Ausweitung

Flexibus soll auch in Bad Wörishofen angeboten werden

Ab nächstem Frühjahr soll es den Flexibus auch in Bad Wörishofen geben. Wozu das wichtig sei und weshalb das Angebot im Wertachtal nicht eingeführt werden könne.

Der Flexibus stand im Mittelpunkt der ersten Sitzung des neuen Mobilitätsausschusses des Unterallgäuer Kreistags. Ab nächstem Frühjahr soll es den Flexibus auch in Bad Wörishofen geben. Im Wertachtal ist eine Einführung des Angebots dagegen aktuell nicht möglich. Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es eventuell bald in Richtung Memmingen. Von Ottobeuren, Bad Grönenbach und Legau könnte künftig stündlich ein Bus in die Stadt fahren.

Ab 1. April 2021 in Bad Wörishofen

Wie vom Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung beschlossen, fährt der Flexibus ab 1. April kommenden Jahres auch in Bad Wörishofen. Es handelt sich dabei um den fünften Flexibus-Knoten, der im Unterallgäu in Betrieb genommen wird. Den Flexibus gibt es bereits im Bereich Kirchheim-Pfaffenhausen, Babenhausen-Boos sowie rund um Mindelheim. Ab Oktober fährt er auch rund um Ottobeuren und Markt Rettenbach. Der Flexibus verkehrt unabhängig von einem Fahrplan und befördert die Fahrgäste durch ein dichtes Netz an Haltestellen nahezu von Tür zu Tür. Betrieben wird der Flexibus in Bad Wörishofen von den Stadtwerken. Man wolle Elektrofahrzeuge einsetzen, kündigte Robert Böck von den Stadtwerken in der Sitzung an.

Bus- und Zugverbindungen verhindern Einführung des Flexibus

Während der Landkreis weiter eine flächendeckende Einführung des Angebots anstrebt, ist das Vorhaben im Wertachtal ins Stocken geraten. Auch im Knoten Türkheim-Ettringen sollte der Flexibus verkehren. Doch die Gemeinde Rammingen forderte unter anderem eine Anbindung an Bad Wörishofen und Mindelheim. „Das ist aber nicht möglich, weil es hier Bus- und Zugverbindungen gibt“, erläuterte Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter am Landratsamt.

Wodurch das Projekt unwirtschaftlich werden würde

Der Flexibus hat laut Höld nur eine Zubringerfunktion zu Angeboten von Bus und Bahn. Würde man davon abweichen, müsste man auch in den anderen Knoten Fahrten zu Wunschorten möglich machen – zum Beispiel von Heimertingen oder Ottobeuren nach Memmingen. „Das Flexibus-System kann diese Wünsche aber nicht erfüllen“, betonte Höld. Das System würde dadurch zunehmend unwirtschaftlicher werden und wäre „zuletzt im ganzen Landkreis Unterallgäu zum Scheitern verurteilt“. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass der Flexibus primär eine Ergänzung zum bestehenden ÖPNV sein soll – und keine Konkurrenz. Mit diesem Ziel soll der Flexibus wie geplant im ganzen Unterallgäu eingeführt werden, so der Ausschuss.

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