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Ein privates Engagement dieser Größenordnung ist selbst für erfahrene Klinikmanager ungewöhnlich: In Günzburg hat Unternehmer Ferdinand Munk, Inhaber der Munk Group, den Bau eines Mitarbeiter-Pavillons für die Kreisklinik initiiert und maßgeblich ermöglicht. „So eine Situation habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nicht erlebt“, sagte Robert Wieland, Vorstand der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, bei der Einweihung. Der Pavillon soll Beschäftigten künftig als Rückzugs-, Austausch- und Fortbildungsort dienen.
Auslöser für das Projekt war laut Munk seine langjährige Verbundenheit mit dem Krankenhaus. Die öffentliche Anerkennung für Pflegekräfte während der Corona-Pandemie habe ihm nicht ausgereicht. Stattdessen habe er ein dauerhaftes Zeichen setzen wollen. Entstanden ist auf dem Klinikgelände nahe der Kapelle ein rund 40 Quadratmeter großer Holzpavillon mit Terrasse und begrüntem Außenbereich. Ergänzt wird die Anlage durch Sitzmöglichkeiten und eine Tischtennisplatte. Auch ein sanierungsbedürftiger Verbindungsgang wurde im Zuge des Projekts erneuert.
Vom Spatenstich bis zur Fertigstellung vergingen rund acht Monate, die reine Bauzeit lag bei etwa sechs Monaten. Angesichts der Bauphase über den Winter hinweg sei dies „ein ambitionierter Zeitrahmen“ gewesen, so Munk. Trotz seiner Rolle als Initiator betont der Unternehmer den gemeinschaftlichen Charakter des Projekts. Neben Planer Jürgen Leo waren zahlreiche regionale Unternehmen beteiligt. Ein Teil der Leistungen wurde gespendet oder zu reduzierten Konditionen erbracht. Ergänzend wurde ein Patensystem eingerichtet, über das Unterstützer symbolische Bausteine erwerben konnten.
Auch Landrat Hans Reichhart sieht in dem Projekt ein Signal für die regionale Verbundenheit mit der Klinik. „Hier engagieren sich viele Akteure aus dem Landkreis gemeinsam für ihr Krankenhaus“, sagte er. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem vom Personalrat, dem Förderverein der Klinik sowie dem Lions Club Günzburg. Aus Sicht des Personalrats schafft der Pavillon neue Möglichkeiten für informellen Austausch und Teamformate – Aspekte, die im Klinikalltag oft zu kurz kommen.
Für die Klinikleitung steht das Projekt exemplarisch für eine lösungsorientierte Haltung. „Herr Munk ist jemand, der Dinge möglich macht“, so Wieland. Der Pavillon – von den Mitarbeitenden „Frischluftbar“ genannt – wird bereits für erste Veranstaltungen genutzt, darunter Aktionen zum Tag der Pflege und interne Sportangebote.