Ausbildungsjahr 2020

IHK möchte Auszubildende im Unterallgäu mit neuer App werben

Corona behindert den Ausbildungsmarkt. Das ist das Fazit der IHK Schwaben mit Blick auf das Unterallgäu. Denn hier sind immer noch viele Stellen unbesetzt. Wie jetzt eine App die Lage entspannen soll.

Nach wie vor sind im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Wolfgang Haschner, Bildungsexperte bei der IHK Schwaben, appelliert deswegen an die Schulabsolventen, ihre Chance zu ergreifen: „Die Wirtschaft setzt weiter auf gut ausgebildete Fachkräfte. Eine Ausbildung bietet beste Perspektiven.“ Haschner ist zuversichtlich, dass bis zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres Anfang September noch viele Ausbildungsverträge geschlossen werden. Die neue Ausbildungsprämie für Unternehmen dürfte zum Endspurt ihren Effekt entfalten. Und auch Aktionen wie das virtuelle Speeddating, das die IHK Schwaben bis 22. Juli anbietet, werden Bewerber und Ausbildungsbetriebe zusammenbringen, so eine Mitteilung der Kammer.

Wolfgang Haschner: Dieses Jahr ist die Lage schwieriger

Eine Umfrage der IHK im Juni hat gezeigt: Viele Unternehmen in Bayerisch-Schwaben planen – trotz Corona-bedingter Schwierigkeiten – auch in diesem Jahr neue Auszubildende einzustellen. Im vergangenen Jahr waren im Landkreis Unterallgäu 689 Ausbildungsverträge in IHK-Berufen neu abgeschlossen worden, 290 Unternehmen bilden hier derzeit aus. In der Stadt Memmingen sind es 178 Ausbildungsbetriebe. 582 Ausbildungsverträge waren neu geschlossen worden. Dabei waren im vergangenen Jahr sogar viele Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben, da es an Bewerbern mangelte. „In diesem Jahr wird es aufgrund der Corona-Krise schwierig werden, die Ausbildungszahlen des Vorjahres zu erreichen. Trotzdem wird jeder Jugendliche ausreichend Stellen in seinem Wunschberuf finden, auf die er oder sie sich bewerben kann“, sagt Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung.

Ausbildungsmarkt kämpft mit Corona

Exakte Prognosen zum Ausbildungsmarkt seien derzeit schwer möglich, so die IHK. Viele Berufsinfomessen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. Recruiting-Maßnahmen an Schulen konnten ebenfalls nicht stattfinden. Und auch Einstellungsgespräche und -tests verliefen in diesem Jahr anders als gewohnt. „Bei vielen Firmen standen wegen des Lockdowns ab Mitte März andere Themen im Fokus“, erklärte Haschner. Die Folge: Der Ausbildungsmarkt kommt in diesem Jahr erst spät in Schwung. Die Ausbildungsprämie, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Konjunkturpaktes bewilligt hat, liefert jetzt zusätzliche Impulse. „Sie wird von den Betrieben stark nachgefragt. Das zeigt, wie wichtig dieses Signal der Politik ist“, ergänzte Haschner.

IHK führt Ausbildungs-Speeddating ein

Um Ausbildungsbetriebe und Bewerber zusammenzubringen, setzt die IHK Schwaben in diesem Jahr auf ein digitales Format: Beim virtuellen Speeddating können Unternehmen und potenzielle Azubis per App derzeit Profile durchstöbern und durch ein Wischen über das Smartphone-Display Interesse bekunden. Kommt es zu einem „Match“, können Betrieb und Bewerber Kontakt miteinander aufnehmen und chatten.

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