Ab 5. April für zwei Wochen

Flughafen Memmingen fährt Betrieb auf Minimum zurück

Archivbild. Am Allgäu Airport. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Nächster Schritt im Zuge der Corona-Krise: Ab kommenden Sonntag sind Flüge ab Memmingen "nur noch auf Anmeldung möglich". Damit reagiert der Allgäu Airport auf die inzwsichen komplett eingestellten Linienverbindungen und den verringerten Bedarf an Luftverkehr.

Die Linienflugzeuge, die diese Woche in Memmingen landeten, waren an einer Hand abzuzählen. Jetzt zieht der Allgäu Airport die Konsequenzen aus der schwindenden Nachfrage und der Absage der geplanten Flugpläne. Ab Sonntag. 5. April, hält der Flughafen Memmingen nur noch einen Minimalbetrieb aufrecht. Für zwei Wochen können An- und Abflüge dann nur noch nach vroheriger Anmeldung erfolgen, teilt der Flughafen mit.

Schon im März halbierte Passagierzahlen

"In diesem Monat mussten wir einen Rückgang um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, berichtet Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid in einem heute verbreiteten Statement. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Knapp 60.000 Passagiere flogen in diesem März von und nach Memmingen. 2019 passierten noch 124.786 Reisende die Gates. Bei den Starts und Landungen errechnet der Flughafen Memmingen  für den März ein Minus von 33 Prozent.

Bisher plant nur Wizz Air einzelne Flüge im April

Für den nächsten Monat haben die Fluggesellschaften Ryanair, Pobeda, Corendon und FlyEgypt gestrichen. Auch Wizz Air wird den Betrieb einstellen, plant aber ab Mitte April einzelne Flüge nach Ohrid, Skopje, Sofia und Tirana. „Konkret“, so Schmid, „kann das heute niemand vorhersagen.“ Abgesagt hat auch der Reiseveranstalter Amos seine Flüge von Memmingen nach Neapel, die in der Zeit zwischen 26. April und 14. Juni hätten stattfinden sollen. Von Ende April auf Ende September hat der Veranstalter Globalis seinen Sondercharter nach Lamezia Terme in Italien verschoben.

Holetschek sagt Unterstützung des Freistaats Bayern zu

Der bayerische Verkehrs-Staatssekretär Klaus Holetschek signalisierte bei einem Besuch am Airport die Unterstützung des Freistaats. „Der Flughafen Memmingen ist ein wichtiger Teil unserer Verkehrsinfrastruktur in Bayern“, so der Politiker. „Gerade in der aktuellen Krise spielt er für Hilfs- und Rettungsflüge weiterhin eine wichtige Rolle.“ Zuvor hatte die Flughafen GmbH  in Abstimmung mit dem Betriebsrat für die Flughafen Memmingen GmbH und die Tochter ALLgate GmbH, die zusammen rund 160 Mitarbeiter beschäftigen, Kurzarbeit beantragt. Für das Unternehmen stelle die momentane Krise, so betont Ralf Schmid, jedoch keine existenzielle Gefahr dar. Geplante Investitionen sowie einzelne Baumaßnahmen werden verschoben oder gestoppt.

Spezielles Verfahren wegen vorübergehend ausgesetzter Liniendienste

Das jetzt gewälte Verfahren ist in der Luftfahrt üblich, wenn Airports vorübergehend den Linienbetrieb einstellen.  Es nennt sich "PPR". Die Abkürzung  steht für Prior Permission required. Das bedeutet, Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte oder der Betrieb von Businessjets können nur nach vorheriger Anmeldung stattfinden. Auch das Terminalgebäude wird in dieser Zeit geschlossen sein. 

Busanbindung schon stillgelegt

Schon am 18. März hatte Flixbus seinen Service zum Flughafen Memmingen eingestellt. Vorangegangen war ein entsprechender Beschluss der Bundesregierung. Eine Woche später hatte dann der Allgäu Airport Express voraussichtlich bis zum 8.4.2020 seinen Betrieb ein.gestellt. Diese Servicepause dürfte sich nun verlängern. Für diesen Zeitraum gekauften Tickets können, so die bisherige Regelung, kostenfrei umgebucht werden. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Ab 5. April für zwei Wochen

Flughafen Memmingen fährt Betrieb auf Minimum zurück

Archivbild. Am Allgäu Airport. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Nächster Schritt im Zuge der Corona-Krise: Ab kommenden Sonntag sind Flüge ab Memmingen "nur noch auf Anmeldung möglich". Damit reagiert der Allgäu Airport auf die inzwsichen komplett eingestellten Linienverbindungen und den verringerten Bedarf an Luftverkehr.

Die Linienflugzeuge, die diese Woche in Memmingen landeten, waren an einer Hand abzuzählen. Jetzt zieht der Allgäu Airport die Konsequenzen aus der schwindenden Nachfrage und der Absage der geplanten Flugpläne. Ab Sonntag. 5. April, hält der Flughafen Memmingen nur noch einen Minimalbetrieb aufrecht. Für zwei Wochen können An- und Abflüge dann nur noch nach vroheriger Anmeldung erfolgen, teilt der Flughafen mit.

Schon im März halbierte Passagierzahlen

"In diesem Monat mussten wir einen Rückgang um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, berichtet Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid in einem heute verbreiteten Statement. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Knapp 60.000 Passagiere flogen in diesem März von und nach Memmingen. 2019 passierten noch 124.786 Reisende die Gates. Bei den Starts und Landungen errechnet der Flughafen Memmingen  für den März ein Minus von 33 Prozent.

Bisher plant nur Wizz Air einzelne Flüge im April

Für den nächsten Monat haben die Fluggesellschaften Ryanair, Pobeda, Corendon und FlyEgypt gestrichen. Auch Wizz Air wird den Betrieb einstellen, plant aber ab Mitte April einzelne Flüge nach Ohrid, Skopje, Sofia und Tirana. „Konkret“, so Schmid, „kann das heute niemand vorhersagen.“ Abgesagt hat auch der Reiseveranstalter Amos seine Flüge von Memmingen nach Neapel, die in der Zeit zwischen 26. April und 14. Juni hätten stattfinden sollen. Von Ende April auf Ende September hat der Veranstalter Globalis seinen Sondercharter nach Lamezia Terme in Italien verschoben.

Holetschek sagt Unterstützung des Freistaats Bayern zu

Der bayerische Verkehrs-Staatssekretär Klaus Holetschek signalisierte bei einem Besuch am Airport die Unterstützung des Freistaats. „Der Flughafen Memmingen ist ein wichtiger Teil unserer Verkehrsinfrastruktur in Bayern“, so der Politiker. „Gerade in der aktuellen Krise spielt er für Hilfs- und Rettungsflüge weiterhin eine wichtige Rolle.“ Zuvor hatte die Flughafen GmbH  in Abstimmung mit dem Betriebsrat für die Flughafen Memmingen GmbH und die Tochter ALLgate GmbH, die zusammen rund 160 Mitarbeiter beschäftigen, Kurzarbeit beantragt. Für das Unternehmen stelle die momentane Krise, so betont Ralf Schmid, jedoch keine existenzielle Gefahr dar. Geplante Investitionen sowie einzelne Baumaßnahmen werden verschoben oder gestoppt.

Spezielles Verfahren wegen vorübergehend ausgesetzter Liniendienste

Das jetzt gewälte Verfahren ist in der Luftfahrt üblich, wenn Airports vorübergehend den Linienbetrieb einstellen.  Es nennt sich "PPR". Die Abkürzung  steht für Prior Permission required. Das bedeutet, Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte oder der Betrieb von Businessjets können nur nach vorheriger Anmeldung stattfinden. Auch das Terminalgebäude wird in dieser Zeit geschlossen sein. 

Busanbindung schon stillgelegt

Schon am 18. März hatte Flixbus seinen Service zum Flughafen Memmingen eingestellt. Vorangegangen war ein entsprechender Beschluss der Bundesregierung. Eine Woche später hatte dann der Allgäu Airport Express voraussichtlich bis zum 8.4.2020 seinen Betrieb ein.gestellt. Diese Servicepause dürfte sich nun verlängern. Für diesen Zeitraum gekauften Tickets können, so die bisherige Regelung, kostenfrei umgebucht werden. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben