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Die IHK Schwaben sieht die duale Ausbildung weiterhin als ein zentrales Element für die wirtschaftliche Entwicklung in Bayerisch-Schwaben. Derzeit engagieren sich rund 4.300 IHK-Ausbildungsbetriebe in der Region, davon mehr als 1.600 allein im Allgäu. Laut IHK sichern sie nicht nur den Fachkräftenachwuchs, sondern leisten einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Um diese Leistung stärker in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, vergibt die IHK Schwaben ein Signet an alle Ausbildungsbetriebe.
Das Signet soll künftig bei zahlreichen Unternehmen in der Region zu sehen sein, darunter auch bei der Alois Berger GmbH & Co. KG mit Sitz in Memmingen. Das Familienunternehmen bildet seit seiner Gründung vor knapp 70 Jahren kontinuierlich aus. Nach eigenen Angaben haben in dieser Zeit mehr als 1.200 junge Menschen ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung bei Berger begonnen. Im Rahmen eines Firmenbesuchs überreichte Annalena Richter den Ausbildungsaufkleber persönlich an Geschäftsführer Jonathan Stringham sowie an die Ausbildungsverantwortlichen des Unternehmens. Dabei hob sie die Rolle solcher Betriebe für den Arbeitsmarkt hervor. „Unternehmen wie Alois Berger tragen aktiv Verantwortung für den Fachkräftenachwuchs“, sagte Richter.
Allein am Standort Memmingen bildet die Alois Berger GmbH & Co. KG aktuell 33 junge Menschen aus. Das Spektrum reicht von technischen Berufen wie Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker oder Maschinen- und Anlagenführer bis hin zu kaufmännischen und IT-nahen Ausbildungen, darunter Industriekaufleute und Fachinformatiker für Systemintegration. In Schwaben befinden sich derzeit mehr als 20.000 junge Menschen in einer Ausbildung in einem IHK-Beruf. Im Ausbildungsjahr 2025 stellten Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen rund 8.500 neue Auszubildende ein, mehr als 3.500 davon im Allgäu.
Trotz dieser Zahlen stehen viele Betriebe vor wachsenden Herausforderungen. Nach Angaben der IHK Schwaben übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen weiterhin die Zahl der Bewerbungseingänge. „Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden“, führt Richter weiter aus. Auch im vergangenen Ausbildungsjahr seien erneut zahlreiche Stellen unbesetzt geblieben. Die IHK Schwaben ruft deshalb die Betriebe dazu auf, frühzeitig mit der Suche nach Auszubildenden zu beginnen. Gleichzeitig verweist sie auf eigene Unterstützungsangebote, etwa durch Beratung, digitale Plattformen wie den IHK-Ausbildungsatlas oder Marketingmaßnahmen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Ausbildung macht mehr aus dir“.
Ergänzend setzt die IHK Schwaben auf Kooperationen mit Schulen sowie auf praxisnahe Projekte. Die IHK-Schulpartnerschaften sollen frühzeitig Kontakte zwischen Unternehmen und potenziellen Auszubildenden herstellen. Mit dem Projekt „AusbildungsScouts“ werden zudem aktive Auszubildende aus Mitgliedsbetrieben zu Botschaftern ihrer Berufe und Unternehmen qualifiziert.
Die Alois Berger GmbH & Co. KG sieht in dem Ausbildungssignet auch eine strategische Bedeutung. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb kann sich das Unternehmen gezielt als Arbeitgeber für junge Talente positionieren. „Unser Unternehmen ist seit Generationen in Familienbesitz – das prägt unsere Kultur und unser Denken in langfristigen Perspektiven“, sagt Geschäftsführer Stringham. „Dazu gehört für uns ganz selbstverständlich, jungen Menschen den Weg in eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen und ihnen eine Zukunft im Unternehmen zu eröffnen.“
Aktuell investiere Berger verstärkt in neue Ausbildungsformate. In Kooperation mit anderen Unternehmen entsteht eine digitale Lernplattform, die unter anderem Künstliche Intelligenz einsetzt, um Ausbildungsinhalte zu vermitteln und Lernfortschritte abzufragen.