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Das Europäische Wirtschaftsforum und die Hochschule für angewandtes Management haben zum 17. Mal den Bayerischen Mittelstandspreis verliehen. 213 Unternehmen waren für den Preis nominiert, 26 von ihnen standen am vergangenen Freitag im Finale. Drei Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben gehören in diesem Jahr zu den Preisträgern: Rapunzel Naturkost aus Legau (Unterallgäu), Hans Hundegger aus Hawangen (Unterallgäu) und die Munk Group aus Günzburg.
Ausgezeichnet wurden insgesamt 15 mittelständische Unternehmen, die eine Säule für Wirtschaft und Gesellschaft sind und Hervorragendes geleistet haben. Schirmherrinnen sind Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Für Digitalminister Fabian Mehring, der den Wanderpokal in Vertretung für Aiwanger überreicht hat, ist der Mittelstand ein Stabilitätsanker für die Wirtschaft, gerade in Krisenzeiten. „Bayerns Mittelstand ist weit mehr als ein Zahnrad im Getriebe unserer Wirtschaft: Er wirkt als Zündkerze für den Fortschritt und ist unser Keilriemen für den Transfer in die Regionen des Freistaats“, sagte er bei der Preisverleihung.
Auf Platz eins hat es Evosys Laser aus Erlangen geschafft. Platz drei ging an Safelog aus dem oberbayerischen Markt Schwaben. Und auch ein schwäbisches Unternehmen kam aufs Siegertreppchen: Rapunzel Naturkost aus dem Unterallgäu hat es auf Platz zwei geschafft und damit auch den Wanderpokal „Golden Bavaria“ erhalten. Der Wanderpokal wurde in diesem Jahr zum ersten Mal an die drei Erstplatzierten sowie den Gewinner des Roland-Berger-Zukunftspreises überreicht. Im kommenden Jahr überreichen die Preisträger den Pokal an die neuen Sieger.
Rapunzel Naturkost wurde 1974 gegründet. Damals zunächst als Selbstversorger-Gemeinschaft und kleiner Naturkostladen in Augsburg. Inzwischen ist das Unternehmen mit Sitz in Legau (Kreis Unterallgäu) eine GmbH & Co. KG und ein internationales Bio-Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden. Rapunzel hat rund 550 vegetarische und vegane Bio-Produkte entwickelt, wovon mehr als die Hälfte am Hauptsitz in Legau produziert und verpackt wird.
Hier die Gewinner aus 2025: Mittelstandspreis: Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben ausgezeichnet
2024 hat der Gründer Joseph Wilhelm die Geschäftsführung an seine Kinder übergeben. Das Unternehmen ist laut seiner Inhaber bewusst immer noch in Familienbesitz. „So kann Rapunzel ohne wirtschaftliche Fremdbestimmung freie Entscheidungen treffen“, ist auf der Homepage zu lesen.
Auch zwei weitere Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben wurden mit dem Bayerischen Mittelstandspreis ausgezeichnet: die Hans Hundegger AG und die Munk Group. Hans Hundegger wurde 1978 gegründet und ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Es stellt Maschinen für die Holzverarbeitung her und gilt als Weltmarktführer auf dem Gebiet CNC-gesteuerter Abbundmaschinen. Die Maschinen werden in allen Holzbausparten genutzt, unter anderem im Holzrahmenbau, Blockhausbau, Fertighausbau und auch für den Bau von Spielplatzgeräten. Erst Anfang des Monats wurde das Unternehmen mit einem anderen Preis ausgezeichnet: Die Hans Hundegger AG gehört in diesem Jahr zu den TOP 100 der innovativsten Mittelständler Deutschlands.
Auch die Munk Group wurde in diesem Jahr schon mal ausgezeichnet: als „Arbeitgeber des Jahres 2026“ in der Branche Baustoff- und Bauchemieanbieter. Munk ist ein Familienunternehmen in vierter Generation und wurde 1899 als Wagnerei gegründet. Heute gehört Munk zu den Weltmarktführern für Steig- und Rettungstechniklösungen. Es produziert Leitern, Rollgerüste und Rettungssysteme. Die Kunden kommen aus dem Handwerk, der Industrie, dem öffentlichen Sektor oder dem Einsatz- und Rettungskräftebereich. Entwicklung und Produktion finden bewusst nur in Deutschland statt.