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Bayerischer Mittelstandspreis: Diese Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben sind im Finale
Preisverleihung

Bayerischer Mittelstandspreis: Diese Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben sind im Finale

Die Gewinner des Bayerischen Mittelstandspreises im vergangenen Jahr. Foto: Alexander von Spreti
Die Gewinner des Bayerischen Mittelstandspreises im vergangenen Jahr. Foto: Alexander von Spreti

Am Freitag wird zum 17. Mal der Bayerische Mittelstandspreis verliehen. Auch drei Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben stehen im Finale: Zwei sind aus dem Unterallgäu, eines aus Günzburg.

213 Unternehmen aus ganz Bayern wurden in diesem Jahr für den Bayerischen Mittelstandspreis nominiert. Ins Finale, das am Freitag, 17. Juli, stattfindet, sind 26 von ihnen eingezogen. Vergeben wird der Preis an 15 mittelständische Unternehmen, die eine Säule für Wirtschaft und Gesellschaft sind und Hervorragendes geleistet haben. Schirmherrinnen sind Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Im vergangenen Jahr wurden zwei Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben mit dem Mittelstandspreis ausgezeichnet: die Scaltel Gruppe aus Waltenhofen im Oberallgäu und Aumüller Aumatic GmbH aus Tierhaupten (Kreis Augsburg). Auch in diesem Jahr stehen wieder Unternehmen aus der Region im Finale, zwei davon aus dem Unterallgäu.

Hans Hundegger: Hausbau in wenigen Tagen

Die Hans Hundegger AG aus Hawangen (Kreis Unterallgäu) wurde 1978 gegründet und ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Hundegger stellt Maschinen für die Holzverarbeitung her und gilt als Weltmarktführer auf dem Gebiet CNC-gesteuerter Abbundmaschinen. Die Maschinen werden in allen Holzbausparten genutzt, unter anderem im Holzrahmenbau, Blockhausbau, Fertighausbau und auch für den Bau von Spielplatzgeräten.

Eine Abbundmaschine kann an einem Vormittag alle Bauteile für ein Haus herstellen. Über ein Förderband fährt das Rohholz in die Anlage. Roboter bearbeiten das Bauteil gleichzeitig von allen Seiten. Zudem fräst er auch gleich die Verbindungsstellen ein. Das spart später beim Aufbau Zeit und reduziert Fehler. So eine Abbundmaschine steht derzeit auch im Technologietransferzentrum Aichach. Studierende der Technischen Hochschule Augsburg forschen damit an Automatisierung und Digitalisierung im Holzbau.

Nach eigenen Angaben hat Hundegger einen Marktanteil von über 90 Prozent. Erst Anfang des Monats wurde das Unternehmen mit einem anderen Preis ausgezeichnet: Die Hans Hundegger AG gehört in diesem Jahr zu den TOP 100 der innovativsten Mittelständler Deutschlands.

Munk Group: Mit Leitern steil nach oben

Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Munk Group als „Arbeitgeber des Jahres 2026“ in der Branche Baustoff- und Bauchemieanbieter ausgezeichnet. Munk erhielt hier bei der Bewertung 100 von 100 möglichen Punkten. Jetzt könnte die nächste Auszeichnung dazukommen. Denn auch die Munk Group aus Günzburg steht im Finale des Bayerischen Mittelstandspreises.

Munk ist ein Familienunternehmen in vierter Generation und wurde 1899 als Wagnerei gegründet. Die fünfte Generation ist auch schon im Unternehmen tätig. Heute gehört Munk zu den Weltmarktführern für Steig- und Rettungstechniklösungen. Es produziert Leitern, Rollgerüste und Rettungssysteme. Die Kunden kommen aus dem Handwerk, der Industrie, dem öffentlichen Sektor oder dem Einsatz- und Rettungskräftebereich.

Munk gehört zu den Unternehmen, die bewusst weiter auf den Wirtschaftsstandort Deutschland setzen und nur in Deutschland produzieren. „Sicherheit made in Germany, das ist unsere Mission und unser Versprechen an die Kunden“, sagt der Geschäftsführer der Munk Group, Ferdinand Munk.

Rapunzel Naturkost: Vom Selbstversorger zum internationalen Unternehmen

1974 wurde die Rapunzel Naturkost gegründet, damals zunächst als Selbstversorger-Gemeinschaft und kleiner Naturkostladen in Augsburg. Inzwischen ist das Unternehmen mit Sitz in Legau (Kreis Unterallgäu) eine GmbH & Co. KG und ein internationales Bio-Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden. Doch noch immer ist es in Familienbesitz – nach Unternehmensangaben bewusst. „So kann Rapunzel ohne wirtschaftliche Fremdbestimmung freie Entscheidungen treffen“, schreibt Rapunzel auf seiner Seite. 2024 hat der Gründer Joseph Wilhelm die Geschäftsführung an seine Kinder übergeben.

Die Grundidee des Unternehmens ist es, Lebensmittel biologisch, naturbelassen und verantwortungsvoll herzustellen. Das will Rapunzel über eine Art der Bewirtschaftung machen, durch die die Erde auch für zukünftige Generationen lebenswert bleibt. Rapunzel hat rund 550 vegetarische und vegane Bio-Produkte entwickelt, wovon mehr als die Hälfte am Hauptsitz in Legau produziert und verpackt wird.

Verleihung des Bayerischen Mittelstandspreises

Der Mittelstandspreis wird in diesem Jahr an 15 Unternehmen verliehen, außerdem gibt es zwei Sonderpreisträger. Einer der Sonderpreise ist der neue Roland-Berger-Zukunftspreis. Der andere ist der Bavarian Future Award 2026, den Studierende des Masterstudiengangs Management der Hochschule für angewandtes Management vergeben. An wen dieser Preis geht, ist schon vorab bekannt: Ausgezeichnet wird die Huber Technik GmbH & Co. KG aus Erding.

Ebenfalls zum ersten Mal wird in diesem Jahr die Goldene Bavaria verliehen: Ein Wanderpokal, den der Vorjahressieger jedes Jahr an seinen Nachfolger weitergibt. Damit werden die drei Erstplatzierten sowie der Gewinner des Roland-Berger-Zukunftspreises ausgezeichnet.

Der Bayerische Mittelstandspreis wird am Freitag, 17. Juli, um 18 Uhr in München verliehen.

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