ringeisenstraße werden 30 Wohneinheiten zukünftig mit Erdwärme beheizt. Die Bohrungen für den Einbau der dafür notwendigen Wärmesonden haben bereits begonnen. Die Lechwerke (LEW) haben das in der Region bislang einzigartige Konzept gemeinsam mit der Marktgemeinde Bad Grönenbach entwickelt. 

Bernhard Kerler: Ein Zeichen für den Klimaschutz

Das Konzept setzt auf eine Kombination aus Wärmesonden und Wärmepumpen. Das Innovative daran: Alle 30 Wohneinheiten werden bereits bei der Erschließung der Grundstücke mit Wärmesonden ausgerüstet. Die Kosten dafür trägt die Marktgemeinde. Bürgermeister Kerler sagte bei der Baustellenbesichtigung: „Mit diesem innovativen Nahwärmekonzept setzen wir ein Zeichen für den Klimaschutz. Bad Grönenbach geht hier neue Wege und bietet den Bauherren eine ökologisch und finanziell attraktive Möglichkeit der Wärmeversorgung. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Partner LEW dieses zukunftsweisende Konzept realisieren können.“

Norbert Schürmann: Die Energiewende in Haushalte bringen 

 „Die Wärmewende ist eine der vordringlichsten Aufgaben für einen wirksamen Klimaschutz. LEW fördert seit vielen Jahren die hocheffiziente Wärmepumpentechnologie in der Region und bringt damit die Energiewende in die Haushalte“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Schürmann, „Möglich geworden ist dieses Konzept durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde. Bad Grönenbach leistet hier Vorbildliches.“

Als Wärmequelle dienen sogenannte Erdsonden, die in bis zu 136 Meter Tiefe eingebaut werden. Jede Sonde besteht aus mehreren Rohrleitungen, in denen ein Wasser-Glykol-Gemisch zirkuliert, das dem Erdreich Wärme entzieht. Über den Wärmetauscher der im Haus installierten Wärmepumpe wird die Wärme entnommen, die für die Beheizung der Häuser verwendet wird. Um die kostenlose Umweltwärme nutzbar zu machen, benötigen die Wärmepumpen lediglich einen kleinen Anteil Strom.

98,5 Tonnen CO2 sollen eingespart werden

 

 LEW-Experte Ulrich Haselbeck sagte über das neue Konzept: „Damit sparen wir im Neubaugebiet jährlich circa 98,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Gasbrennwertheizungen mit Solarthermie-Anlagen ein. Das entspricht dem CO2–Ausstoß eines Kleinwagens auf einer Strecke von über 800.000 Kilometern. Im Vergleich zu Ölbrennwertheizungen sparen wir sogar über 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.“ Das System kann außerdem nicht nur für das Heizen, sondern im Sommer auch für das Kühlen der Häuser und Wohnungen genutzt werden. Für Bauherren soll sich diese Form der Nahwärmeversorgung dabei nicht nur in dauerhaft niedrigen Betriebskosten lohnen. Da die Bohrungen für alle Grundstücke gemeinsam durchgeführt werden, sind auch die Erschließungskosten deutlich niedriger als bei Einzelanlagen. Ulrich Haselbeck erklärte: „Wir brauchen nur einen Genehmigungsvorgang und müssen die Maschinen für die Bohrungen nur einmal organisieren. Da die Marktgemeinde die Anschlüsse auch noch fördert, ist die Wärmegewinnung sehr günstig.“

Genehmigung durch Wasserwirtschaftsamt erteilt

Vor dem Beginn der Arbeiten erfolgten Probebohrungen, um sicherzustellen, dass die Gesteinsschichten für die Gewinnung von Erdwärme geeignet sind. Das Grundwasser um Bad Grönenbach fließt vergleichsweise tief. Außerdem lassen die Gesteinsschichten Bohrungen zu. Deswegen stand einer Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten nichts im Wege. Aktuell laufen voraussichtlich noch bis Mitte Oktober die Arbeiten für die Bohrung der Erdsonden.

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 „Die Wärmewende ist eine der vordringlichsten Aufgaben für einen wirksamen Klimaschutz. LEW fördert seit vielen Jahren die hocheffiziente Wärmepumpentechnologie in der Region und bringt damit die Energiewende in die Haushalte“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Schürmann, „Möglich geworden ist dieses Konzept durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde. Bad Grönenbach leistet hier Vorbildliches.“

Als Wärmequelle dienen sogenannte Erdsonden, die in bis zu 136 Meter Tiefe eingebaut werden. Jede Sonde besteht aus mehreren Rohrleitungen, in denen ein Wasser-Glykol-Gemisch zirkuliert, das dem Erdreich Wärme entzieht. Über den Wärmetauscher der im Haus installierten Wärmepumpe wird die Wärme entnommen, die für die Beheizung der Häuser verwendet wird. Um die kostenlose Umweltwärme nutzbar zu machen, benötigen die Wärmepumpen lediglich einen kleinen Anteil Strom.

98,5 Tonnen CO2 sollen eingespart werden

 

 LEW-Experte Ulrich Haselbeck sagte über das neue Konzept: „Damit sparen wir im Neubaugebiet jährlich circa 98,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Gasbrennwertheizungen mit Solarthermie-Anlagen ein. Das entspricht dem CO2–Ausstoß eines Kleinwagens auf einer Strecke von über 800.000 Kilometern. Im Vergleich zu Ölbrennwertheizungen sparen wir sogar über 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.“ Das System kann außerdem nicht nur für das Heizen, sondern im Sommer auch für das Kühlen der Häuser und Wohnungen genutzt werden. Für Bauherren soll sich diese Form der Nahwärmeversorgung dabei nicht nur in dauerhaft niedrigen Betriebskosten lohnen. Da die Bohrungen für alle Grundstücke gemeinsam durchgeführt werden, sind auch die Erschließungskosten deutlich niedriger als bei Einzelanlagen. Ulrich Haselbeck erklärte: „Wir brauchen nur einen Genehmigungsvorgang und müssen die Maschinen für die Bohrungen nur einmal organisieren. Da die Marktgemeinde die Anschlüsse auch noch fördert, ist die Wärmegewinnung sehr günstig.“

Genehmigung durch Wasserwirtschaftsamt erteilt

Vor dem Beginn der Arbeiten erfolgten Probebohrungen, um sicherzustellen, dass die Gesteinsschichten für die Gewinnung von Erdwärme geeignet sind. Das Grundwasser um Bad Grönenbach fließt vergleichsweise tief. Außerdem lassen die Gesteinsschichten Bohrungen zu. Deswegen stand einer Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten nichts im Wege. Aktuell laufen voraussichtlich noch bis Mitte Oktober die Arbeiten für die Bohrung der Erdsonden.

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